Sport-News

Von Fabio Tartarotti 

Es ist vollbracht – der SV Wienerberg ist Wiener Stadtliga-Meister und wird im Jahr 2026/27 in der Regionalliga Ost auflaufen. Am Sonntagvormittag fixierten die Favoritner nach langer Tabellenführung mit einem 3:1-Sieg beim SK Slovan HAC endgültig den Titel.  Nur elf Tage zuvor gewann Wienerberg den Wiener Landescup gegen FC 1980 Wien im Ernst-Happel-Stadion. Meistertrainer Werner Hasenberger zeigt sich nach der Partie überwältigt: „Vor knapp drei Jahren habe ich die Mannschaft übernommen, da waren sie auf einem Abstiegsplatz und jetzt sind wir Meister und Cupsieger und das mit einer fast identischen Mannschaft. Ich bin sprachlos über unsere Leistung.“ 

Flüge zwischen Mailand und Wien gibt es jeden Tag. In einem dieser Flieger saß am Sonntag ein Journalist der Gazzetta dello Sport mit dem Arbeitsauftrag, mehr über ein mögliches Engagement von Ralf Rangnick als Sportchef beim AC Milan herauszufinden.

Der Kollege war am Sonntag nicht zu beneiden. Der Teamchef zeigte sich wenig beeindruckt davon, dass ein Reporter seinetwegen den Weg nach Wien auf sich genommen hat. „Ich möchte Sie nicht in eine unangenehme Lage bringen, aber Sie wissen, dass in Italien gerade viel über Sie gesprochen wird. Ist es eine Ehre für Sie, mit einem so großen Klub wie AC Milan in Verbindung gebracht zu werden und können Sie mir sagen, ob etwas möglich ist?“, fragte der Reporter.

Molto bello. 

Der Italiener Marco Bezzecchi feierte auf seiner Aprilia einen Heimsieg in Mugello und brachte 178.000 Fans zum Durchdrehen. Er verwies seinen Markenkollegen und ersten Verfolger in der WM, Jorge Martin, und Francesco Bagnaia auf die Ränge. 

Bezzecchi weinte vor Freude in seinen Helm hinein, hüpfte dann von seinem Motorrad und lief zu seinen Fans in Richtung Tribüne. Es wurde ausgelassen gefeiert.

Bezzecchi fuhr in der ersten Hälfte des Grand Prix hinter Bagnaia her und nützte in der 14. Runde die Überlegenheit seines Motorrads aus und setzte sich gleich danach von der Konkurrenz ab, um überlegen den Sieg ins Ziel zu bringen.

Bagnaia konnte mit seiner Ducati den zweiten Platz nicht halten, weil die zweite Aprilia ebenso an ihm vorbei zog. Auf dieser saß Jorge Martin.

Der Italiener Bagnaia freute sich über Platz drei: „Ich habe alles für das Publikum gegeben. Gratulation an Bezzecchi, er und Aprilia waren nicht zu biegen.“ 

Der Sieger blieb emotional, sprach dann auf Italienisch zu den Fans: „Der Heimsieg war mein Kindheitstraum, jetzt ist es für mich unglaublich. Danke Mugello für alles. Ich bin hier bei euch endlich angekommen.“

Das Comeback von Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt ist perfekt. Fünf Jahre nach seinem Abschied heuert der Vorarlberger zum zweiten Mal als Trainer des deutschen Bundesligisten an. Der 56-Jährige übernimmt die Nachfolge des Spaniers Albert Riera, von dem sich die Eintracht nach nicht einmal vier Monaten getrennt hatte. "Für mich ist es etwas ganz Besonderes und emotional, wieder Trainer der Eintracht zu sein", sagte Hütter, der einen Vertrag bis 2029 unterschrieb.

Hütter hatte die Frankfurter bereits von 2018 bis 2021 erfolgreich trainiert. Zuletzt arbeitete er bei der AS Monaco, wo er im vergangenen Oktober entlassen wurde. Hütter selbst sieht der neuen Aufgabe mit großer Vorfreude entgegen: "Die Zeit, die wir gemeinsam in Frankfurt hatten, hat mich geprägt und habe ich nie vergessen. Rückblickend hatte ich immer das Gefühl, noch nicht fertig zu sein."

Nebengeräusche bei Abschied 2021

In seiner ersten Amtszeit hatte er die Eintracht 2019 ins Europa-League-Halbfinale geführt. Sein freiwilliger Abgang zu Borussia Mönchengladbach im Sommer 2021 - trotz eines noch zwei Jahre gültigen Vertrages - verlief dann allerdings nicht ganz geräuschlos. Hütter verkündete den bevorstehenden Wechsel mitten in der Saison-Schlussphase, wofür er später heftig kritisiert wurde. Die Eintracht stand zu diesem Zeitpunkt auf Rang vier, verspielte danach aber ein komfortables Sieben-Punkte-Polster und damit die Teilnahme an der Champions League. Die einstigen Differenzen sind jedoch längst ausgeräumt.

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