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Der Tennis-Samstag hätte aus österreichischer Sicht nicht viel erfolgreicher verlaufen können. In Kitzbühel feierte Doppel-Spezialist Lucas Miedler seinen 13. Turniersieg und bei den Damen sorgte Lilli Tagger für einen sensationellen Erfolg gegen eine der großen Spielerinnen auf der WTA-Tour.

Die 18-jährige Lienzerin zog beim 250er-Turnier in Prag ins Finale ein. Im Semifinale besiegte sie am Samstag die achtfache Turniersiegerin auf der WTA-Tour, die Tschechin Barbora Krejcikova mit 6:7 (-5), 6:3 und 7:6 (4). Die Tschechin ist zweifache Major-Siegerin, 2021 gewann sie die French Open, 2024 in Wimbledon.

„Ich habe sie noch in Wimbledon gesehen“

„Verrückt. Ehrlich, im Moment kann ich gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe. Ich bin super happy“, sagte Tagger im Siegerinterview. „Es war ein unglaublicher Fight, sie hat tolles Tennis gespielt. Ich habe sie vor drei Wochen in Wimbledon gesehen und war ein bisschen nervös vor dem Match“, gestand sie.

Im Endspiel des 283.347 Dollar dotierten Hartplatzturniers trifft Tagger am Sonntag auf die 24-jährige Ukrainerin Daria Snigur.

Auf dem Weg ins Semifinale hatte Tagger mit Sara Bejlek auch die Nummer 40 der Weltrangliste besiegt und wird wohl in der am Montag erscheinenden Weltrangliste circa auf Platz 60 vorstoßen.

Im November 2025 stand Tagger in Jiujiang schon einmal in einem Finale, verlor dieses aber gegen Anna Blinkova mit 3:6, 3:6.

Lucas Miedler gewann am Samstag mit seinem australischen Neo-Partner Marc Polmans nach Gstaad auch den Doppel-Titel in Kitzbühel. Das Duo setzte sich gegen die Deutschen Jakob Schnaitter/Mark Wallner (GER) sicher nach nur 57 Minuten 6:2, 6:2 durch. Für Miedler war es schon sein insgesamt dritter Kitzbühel-Titel nach 2021 und 2023 und sein insgesamt dreizehnter Tour-Triumph. Auch in Wien hat er schon zweimal den Siegerscheck geholt.

Miedler und Polmans haben damit in ihren bisher zwei gemeinsamen Turnieren beide Male den Titel geholt. Sie teilen sich einen Scheck in Höhe von 32.410 Euro und Miedler schiebt sich als 19. erstmals in seiner Karriere in die Top 20 im Doppelranking.

Miedler war nach dem Sieg dementsprechend happy. Zunächst entschuldigte er sich noch auf dem Platz bei den Finalgegnern. „Ihr seid eine meiner besten Freunde auf der Tour, es ist immer schwierig, gegen Freunde zu spielen. Wir haben es heute sehr gut gelöst, ich hoffe, ihr seid uns nicht ganz so böse, aber zu Hause zu gewinnen fühlt sich halt sehr gut an“, scherzte der Niederösterreicher. Im Rückblick habe man immer den Druck aufrechterhalten können. „Wir haben eine sehr solide Serviceleistung gebracht. Dass es so klar ausgeht, mit dem kann man vorher nicht rechnen.“

Enttäuschung über fehlende TV-Übertragung

Besonders die Atmosphäre in Kitzbühel hat es Miedler, aber auch Polmans angetan. „Es gibt nichts Vergleichbares, allein diese zweite Runde: dass wir die mit 14:12 doch überstehen. Unbeschreiblich die Atmosphäre, die da auf dem Platz entsteht“, erinnerte Miedler an den knappen Sieg nach Abwehr von zwei Matchbällen und brach eine Lanze für das Doppel. „Dieses Doppelprodukt, das vielfach kritisiert wird, funktioniert. Wir haben viermal am Center Court gespielt und viermal eine unglaubliche Kulisse gehabt.“ Was Miedler enttäuschte, war, dass das Endspiel weder live im TV noch gestreamt wurde. „Schade, die Leute haben ja auch eine Connection. Es wird nirgends übertragen. Aber jeder, der im Stadion ist, hat eine unglaublich gute Zeit und ich bin froh, dass ich Teil davon sein durfte.“

Zeit zum Feiern blieb eigentlich keine, denn schon am Sonntag geht es weiter zu den Übersee-Turnieren, die in Washington beginnen. Danach stehen Montreal, Cincinnati, eventuell Winston-Salem und die US Open auf dem Programm.

14 Partien werden am Samstag im ÖFB-Cup ausgetragen. Nach dem Auftakt Freitag Abend sind heute vier Bundesligisten in Runde 1 im Einsatz.

Ein früherer Cupsieger fordert Lustenau – der Aufsteiger muss zum Kremser SC.

Das Spitzenteam aus der Ostliga hatte nach dem Abschied von Trainer Jochen Fallmann eine turbulente Vorbereitung: Philipp Zulechner übernahm, zog aber gleich weiter zu Zweitligist Voitsberg. Deswegen bekommt Stefan Maierhofer seine Chance als Cheftrainer beim Traditionsverein.

An Selbstvertrauen wird es in Krems sicher nicht mangeln.

Die Bundesligisten Sturm Graz, SV Ried, WAC, WSG Tirol und SCR Altach sind am Freitag zum Auftakt im ÖFB-Cup in die zweite Runde eingezogen. Die größte Mühe bekundeten die Altacher. Der Finalist der Vorsaison setzte sich in einer hart umkämpften Partie beim Regionalliga-Ost-Club SV Leobendorf mit 1:0 durch. Das Goldtor erzielte Yann Massombo in der 67. Minute nach einer Hereingabe von Neuzugang Niklas Niehoff. Patrick Greil hatte zuvor in der gefährlichen Zone den Ball erobert.

Die SV Ried hat sich beim Pflichtspieldebüt von Neo-Trainer Mario Despotovic keine Blöße gegeben. Der Halbfinalist der Vorsaison setzte sich am Freitag beim Drittligisten FC Dornbirn mit 5:1 durch. Evan Eghosa Aisowieren schnürte vor der Pause einen Doppelpack (31., 45.). Nach Dornbirns Anschlusstreffer schlugen auch noch die Neuzugänge Samuel Chukwudi (58.), Lukas Malicsek (72.) und Tobias Lund Jensen (93.) zu.

Sturm feierte einen 3:0-Sieg in Seekirchen am Wallersee. Schon am Dienstag geht es für die Grazer in der Champions League Qualifikation bei den Hearts weiter. Das Hinspiel gegen die Schotten hatte man am Dienstag klar mit 4:0 gewonnen.

Einen noch klareren Auftaktsieg landete die WSG Tirol. Die Wattener gewannen nach drei Toren von Nikolai Baden Frederiksen beim niederösterreichischen Landesligisten SC Wieselburg mit 6:0. Der Däne war in den Minuten 44, 52 und 71 erfolgreich. Dazu trugen sich Ademola Ola-Adebomi (23.), Jaden Mazou Bambara (61.) und Routinier Lukas Hinterseer (78.) in die Schützenliste ein.

Neuzugänge führen WAC zum Sieg

Der WAC gewann ebenfalls mit 5:1 bei einem Drittligisten in Vorarlberg, nämlich beim FC Lauterach. Neo-Stürmer Giacomo Vrioni gab mit zwei Toren (27., 80.) ebenso einen gelungenen Einstand wie Youngster Marco Schabauer, der schon vor der Pause in zweifacher Ausführung traf (31., 38.). Den vierten Treffer für das Team von Trainer Thomas Silberberger erzielte Rückkehrer Sankara Karamoko (75.). Lauterach hatte davor zum 1:3 verkürzt.

Ferrari hat seine Ambitionen beim Formel-1-Grand-Prix von Ungarn unterstrichen. Rekordweltmeister Lewis Hamilton fuhr am Freitagnachmittag im freien Training in Mogyorod bei Budapest vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc Bestzeit. Der Ungarn-Spezialist, mit acht Siegen am Hungaroring Rekordhalter, erhöhte damit auch den Druck auf WM-Leader Kimi Antonelli. 45 Punkte fehlen dem ersten Verfolger auf den Mercedes-Jungstar, der im Training nicht über Platz 13 hinauskam.

Allzu aussagekräftig sind die Zeiten wegen unterschiedlicher Benzinmengen zwar noch nicht. Ferrari darf sich im letzten Rennen vor der vierwöchigen Sommerpause aber Hoffnungen auf den dritten Saisonsieg machen. Die Streckencharakteristik mit ihren langsamen Kurven dürfte der „Scuderia“ entgegenkommen. Hamilton hat seinen bisher einzigen Ferrari-Sieg im Juni in Katalonien geholt, Leclerc gewann vor drei Wochen in Silverstone.

Mercedes mit Problemen

Auf dem Hungaroring verlor Leclerc 0,148 Sekunden auf seinen Teamkollegen und die Trainingsbestzeit. Dritter wurde Vorjahressieger und WM-Titelverteidiger Lando Norris im McLaren (+0,499). In der Auftakteinheit am Vormittag hatte noch der Monegasse Leclerc vor Red-Bull-Star Max Verstappen (+0,484 Sek.) und Hamilton (+0,543) die schnellste Runde gedreht. Antonelli hatte ausgesetzt, um dem dänischen Nachwuchsmann Frederik Vesti auf Position sieben obligatorische Fahrpraxis zu ermöglichen. Am Nachmittag lag er 1,964 Sekunden zurück.

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