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Kurz vor der Halbzeitpause brachte der US-amerikanische Stürmer Folarin Balogun seine Mannschaft im Sechzehntel-Finale gegen Bosnien-Herzegowina mit 1:0 in Führung. Wenige Augenblicke darauf hatte er auch noch das 2:0 am Fuß, scheitere aus kurzer Distanz allerdings an der Latte. Nach etwas mehr als einer Stunde war sein Arbeitstag dann aber zu Ende, allerdings nicht wegen einer Auswechslung unter tosendem Applaus der heimischen Fans. 

Balogun hatte den ehemaligen Bundesliga-Kicker Tarik Muharemovic unglücklich getroffen, aber mit offener Sohle voll am Knöchel. Dieser lag zwar einige Momente auf dem Boden und musste behandelt werden, konnte jedoch weiterspielen.

Messi-Foul und „zweierlei Maß“?

Schiedsrichter Raphael Claus gab erst gar keine Karte, wurde jedoch vom VAR anschließend an den Bildschirm gebeten. Zurück aufs Spielfeld kam er mit der roten Karte für den US-Amerikaner. Während der Platzverweis nach Ansicht der Zeitlupenbilder vertretbar erscheint, herrscht bei einigen Unverständnis darüber. Auch ORF-Experte Michael Liendl meint: „Für mich ist das keine rote Karte“. Der Ex-Profi verwies auf die umstrittene Szene des Superstars Lionel Messi in seinem ersten Gruppenspiel gegen Algerien, wo er ebenfalls mit offener Sohle hinten in seinen Gegenspieler stieg und nicht ausgeschlossen wurde: „Es wird mit zweierlei Maß gemessen.“

Nächster Karriereschritt für Österreichs U21-Teamspieler David Puczka: Der Linksverteidiger wechselt für eine Ablösesumme von sechs Millionen Euro von Juventus Turin zum CFC Genua.

Puczka: Zweitteuerster Linksverteidiger Österreichs

Laut italienischen Medien sollen sich die Turiner zudem eine Rückkaufoption für den Österreicher gesichert haben. In der vergangenen Saison lief der 21-Jährige für die zweite Mannschaft von Juventus in der Serie C auf. In 31 Einsätzen erzielte der Youngster zehn Tore und bereitete vier weitere Treffer vor.

Mit seinem Wechsel steigt Puczka zum zweitteuersten Linksverteidiger der österreichischen Fußballgeschichte auf. Nur Alexander Prass war bei seinem Transfer von Sturm Graz zur TSG Hoffenheim mit einer Ablösesumme von zwölf Millionen Euro noch teurer.

„A Unentschieden is a Sieg für Österreich.“ Der zig Jahre alte Spruch von Helmut Qualtinger bewahrheitete sich mit dem erzitterten 1:1 gegen Bosnien in der finalen WM-Qualifikation und dem 3:3 im Kansas-Krimi gegen Algerien. Bei Österreichs erstem K.-o.-Spiel bei einer WM seit 1954 gilt diese Weisheit nicht.

„Siegen oder fliegen“ lautet heute die Devise gegen Spanien. Das weiß jeder der fußballinteressierten Österreicher, die Servus TV die höchste Seherzahl der Sendergeschichte bescheren werden.

Es war nicht die WM der Deutschen. Seit dem bitteren Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay hagelt es Kritik von allen Seiten, vor allem Bundestrainer Julian Nagelsmann kommt gar nicht gut weg, seine Tage als Teamchef dürften bald gezählt sein. Jetzt dringen auch immer mehr Details an die Öffentlichkeit, die während der WM so nicht geplant waren. So gab es laut Bild im Teamquartier in Winston-Salem Kakerlaken-Alarm. Die Kammerjäger mussten gleich mehrmals anrücken - sicher nicht die beste Vorbereitung auf die Spiele.

So überraschend kommt das jedoch gar nicht. In North Carolina hat es um diese Jahreszeit rund 35 Grad, dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit. Kakerlaken fühlen sich wohl in diesem Klima, kommen vor allem dann raus, wenn es geregnet hat. In den rund vier Wochen, in denen die DFB-Elf in Winston-Salem war, hat es immer wieder geregnet, teilweise auch stark.

Fällt das Kakerlaken-Problem also auch dem Bundestrainer auf den Kopf? Es war das Wunschquartier von Nagelsmann, andere Leute im DFB sollen sich für ein Basecamp in Florida ausgesprochen haben. Das Quartier in Winston-Salem war nicht auf der offiziellen FIFA-Liste, Nagelsmann wollte es wegen der guten Infrastruktur in die Örtlichkeiten. 

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