Sport-News

Es ist schon eine Zeit lang her, dass die Vienna Capitals in der ICE Hockey League eine wichtige Rolle spielten. 2017 waren die Wiener Meister, 2019 kamen sie ins Finale, 2023 das letzte Mal ins Play-off.

Auch in der aktuellen Saison hatten sie viele Hürden zu nehmen. Erst nach dem Trainerwechsel Ende Oktober ging es aufwärts und liegen die Wiener jetzt auf Rang sieben. Die Chance auf das Viertelfinale lebt.

Trotz der sportlich bescheidenen Ergebnisse sind die Wiener bei den Zuschauern die klare Nummer eins in der Liga. 4.957 sahen durchschnittlich die ersten 22 Heimspiele in der STEFFL-Arena in Kagran. Dahinter liegen Linz (4.171) und Tabellenführer KAC (4.018).

Gegen Graz und Fehervar wird der Rekord fallen

Am Mittwoch gegen Graz (19.15 Uhr, ORF Sport+) und am Freitag gegen Fehervar sollte der Rekord in der 25-jährigen Klubgeschichte von 5.078 in der Saison 2012/2013 geknackt werden. Dafür sind in den zwei Partien je 6.450 Zuschauer notwendig. Laut Vorverkauf läuft es tatsächlich auf die Bestmarke hin.

Doch warum sind die Capitals so populär, wenn es sportlich gar nicht so gut läuft?

Am Dienstag wurde das offiziell, was sich seit vielen Monaten angekündigt hat: Austria Klagenfurt ist insolvent, findet auch keine Argumente mehr gegen den Konkurs und muss damit laut Bundesliga-Bestimmungen am Saisonende absteigen.

Die Austria will die Saison zu Ende spielen, laut Bundesliga hat der Insolvenzbeauftragte "für die kommenden Wochen" grünes Licht gegeben.

Ob das Geld tatsächlich bis Juni reicht, ist offen.

Österreichs Paralympisches Committee (ÖPC) entsendet sechs Sportlerinnen und 13 Sportler zu den XIV. Paralympischen Winterspielen in Mailand/Cortina d'Ampezzo (6.-15. März). Das gab das ÖPC am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Wien bekannt. Das 19-köpfige Team umfasst 15 Athletinnen bzw. Athleten sowie vier Guides, die in den Sportarten Para-Ski alpin, Para-Biathlon, Para-Langlauf und Para-Snowboard um Medaillen kämpfen.

"Wir freuen uns, dass Menschen mit Beeinträchtigungen beweisen können, wozu sie fähig sind und zeigen können, wie wichtig Sport auch für ihre persönliche Entwicklung ist und sie das Bild von Menschen mit Beeinträchtigungen verändern", erklärte ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat, die auch die Zusammenarbeit mit den heimischen Olympia-Verantwortlichen rund um das ÖOC lobte. Die ehemalige ÖVP-Ministerin betonte, Olympia und Paralympics seien ein tolles Beispiel "für gelungene Inklusion. Wir haben die gleiche Einkleidung und Ausstattung und haben teilweise gemeinsame Trainings."

Bei Filip Misolic wurde erst kürzlich bei einer MRT-Untersuchung eine Ruptur der Plantarfaszie diagnostiziert. Österreichs einziger Top-100-Mann (Platz 86) kündigte eine Pause von rund acht Wochen an. Doch der Steirer könnte wesentlich länger pausieren. 

Denn es gibt zumindest zwei Beispiele, die dem 24-Jährigen wenig Mut machen. Andreas Haider-Maurer musste mit der selben Verletzung lange pausieren und nach gescheitertem Comeback die Karriere ganz beenden. Der Waldviertler, der in Tirol eine Tennis-Akademie führt, pausierte bereits ein halbes Jahr, ehe er sich operieren ließ. Dann war Haider-Maurer ein weiteres Jahr weg. Auch Mira Antonitsch, die ihre Karriere mittlerweile beendete, hatte diese Verletzung und musste ein Jahr pausieren. 

Mailand hält am Dienstagabend den Atem an. Wenn im Giuseppe-Meazza-Stadion die Flutlichter angehen, steht für Inter Mailand weit mehr auf dem Spiel als nur das Achtelfinalticket in der Champions League. Nach dem bitteren 1:3 jenseits des Polarkreises braucht der Vorjahresfinalist gegen den FK Bodö/Glimt eine jener magischen Europacupnächte, für die das altehrwürdige San Siro berühmt ist.

Die Kälte von Bodö ist Geschichte. Der Kunstrasen ebenso. Jetzt zählt nur noch die Hitze von Mailand. Zwei Tore müssen her, mindestens. Ein früher Treffer – und das Stadion wird beben. Ein Gegentor – und der Traum könnte schnell zerbrechen.

Inter-Trainer Christian Chivu ist optimistisch: „Das Duell ist nach wie vor komplett offen“, glaubt der Rumäne. Für eine Wende sprechen Inters aktuelle Form in der Serie A und der Heimvorteil. „Im eigenen Stadion zu spielen, ist etwas komplett anderes. Wir können auf jeden Fall den Aufstieg schaffen“, versicherte Verteidiger Matteo Darmian.

Auch auswärts stark

Allerdings hat der norwegische Vizemeister in dieser Champions-League-Saison bereits bewiesen, dass er auch auswärts gegen Topteams bestehen kann – so wurde etwa die Teilnahme am Play-off mit einem Auswärtssieg gegen Atletico Madrid fixiert. Die Norweger sind auf jeden Fall ausgeruht. Während Bodö/Glimt erst Mitte März in die norwegische Ganzjahresmeisterschaft startet, befindet sich Inter voll im Ligabetrieb, das aber wiederum sehr erfolgreich. Die „Nerazzurri“ holten aus den jüngsten 14 Serie-A-Partien 13 Siege und ein Remis, die jüngsten sechs Matches wurden allesamt gewonnen, zuletzt gab es ein 2:0 in Lecce. Die Tabelle führt Inter zwölf Runden vor Schluss mit einem komfortablen Vorsprung von zehn Punkten auf den Stadtrivalen AC Milan an.

Bodö/Glimt wäre im Erfolgsfall aber gar nicht der erste norwegische Klub, der einen italienischen aus der Champions League wirft. Vor 30 Jahren gab es das schon einmal: Rosenborg Trondheim feierte am 4. Dezember 1996 einen 2:1-Sieg gegen AC Milan, wodurch die Norweger in die K.-o.-Phase aufstiegen und Milan als italienischer Meister ausgeschieden war.

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