Sexuelle Übergriffe: Tischtennis-Trainer vom Verband geschützt?

Die Kärntner Landestrainerin Pasalic informierte den Verband ÖTTV 2024, dass es Vorwürfe von sexuellen Übergriffen gebe. Doch sie sollte darüber „nicht reden“.
Kein Fördergeld für den Tischtennis-Verband

Fortsetzung im Skandal um einen Tischtennis-Jugendtrainer: Die Kärntner Landestrainerin Branka Pasalic gibt an, Österreichs Tischtennis-Verband ÖTTV schon vor zwei Jahren über die schweren Vorwürfe gegen einen Jugendtrainer informiert zu haben. Der ÖTTV habe ihr im Mai 2024 daraufhin mitgeteilt, dass sie darüber „nicht reden soll“, wie Pasalic gegenüber dem ORF erklärte.

Auf Nachfrage, ob auf sie Druck ausgeübt wurde, meint Pasalic: „Ich habe ihn gefühlt und gespürt.“

Vorstandssitzung steht an 

Der ÖTTV will keinen Maulkorb erteilt haben. Die Causa soll morgen bei einer Vorstandssitzung aufgearbeitet werden.

Der Verband trennte sich nach schweren Vorwürfen vom Nachwuchscoach, in seinem Verein durfte er jedoch bis in diese Woche arbeiten.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Pasalic hätten sich ihr am Rande von Staatsmeisterschaften Nachwuchsspielerinnen aus anderen Bundesländern anvertraut. Sie hätten demnach von sexuellen Übergriffen erzählt, die schon länger angedauert hätten.

Doch der Trainer soll innerhalb des ÖTTV von „ein oder zwei Vorstandsmitgliedern“ Rückendeckung gehabt haben.

Das Sportministerium hat gegen den ÖTTV einen Förderstopp verhängt.

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