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Sein Traumlauf bei den French Open nahm ein abruptes Ende: Im Viertelfinale gegen Landsmann Matteo Arnaldi zwangen Matteo Berrettini Hüftprobleme zur Aufgabe. Besonders bitter: Es war das beste Ergebnis seiner Karriere in Roland Garros, denn zuvor hatte er noch nie die Runde der letzten Acht erreicht. In Wimbledon war er 2021 schon im Endspiel gestanden. 

Nun folgte die erlösende Nachricht. Berrettini gab bekannt, dass die Untersuchungen der vergangenen Tage keine schwerwiegenden Muskelverletzungen ergeben hätten. Damit steht einer baldigen Rückkehr auf den Platz nichts Grundsätzliches im Weg. Auch beim Generali Open in Kitzbühel, wo auch Landsmann und Paris-Finalist Flavio Cobolli antritt, sollte er ab 18. Juli einsatzbereit sein.

Die Wahl um die Präsidentschaft des Internationalen Ski- und Snowboard-Verbandes (FIS) ist nur noch ein Zweikampf. Die Britin Victoria Gosling hat zu Wochenbeginn ihre Kandidatur zurückgezogen. Die britische Verbandspräsidentin war vom britischen Verband nominiert worden. Ende Mai hatten die Dänin Anna Harboe Falkenberg und Dexter Paine aus den USA ihre Kandidaturen zurückgezogen. Am Donnerstag beim FIS-Kongress in Belgrad treten daher nur Johan Eliasch und Alexander Ospelt an.

Der britisch-schwedische Unternehmer und von Georgien nominierte Eliasch ist seit 2021 Amtsinhaber und stark umstritten. Der Liechtensteiner Ospelt wird u.a. von Ski Austria (ÖSV) bevorzugt. Falkenberg, Dexter und Gosling kandidieren zwar nun nicht für das Präsidentenamt, aber laut FIS-Homepage für das ebenfalls am Donnerstag gewählte 18-köpfige FIS-Council.

Am Mittwoch (Ortszeit) hätte in Los Angeles der letzte WM-Test Österreichs stattfinden sollen. Im Rosebowl Stadium, wo 1994 das WM-Finale zwischen Brasilien und Italien ausgetragen worden war, war Guatemala als letzter Sparringpartner vorgesehen. Das erstmalige Spiel gegen die Mittelamerikaner, aktuell Nummer 96 der Weltrangliste, wurde aus organisatorischen Gründen abgesagt.

Teamchef Ralf Rangnick war darüber sogar glücklich. Statt der rund drei Stunden, die sein Team (in eine Richtung) im Bus gesessen wäre, sind es nun wieder zehn Minuten in Richtung Trainingsplatz. Dort kommt es am Mittwoch zu einem internen Testspiel zwischen Österreich I (in den roten Heimdressen) und Österreich II (in den weißen Auswärtsdressen). Auch ein professionelles Schiedsrichterteam wurde engagiert.

Ralf Rangnick ist bei dieser WM groß in Fahrt. Weil das Sprunggelenk des Teamchefs nach wie vor Probleme macht, fährt er regelmäßig mit dem Golfkart durch die Gegend.

So auch zuletzt, als er mit seinem flotten Gefährt quer über den Trainingsplatz seines Teams fuhr, und vor den anwesenden Journalisten stehen blieb, um eine frohe Botschaft zu verkünden. „Sie können heute gerne länger bleiben als die üblichen 15 Minuten und sich das ganze Training ansehen“, sagte der 67-Jährige. Mit einem breiten Grinser im Gesicht wurde Rangnick für einen Moment zum Teamchef der Herzen.

Österreichs Davis-Cup-Doppel Alexander Erler und Lucas Miedler kann aktuell nicht gemeinsam antreten. Erler hat sich bei den French Open eine Verletzung der rechten Ellbogensehne zugezogen und muss für vorerst unbestimmte Zeit pausieren. Der 28-jährige Tiroler, der im Doppelranking 31. ist, unterzieht sich einer Therapie. Wie lange er ausfällt, hängt vom Heilungsfortschritt ab. Miedler muss daher zumindest einmal die Rasensaison mit wechselnden Partnern bestreiten.

Der Niederösterreicher eröffnet die rund fünf Wochen auf Gras in Stuttgart mit dem US-Amerikaner Vasil Kirkov, mit dem er am Dienstag ins Viertelfinale einzog. Danach spielt er mit dem Portugiesen Francisco Cabral die Events in Halle, Mallorca und Wimbledon. Mit Cabral hatte Miedler vor der "Wiedervereinigung" mit Erler gespielt. Als Ziel für den nächsten gemeinsamen Auftritt wird vorerst einmal das Sandplatz-Heimturnier in Kitzbühel (ab 20. Juli) angepeilt.

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