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Radsport im Aufwind: Die Frauen setzen die Tour-Party fort

Bei der Tour de France Femmes bekommt der Sport neuen Rückenwind. Tausende Fans stehen an den Straßenrändern, zwei Österreicherinnen sind mittendrin.
Titelverteidigerin Pauline Ferrand-Prévot posiert 2025 im Gelben Trikot.

Der Radsport der Frauen wächst. Die Tour de France Femmes war schon vor ihrem Start am Samstag ein Rennen der Superlative. Es ist die längste der fünfjährigen Geschichte und jene, mit den meisten Höhenmetern.

Wie lang, wie viele Höhenmeter? 

Die diesjährige Route begann am Samstag in Lausanne und führt durch den Südosten Frankreichs bis nach Nizza. Auf den neun Etappen und 1.175 Kilometern sind 18.795 Höhenmeter zu bewältigen. Am Dienstag steht ein langes Einzelzeitfahren auf dem Programm. Höhepunkt ist die Bergankunft auf dem legendären Mont Ventoux auf der 7. Etappe. Gut möglich, dass die Siegerin auf dem Riesen der Provence auch die Tour gewinnen wird.

Seit wann gibt es die Tour für die Frauen?

Während die Tour der Männer schon seit 1903 stattfindet, scheiterten bei den Frauen lange alle Versuche, ein Etappenrennen zu etablieren. Die Tour de France Femmes in ihrer jetzigen Form gibt es erst seit 2022.

Interessiert das wen?

Absolut! Am Straßenrand stehen Tausende Zuschauer, die Tour-Party geht eine Woche nach dem Sieg von Tadej Pogacar weiter. Auch die TV-Quoten sind gut. Eurosport überträgt alle Etappen, ARD die zwei ersten und letzten Etappen.

Wie schaut es mit dem Preisgeld aus?

Die Siegerin erhält 50.000 Euro. Tadej Pogacar streifte vor einer Woche allerdings das Zehnfache ein.

Sind auch Österreicherinnen dabei?

Ja, Christina Schweinberger und Valentina Cavallar. Kletterspezialistin Cavallar wird viel für ihre SD-Worx-Kapitänin Anna van der Breggen arbeiten müssen. „Wir wollen mit Anna auf das Podium“, sagte Cavallar, die bei Olympia 2021 für Österreich noch im Rudern (!) im Einsatz war. Die routinierte Schweinberger soll ihre Fenix-Teamkolleginnen im flacheren Terrain zu Topergebnissen führen.

Wer sind die Favoritinnen?

Titelverteidigerin und Publikumsliebling ist die aktuelle Mountainbike-Olympiasiegerin Pauline Ferrand-Prévot (34) aus Frankreich. Absolute Favoritin ist aber die Niederländerin Demi Vollering, die 2023 die Rundfahrt gewann. Zu rechnen ist auch mit Kasia Niewiadoma (POL), der Siegerin von 2024 oder mit Ex-Weltmeisterin Lotte Kopecky (BEL).

Was ist mit Urska Zigart, der Verlobten von Tadej Pogacar?

Die 29-jährige Slowenin ist bei der Tour de Suisse schwer gestürzt und musste mit einem Kieferbruch pausieren. Für einen Gesamtsieg kommt sie nicht infrage.

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