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Der Brite Jack Draper sorgte beim Masters in Indian Wells für eine Überraschung und warf Novak Djokovic aus dem Bewerb. Der 24-Jährige setzte sich im Achtelfinale nach 2:35 Stunden mit 4:6, 6:4, 7:6 (5) durch.

Die Partie bot über weite Strecken Tennis auf höchstem Niveau mit spektakulären Ballwechseln. Draper bewies dabei starke Nerven: Beim Stand von 5:4 im dritten Satz servierte er bereits zum Match, ließ Djokovic jedoch noch einmal ausgleichen. Im anschließenden Tiebreak behielt der Brite schließlich die Oberhand. „Ich habe dieses Spiel durch Entschlossenheit gewonnen, indem ich versucht habe, Probleme zu lösen und eine großartige Einstellung zu zeigen“, sagte Draper danach.

Draper feierte erst im Februar sein Comeback

Der Erfolg wiegt umso schwerer, weil Draper erst vor wenigen Wochen auf die Tour zurückgekehrt ist. Nach einer verletzungsbedingten Pause seit dem vergangenen Sommer feierte er im Februar in Dubai sein Comeback. In Indian Wells bezwang er zuvor bereits Roberto Bautista Agut und Francisco Cerúndolo, ehe er nun auch den Weltranglisten-Dritten und Finalisten der Australian Open ausschaltete. „Ich bin stolz darauf, wie ich mich wieder gefangen habe“, sagte Draper mit Blick auf den engen Entscheidungssatz.

Für Djokovic bleibt Indian Wells hingegen ein schwieriges Pflaster. Zwischen 2007 und 2016 hatte der Serbe das Turnier fünfmal gewonnen, seither kam er nicht mehr über das Achtelfinale hinaus.

Im Viertelfinale trifft Draper nun auf Daniil Medvedev.

Vincent Kriechmayr fuhr im ersten Training für die Weltcup-Speed-Bewerbe von Courchevel von Freitag bis Sonntag die zweitbeste Zeit. Der Oberösterreicher war am Mittwoch bei frühlingshaften Temperaturen in den französischen Alpen 0,17 Sekunden langsamer als der Franzose Matthieu Bailet. "Ich habe gleich versucht, etwas mehr Gas zu geben", sagt er. "Es war ganz o.k., aber man sollte das nicht überbewerten."

Die Chance auf die Kugel lebt noch

Kriechmayr hat im Super-G-Gesamtweltcup noch eine rechnerische Chance, Leader Marco Odermatt abzufangen. Für Freitag (11.00) ist die Abfahrt angesetzt. Am Samstag (11.00) und am Sonntag (10.45) soll je ein Super-G über die Bühne gehen. Odermatt könnte sich in Courchevel neben der kleinen Super-G-Kugel vorzeitig auch die Abfahrtswertung sowie zum fünften Mal die Gesamtwertung sichern.

Es ist die erste und zumindest heuer die einzige Möglichkeit, das erfolgreiche österreichische Baseball-EM-Team live in der Heimat zu sehen. Vom 23. bis 25. Mai steigt in Dornbirn und Hard die Premiere der Alpine International Baseball Trophy (AIBT) – in Kooperation mit den Dornbirn Indians und den Hard Bulls.

„Fest für die Familie“

Beim erstmals ausgetragenen Viernationen-Turnier treffen Österreich, Deutschland, die Schweiz und die Slowakei aufeinander. Das Turnier sei „nicht nur sportlich ein Highlight, sondern soll auch ein Baseball-Fest für die ganze Familie werden“, sagt ABF-Präsident Rainer Husty.

Die ABF-Auswahl unter Head Coach Anthony Bennett hat bei der Europameisterschaft im Vorjahr Rang neun erreicht – das beste Ergebnis der Verbandsgeschichte.

Der österreichische Leichtathletik-Verband nominierte vier Athleten für die Hallen-WM von 20. bis 22. März im polnischen Torun.

  • Karin Strametz hat über 60 m Hürden als einzige der teilnehmenden Österreicherinnen das direkte Limit erbracht, sie hat heuer eine persönliche Bestleistung von 7,97 zu Buche stehen.
  • Caroline Bredlinger holte mit persönlicher Bestleistung von 2:00,97 einen der 30 Startplätze über 800 m.
  • Magdalena Lindner pulverisierte ihre Bestleistung über 60 m in 7,21 Sekunden, kam bis auf 1/100 Sekunde ans Limit heran und holte so das WM-Ticket.
  • Isabel Posch steigerte sich im selben Rennen auf 7,26 und drückte ihre Zeit eine Woche später sogar auf 7,25 Sekunden. Damit darf auch sie erstmals zu einer Hallen-Weltmeisterschaft.

Drei Athleten, die von World Athletics die Einladung erhalten hatten, verzichten aus unterschiedlichen Gründen. Hürdensprinter Enzo Diessl konzentriert sich ganz auf die Freiluft-EM im August. 400-Meter-Läuferin Susanne Gogl-Walli hat eine Oberschenkelverletzung noch nicht ganz ausgeheilt. Auch Mittelstreckenläufer Raphael Pallitsch kämpft mit gesundheitlichen Problemen.

Rapid muss wochenlang auf Offensivspieler Daniel Nunoo verzichten. Der 19-jährige Ghanaer erlitt am Sonntag beim 1:0-Heimsieg über Red Bull Salzburg nach nur 20 Minuten eine Muskelverletzung im Oberschenkel. Darüber informierten die Hütteldorfer die Öffentlichkeit am Mittwoch. 

Nunoo spielte sich zuletzt in Rapids Stammformation und brachte es in diesem Kalenderjahr auf fünf Bundesliga-Einsätze mit einem Tor und einem Assist.

Rapid hadert aktuell weiter mit Verletzungssorgen. Zurückgekommen ins Mannschaftstraining ist zuletzt Marco Tilio. Dominik Weixelbraun soll nach einer Bänderverletzung im Knie im April bereit sein.

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