Sport-News

Ein türkischer Sportjournalist ist vorübergehend festgenommen worden, weil er in den Sozialen Medien über einen angeblich bevorstehenden Wechsel des Bayern-München-Stars Jamal Musiala zu Galatasaray Istanbul berichtete. Gegen den Journalisten werde wegen der öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen ermittelt, berichteten der türkische Sender NTV und andere Medien übereinstimmend. Er sei am Montagabend wieder freigelassen worden.

Der Journalist hatte demnach zuvor berichtet, dass Musiala kurz vor einem Wechsel zu Galatasaray Istanbul stehe. Der Club hatte Transfergerüchte Ende Juli dementiert und sprach von einer bewussten Verbreitung irreführender Nachrichten. Galatasaray führe Transferaktivitäten mit großer Diskretion durch, man bitte die Fans, sich nur auf offizielle Mitteilungen zu verlassen, hieß es.

Beim Masters-Turnier in Montreal wurden wegen Regens alle Viertelfinalspiele auf Dienstag verschoben. Aber Tennis-Geschichte wurde schon vorher geschrieben. 

Zum ersten Mal stehen bei einem ATP-Turnier acht Spieler im Viertelfinale, die alle in den 2000er-Jahren geboren wurden.

Der bisherige Rekord war erst vor drei Wochen in Estoril aufgestellt worden, wo sieben der acht Viertelfinalisten in den 2000er-Jahren geboren wurden. Andrej Rublew (1997 geboren) bildete dort die einzige Ausnahme.

Oldie Nakashima

In Montreal ist der älteste verbliebene Spieler nun Brandon Nakashima, der 2001 geboren wurde. Der Jüngste ist Rafael Jodar, ein 2006er-Baujahr. Es ist das erste Mal seit Paris 2007, dass alle Teilnehmer der Runde der letzten acht Spieler eines ATP-Turniers 25 Jahre oder jünger sind.

Der stark in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält trotz seines umstrittenen Investorenplans Rückendeckung aus dem Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump schrieb in einer kurzen Stellungnahme auf seiner Plattform Truth Social, der Fußball-Weltverband würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn er aus irgendeinem Grund auch nur erwägen sollte, Infantino abzulösen.

Trump schwärmte in höchsten Tönen von dem Mann, der ihm 2025 den FIFA-Friedenspreis verliehen hatte: „Er ist fantastisch und hat gerade die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet“, schrieb er weiter. Wenn Infantino nicht mehr da wäre, würde es „nie wieder solch eine erfolgreiche oder profitable WM geben“.

Zuletzt hatte es Berichte gegeben, Infantino habe wegen seines gescheiterten Investorenplans Unterstützung im Weißen Haus gesucht. Die FIFA wies Berichte über Anrufe bei Trump oder anderen Regierungsmitgliedern jedoch als „frei erfunden“ zurück. Auch Trump selbst sagte, er habe mit Infantino darüber nicht gesprochen.

Infantino musste Vorhaben begraben

Der FIFA-Boss steht wegen seiner bisherigen Amtsführung und umstrittenen Zukunftsplänen in der Kritik - es gibt einige Rücktrittsforderungen. Infantino wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen und damit Milliarden erlösen. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.

Freilich würde man gutes Geld verdienen, würde man auf einen Aufstieg von Sturm Graz ins Play-off der Champions League setzen. Das 0:2 im Hinspiel bei Fenerbahce ist das eine, die nähere Betrachtung des Spiels die zweite Sache, die den Optimismus bremst. Österreichs Vizemeister war im Hinspiel in Istanbul vor allem spielerisch klar unterlegen. Aber: „Wir wollen das Unmögliche möglich machen“, sagt Mittelfeld-Ass Jacob Hödl. Wie kann dies Sturm heute (20.30, ORF 1) schaffen?

Heimsieg für Amy Hunt: Die Britin sprintete bei der Leichtathletik-EM im englischen Birmingham über 100 Meter zu Gold. Die 24-Jährige setzte sich mit 11,00 Sekunden knapp vor Ewa Swoboda aus Polen (11,02) und der Belgierin Delphine Nkansa (11,06) durch. 

Für Hunt ist es die vierte Medaille bei einem Großereignis. Bei der EM in Rom 2024 holte sie mit Großbritannien über 4x100 m Gold, zwei Monate später gab es im gleichen Bewerb bei den Olympischen Spielen Silber. Hinzu kommt noch die Silbermedaille über 200 m bei der WM in Tokio 2025.

Williams erreichte nicht das Finale

Weniger gut lief es für die Österreicherinnen. Christania Williams hat den erhofften Finaleinzug über 100 m verpasst. Die 31-Jährige musste sich im Halbfinale in 11,21 Sekunden mit Platz elf begnügen. „Mein Körper hat sich angefühlt, als ob ich eine Zehnerzeit laufen könnte, aber leider habe ich das nicht geschafft. Ich bin wirklich enttäuscht“, sagte die gebürtige Jamaikanerin Williams, die heuer mit 11,06 ÖLV-Rekord aufstellte und deren persönliche Bestleistung bei 10,96 steht. „Ich weiß nicht, was heute passiert ist. Aber das ist ein Teil des Sports.“ Für Williams ist es das zweite Sport-Großereignis heuer, im Februar wurde sie als Anschieberin von Katrin Beierl in Cortina d'Ampezzo Olympia-Neunte im Zweierbob.

Magdalena Lindner verpasste das Semifinale als 14. in den Vorläufen in 11,32 um eine Hundertstel bzw. um zwei Plätze. Isabel Posch kam nicht über eine Zeit von 11,48 hinaus und belegte den 19. Rang. Mit ihrer Leistung war Lindner aber zufrieden. „Ich bin in meinem Leben erst zweimal schneller gelaufen. Schade, dass es um eine Hundertstel zu wenig war. Der Lauf war trotzdem gut, ich muss zufrieden sein“, sagte die Niederösterreicherin. Die Vorarlbergerin Posch bezeichnete ihren Auftritt als „recht enttäuschend“.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.