Sport-News

Linz-Viertelfinalistin Lilli Tagger hat sich trotz des Erstrunden-Ausscheidens in Rouen in der neuesten Tennis-Weltrangliste um weitere sechs Ränge verbessert. Die 18-jährige Osttirolerin liegt nun als 91. so gut wie nie zuvor im WTA-Ranking.

Tagger, die diese Woche pausiert, spielt nun kommende Woche beim WTA125-Challenger im französischen Saint-Malo und danach startet sie beim WTA-1000-Turnier in Rom in der Qualifikation. Ihr Ticket für den French-Open-Hauptbewerb hat sie ja fix.

Mit dem Ablauf der Frist in der Nacht auf Freitag ist klar, dass der professionelle Frauenfußball beim SV Neulengbach Geschichte ist. Der Verein, trainiert von Andreas Ogis, liegt in der Liga auf Rang acht.

In einer Aussendung kritisiert die Spielervereinigung VdF nun die "younion Sportgewerkschaft". Diese habe in Bezug auf die Zahlungsschwierigkeiten beim SV Neulengbach bei der Beratung hauptsächlich auf die Vorteile des Vereins geachtet. Den Spielerinnen soll die Gewerkschaft zunächst massiv davon abgeraten haben, aus den Verträgen auszutreten, da dies schlecht für den Verein sei.

Allerdings: Sobald ein Insolvenzverfahren eröffnet ist, ist es den Spielerinnen nicht mehr möglich, aus ihren Verträgen auszusteigen. Dies bringt verbandsrechtliche, arbeitsrechtliche und insolvenzrechtliche Nachteile für die Spielerinnen mit sich, schreibt die VdF. Aus diesem Grund haben einige Spielerinnen, die sich an die VdF gewandt haben, am Sonntag ihre Verträge berechtigt beendet.

Anstiftung zu falschen Angaben?

Laut Aussagen von Spielerinnen, sollen diese zudem dazu aufgefordert worden sein, im Zuge des Lizenzierungsverfahrens falsche Angaben zu machen. Sie sollten bestätigen, dass sie ausstehende Zahlungen erhalten haben und keine schriftlichen Verträge mit dem Verein gehabt haben, obwohl das zu diesem Zeitpunkt nicht der Wahrheit entsprach. Den Spielerinnen wurde immer wieder suggeriert, dass es schlecht für den Frauenfußball und die Frauenliga sei, wenn ein Verein nicht mehr weiterspielt oder keine Lizenz bekommt. Nicht nur hätten die Spielerinnen dadurch ihren Rechtsanspruch auf ihre Gelder verloren, einer mutmaßlichen Falschangabe stehen auch erhebliche Strafen gegenüber.

Die Olympia-Macher in Nordrhein-Westfalen erzielten bei den Bürgerentscheiden über eine Bewerbung für Sommerspiele eine klare Mehrheit. In 16 der 17 Städte stimmten laut CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst rund zwei Drittel für eine Kandidatur der Region "KölnRheinRuhr" für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Insgesamt beteiligten sich rund 1,4 Millionen Menschen an der Abstimmung, das ist rund ein Drittel der Teilnahmeberechtigten.

Nur in Herten wurde das erforderliche Quorum verfehlt. "Ich bin begeistert von diesen Ergebnissen", sagte Wüst schon vor dem Ende der Auszählung, die in Köln noch bis in die Nacht andauerte. NRW hat damit als zweiter nationaler Bewerber nach München die Rückendeckung der Bürger erhalten. Hamburg stimmt Ende Mai ab, Berlin verzichtet auf einen solchen Entscheid.

Ebenfalls am Sonntag verkündete Kiel, dass 63,5 Prozent der Stimmberechtigten bei einem Bürgerentscheid für die Pläne der Stadt als Segelstandort einer möglichen deutschen Bewerbung votierten. "Das ist für den Sport und für dieses Land insgesamt gut. Das ist genau diese Bewegung, die wir brauchen", sagte Otto Fricke, Vorstandschef des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), dem WDR zum Ja aus NRW und Kiel.

Beim Gesamtergebnis in NRW wurden nur die Kommunen berücksichtigt, in denen sich die erforderliche Zahl von Einwohnern an der Abstimmung beteiligten und in denen sich davon eine Mehrheit für eine Teilnahme ausgesprochen hat. Für ein gültiges Ergebnis musste in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die Zustimmung bei zehn Prozent der Abstimmungsberechtigten in der Kommune liegen. In kleineren Kommunen lag der Wert bei bis zu 20 Prozent.

In Herten, wo zusammen mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe geplant waren, stimmten nicht genügend Menschen ab, damit fällt die Stadt komplett aus der NRW-Bewerbung aus. Allerdings sollen Ausweichkonzepte mit alternativen Sportstätten bereitstehen.

Abstimmung nur per Briefwahl

Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte konnten ihr Votum dafür ausschließlich per Briefwahl abgeben. Sie hatten die Unterlagen dafür fast überall automatisch per Post zugesandt bekommen. Abgestimmt wurde in den 17 Städten Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal.

Arsenal droht die englische Fußball-Meisterschaft zu verspielen. Es wäre die erste seit 22 Jahren. Der schwächelnde Tabellenführer verlor das Topspiel bei Manchester City trotz eines Treffers von Kai Havertz mit 1:2 (1:1). Damit haben die Londoner nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Verfolger. Man City hat allerdings ein Spiel weniger absolviert und könnte schon bald vorbeiziehen.

Die Gastgebertruppe von Coach Pep Guardiola gingen in der von Beginn an intensiven Partie im Etihad-Stadion bereits nach einer Viertelstunde durch den starken Rayan Cherki in Führung. Der Franzose setzte sich im Strafraum gegen mehrere Gegenspieler durch und traf ins lange Eck. Doch die Führung hielt nicht einmal zwei Minuten, denn kurz darauf nutzte Havertz (18.) einen schweren Patzer von City-Keeper Gianluigi Donnarumma. Der Deutsche blockte den Klärungsversuch des Italieners und beförderte den Ball direkt ins Tor.

Anschließend entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nach dem Seitenwechsel wurde Man City zunehmend die spielbestimmende Mannschaft. Zwar hatte auch Arsenal hochkarätige Chancen zur Führung, aber Eberechi Eze und Gabriel trafen jeweils den Pfosten. Man City erhöhte den Druck und belohnte sich durch den Treffer von Erling Haaland (65.), der in einer unübersichtlichen Situation im Strafraum am schnellsten reagierte. Haaland braucht ein neues Trikot Kurz darauf kam es zu einer kuriosen Situation, als Arsenals Gabriel so stark an Haalands Trikot zog, dass es riss und der Norweger sich umziehen musste.

Es ist vollbracht, der neue deutsche Meister heißt Bayern München. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany feierte gegen den VfB Stuttgart einen 4:2-Heimsieg und ist in den letzten vier Runden nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Für den Rekordmeister ist es bereits der 35. Titel. Eine kleine Feier auf dem Spielfeld und danach in der Kabine war natürlich drinnen. Aber: Auf eine große Party wurde bewusst verzichtet, steht doch am Mittwoch bereits das nächste wichtige Spiel auf dem Programm - im DFB-Pokal-Halbfinale geht es gegen Leverkusen. Da die Bayern auch in der Champions League noch voll im Rennen sind (Halbfinale gegen PSG), ist sogar das Triple möglich.

Das anstehende Pokal-Halbfinale war auch der Grund, warum Coach Kompany gegen Stuttgart einigen seiner Stars eine Pause gönnte. So saßen zum Beispiel ÖFB-Legionär Konrad Laimer, Harry Kane und Michael Olise zu Beginn nur auf der Bank. Das ging beinahe nach hinten los, denn Führich brachte den VfB in Führung (21.). Doch Guerreiro (31.), Jackson (33.) und Davies (37.) sorgten mit drei Treffern binnen sechs Minuten noch vor der Pause für die Wende.

Kane kam, sah - und traf

Nach der Pause brauchte Joker Kane nur wenig Minuten, um sich auch noch in die Torschützenliste einzutragen, der Engländer erhöhte auf 4:1 (52.). Die Bayern hatten alles unter Kontrolle, ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Stuttgart gelang nur noch Ergebniskosmetik durch Andres (88.). Und dann war es so weit: Der 35. Titel war fixiert, der Jubel dementsprechend groß.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.