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Aufsteiger Scheiblingkirchen-Warth fehlten nur drei Minuten

Lange sah Scheiblingkirchen-Warth wie der sichere Sieger aus, doch dann drehte Traiskirchen auf und rettete das Remis
Scheiblingkirchen-Warth zeigte, dass mit ihnen zu rechnen ist

Von Lukas Bergmann


Es herrschte Volksfest-Stimmung in Scheiblingkirchen. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte schaffte der USV den Sprung in die Regionalliga. Das ist ein monumentales Ereignis für einen Ort, der nicht einmal 2.000 Einwohner hat. Knapp 700 Leute verwandelten das Pittentalstadion in einen Hexenkessel. Diese Unterstützung war auch notwendig. Mit dem FCM Traiskirchen gastierte ein möglicher Titelkandidat, der mit Philipp Hosiner wohl einen der spektakulärsten Transfers in diesem Sommer unter Dach und Fach brachte. In Scheiblingkirchen war Hosiner noch nicht im Kader.

Keiner im Stadion war jedoch auf die Achterbahnfahrt der Gefühle vorbereitet, die die nächsten 90 Minuten mit sich brachten. In der elften Minute sorgte Benjamin Budimir mit dem 1:0 für die Führung aus Sicht der Heimmannschaft. Vier Minuten später glich aber Raphael Schuster für Traiskirchen aus. Nach der Halbzeitpause überschlugen sich die Ereignisse.

Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Eray Mehmedali auf 2:1 für USV Scheiblingkirchen-Warth, nur um nicht einmal drei Minuten später mit Gelb-Rot vom Platz zu fliegen. Die numerische Unterzahl sorgte aber nicht dafür, dass Traiskirchen besser ins Spiel fand. In der 66. Minute sorgte Christoph Eisinger sogar für das 3:1. Nach dem Tor kämpften die Scheiblinger bis zum Umfallen, um die Führung über die Zeit zu bringen. Bis zum Beginn der Nachspielzeit konnte Traiskirchen dadurch auch keine nennenswerten Chancen herausspielen.

Die Fans merkten jedoch, dass langsam, aber sicher die Kräfte schwanden und Traiskirchen immer stärker wurde. In der 95. und 96. Minute geschah die Tragödie aus Sicht der Heimmannschaft: Lucas Pfaffl und Maximilian Sax sorgten für den schmeichelhaften Ausgleich. Die Fans haderten aber nicht nur mit den zwei späten Treffern, sondern auch mit der Gelb-Roten Karte für Mehmedali.

 Für Trainer Daniel Kohn war die Diskussion um den Ausschluss verständlich: „Man muss leider Gottes die Gelb-Rote Karte sehr stark hinterfragen. In der ersten Hälfte hat Traiskirchen für ähnliche taktische Fouls nämlich keine Karte bekommen.“ 
Der Ausgleich war für Kohn auch sehr bitter: „Natürlich bricht da was in dir zusammen. Das tut extrem weh. Die Jungs haben sich den Sieg brutal verdient gehabt.“

 FCM-Coach Thomas Darazs war auch unzufrieden mit der Leistung des Schiedsrichters und hatte auch gleich einen Appell parat: „Viele Vereine wollen uns mit ihrer Härte aus dem Tritt bringen und deshalb wäre es wichtig, im Sinne des Fußballs, dass die Schiris mehr mit Kartendurchgreifen.“

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