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Nach dem EM-Titel der Männer fahren nun auch die Frauen mit Medaillen im Gepäck nach Hause. Nach einem 3:2-Erfolg über Spanien sicherte sich das Team von Trainer Christian Hoffmann Bronze bei der Hallenhockey-Europameisterschaft in Prag.

Dabei war es im Spiel um Bronze bis zur letzten Minute, fast Sekunde, spannend. 2:2 war es gestanden, ehe Laura Kern vom AHTC noch den Sieg sicherte (40.). Nur kurz herrschte Unsicherheit, als man vermutet hatte, dass die Schiedsrichterin statt Tor Siebenmeter gibt – als Ersteres der Fall war, konnte gejubelt werden. Die weiteren beiden Treffer erzielte WAC-Spielerin Johanna Buchleitner (3. und 18. Minute).

"Unglaublich cool"

"Wir sind richtig, richtig stolz und erleichtert, dass wir jetzt da die Bronzemedaille holen konnten. Wir sind am Ende geduldig geblieben. Es ist einfach unglaublich cool", sagt Kapitänin Johanna Czech.

Venus Williams zeigte bei den Australian Open, dass sie es noch immer kann. Auch wenn es kein Happy End gab. 

28 Jahre nach ihrem ersten Auftritt in Melbourne musste sich die bereits 45-jährige US-Amerikanerin der 21 Jahre jüngeren Olga Danilovic aus Serbien mit 7:6(5), 3:6, 4:6 geschlagen geben. 

Altersrekord

Dabei gab Williams, die dank einer Wildcard im Hauptfeld stand, im dritten Satz eine 4:0-Führung aus der Hand. Williams hatte zuletzt vor fünf Jahren in Australien gespielt. Mit 45 Jahren ist die frühere Nummer eins der Welt die älteste Spielerin, die seit Einführung des Profitennis 1968 bei den Australian Open gespielt hat. Sie hatte erst im Herbst des vergangenen Jahres ihr Comeback gegeben. 

Anna Gasser belegte bei ihrem ersten Wettkampf nach langer Verletzungspause den dritten Platz und erreichte damit auf Anhieb wieder das Weltcup-Podest. Bei windigen Verhältnissen mit vielen Stürzen siegte am Sonntag im Slopestyle des Weltcups in Laax die 21-jährige Japanerin Kokomo Murase mit 77,55 Punkten vor der US-Amerikanerin Lily Dhawornvej (71,18), Gasser kam auf 69,70 Zähler. Für die Big-Air-Doppelolympiasiegerin ist es der einzige Weltcup vor den Spielen in Livigno.

Vom Winde verweht

Der Bewerb war um Stunden verschoben worden. Eine angesetzte Abstimmung unter den zehn Athletinnen um 15.15 Uhr ging 5:5 aus, die Jury entschied sich schließlich zur Durchführung. Gasser war dagegen gewesen, trat aber wie alle anderen an. Sie verpatzte jedoch im ersten Run gleich das erste Rail und musste auf den zweiten Run setzen, den sie nicht fehlerlos, aber sicher hinstellte. Die 34-Jährige hatte zuletzt zuvor die WM Ende März 2025 im Engadin bestritten (5. Slopestyle, 6. Big Air), im Juli zog sie sich beim Surfen eine Schulterluxation zu und musste operiert werden.

Bei den Männern ging der Sieg mit 86,70 Punkten an den Franzosen Romain Allemand, der 19-Jährige setzte sich bei seinem Premierenerfolg vor dem Japaner Yuto Kimura (81,95) und dem Chinesen Su Yiming (76,10) durch.

Der Afrika Cup hat sein Traumfinale. Mit dem Weltranglisten-Elften Marokko und Senegal (19.) treffen am Sonntag in Rabat die zwei auf dem Papier stärksten Mannschaften des Kontinents aufeinander (20 Uhr/live auf Puls 4). Die Marokkaner bauen auf den Heimvorteil, die Senegalesen auf ihren Superstar, den Ex-Salzburger Sadio Mane.

Was man vor dem großen Finale wissen muss:

Marokko: 50 Jahre des Wartens sind genug

Marokko hat den Afrika Cup bislang ein Mal gewonnen. Das war 1976, damals waren nur acht Nationen dabei. Jetzt, 50 Jahre später sehnen die Löwen des Atlas, wie die Nationalmannschaft genannt wird, im eigenen Land das Ende der langen Durststrecke herbei. Die Mannschaft ist bereit. Sechs Mal war Marokko bei einer Weltmeisterschaft am Start, das beste Abschneiden gab es 2022, als man sensationell Vierter wurde.

Die Protagonisten von damals sind noch immer dabei – und vielleicht noch besser. PSG-Star Achraf Hakimi, Real-Stürmer Brahim Diaz und Elfmeter-Held Bono sollen Marokko zum zweiten Titel führen. Trainer Walid Regragui, ein gebürtiger Franzose, stellte klar: „Es ist ein Finale der beiden besten Mannschaften Afrikas der letzten drei Jahre.“

28 Grad im Schatten, in der Sonne über 35 - da kann es einem schon einmal zu heiß werden. Einem Ballmädchen wurden die hohen Temperaturen zum Verhängnis. Beim Match zwischen der Türkin Zeynep Sönmez (23) und der Russin Ekaterina Alexandrova (31) kam es zu einem Zwischenfall, der schlussendlich zum Glück glimpflich ausgegangen ist.

Als Alexandrova zum Gewinn des zweiten Satzes aufschlugt, stand das Mädchen neben dem Schiedsrichterstuhl. Sie machte zwei Schritte nach hinten, ging dann wieder zwei nach vorn - und fiel dann einfach nach hinten um. Sofort eilten Sönmez und Schiedsrichter Chase Urban (USA) zu Hilfe. Das tapfere Mädchen stand auf,  wollte offensichtlich ihren Job weiter machen. Das ging jedoch nicht.

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