Sport-News

Eine Frau in einem Formel-1-Grand-Prix? Das hat es seit 50 Jahren nicht mehr gegeben. Dass das daran liegt, dass sie körperlich zu schwach wären, hält man bei „More than Equal“ für einen Schwachsinn. Genau deshalb wurde die Organisation gegründet. Übrigens von niemand geringerem als David Coulthard, der das Projekt gemeinsam mit einem Freund, dem tschechischen Milliardär Karel Komarek, ins Leben gerufen hat.

Der 13-fache GP-Sieger hat eine sehr persönliche Geschichte dazu. Kate Beavan, Strategic Advisor von „More than Equal“, erzählt sie: „Coulthard ist als Kind gemeinsam mit seiner Schwester Lyndsay Kart gefahren. Lyndsay war regelmäßig schneller als er. Aber es war David, der es in die Formel 1 schaffte, weil er gefördert wurde. Lyndsay nicht.“

Ein Italiener wird am Sonntag in Paris im Finale der Tennis-French-Open um den Titel im Männer-Einzel spielen. Der als Nummer zehn gesetzte Flavio Cobolli erreichte am Mittwoch mit einem 4:6,6:4,6:4,6:4 gegen den viertgereihten Kanadier Felix Auger-Aliassime ebenso sein erstes Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier wie danach sein ungesetzter Landsmann Matteo Arnaldi.

Arnaldi hatte es mit Matteo Berrettini zu tun, also mit einem weiteren Italiener. Der Start misslang ihm, doch nach dem 0:3-Rückstand diktierte der 25-Jährige das Spiel zusehends. Das entscheidende Break bedeutete den Satzgewinn. Bald nach Beginn des zweiten Durchgangs verletzte sich Berrettini, nach dem "medical time-out" kündigte sich seine Aufgabe mehr und mehr an. Bei 7:5,5:2 für Arnaldi war es vorüber. "Es tut mir sehr leid für ihn", meinte der Sieger in Richtung Berrettini. "Jetzt kommt die Rasen-Saison. Ich hoffe, er erholt sich bald."

Fußball-Superstar Lionel Messi hat in Spanien den angesehenen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Sport erhalten. Der 38-jährige Argentinier sei mit 47 Titeln der "erfolgreichste Fußballer aller Zeiten", erklärte die Jury bei der Bekanntgabe des Siegers in Oviedo im Norden Spaniens. Der Gewinn der Weltmeisterschaft 2022 in Katar mit der "Albiceleste" habe "sein sportliches Vermächtnis endgültig konsolidiert".

Messi genieße weltweit Respekt und Bewunderung, aber nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge. Mit seinem "vorbildlichen Auftreten auf dem Spielfeld" sowie "seiner Beständigkeit, Bescheidenheit und seinem Teamgeist" habe er sich ebenfalls hohes Ansehen erarbeitet, hieß es in der Mitteilung. Die Jury würdigte außerdem unter anderem "die wichtige solidarische Arbeit" des Profis über die Leo-Messi-Stiftung zur Förderung von Bildung und Gesundheit für Kinder in schwierigen Lebenssituationen.

Spaniens König Felipe überreicht die Auszeichnungen Ende Oktober

Der Profi von Inter Miami ging auch für den FC Barcelona und Paris Saint-Germain auf Torejagd. Als Rekordhalter gewann er achtmal den prestigeträchtigen Ballon d'Or. In den USA, Kanada und Mexiko wird er seine sechste und vermutlich letzte WM bestreiten und dabei am 22. Juni auch gegen das ÖFB-Team antreten.

ÖFB-Teamspieler Patrick Wimmer ist kurz vor der Fußball-WM vom VfL Wolfsburg zur TSG Hoffenheim gewechselt. Das teilte der Österreicher-Club in der deutschen Bundesliga am Mittwoch mit. Der 25-jährige Mittelfeldspieler verließ den Bundesliga-Absteiger nach vier Jahren und unterschrieb beim Europa-League-Teilnehmer aus Sinsheim einen Fünfjahresvertrag bis zum Sommer 2031. Laut Medienberichten soll die Ablösesumme für den WM-Teilnehmer etwa zehn Millionen Euro betragen.

Bei Hoffenheim, dem Tabellenfünften der abgelaufenen Saison, trifft Wimmer auf mehrere Landsleute, darunter Trainer Christian Ilzer, ÖFB-Kollege Alexander Prass, Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker und Sportdirektor Paul Pajduch. Unter Ilzer hatte er bei der Wiener Austria einst den Sprung zu den Profis geschafft. "Ich freue mich sehr, nun in Hoffenheim wieder unter ihm arbeiten zu können. Besonders bedanken möchte ich mich zudem bei Andreas Schicker und Paul Pajduch für die vertrauensvollen Gespräche, die mich vollends überzeugt haben", sagte Wimmer.

Der verletzungsbedingte Ausfall von Schlüsselspieler Christoph Baumgartner dämpft die Vorfreude auf die WM. Ungeachtet dessen wird Österreichs Team, das am Feiertag Richtung L. A. abhebt, einer von allen Konflikten ferngehaltenen, penibel durchorganisierten Reiseequipe gleichen. Das war vor einer WM nicht immer so.

Fünf vor zwölf hatte es im Vorfeld der WM 78, die mit dem Höhepunkt Cordoba enden sollte, einen Prämienstreit gegeben. Worauf der damalige ÖFB-Präsident (und Bautenminister) Karl Sekanina drohte, statt (Tormann und Chefverhandler) Friedl Koncilia, Robert Sara, Willy Kreuz, Josef Hickersberger, Herbert Prohaska, Hans Krankl und Co. eine Junioren-Mannschaft nach Argentinien zu schicken.

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