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Jannik Sinner setzt seinen beeindruckenden Erfolgslauf fort. Seit Februar, seit einer Niederlage im Viertelfinale in Doha gegen den Tschechen Jakub Mensik, hat der Italiener kein Spiel mehr verloren. Inzwischen hält er bereits bei 21 Siegen in Folge.

Beim Masters 1000 Turnier in Madrid steht die Nummer 1 der Welt bereits im Endspiel. Der spanische Jungstar Rafael Jodar konnte Jannik Sinner zwar zeitweise fordern, am Ende behielt der Favorit aber mit 6:2 und 7:6 die Oberhand.

Der 19-jährige Jodar wird sich durch den Viertelfinaleinzug in der Weltrangliste aber auf Rang 34 verbessern. Das vergangene Jahr hatte er noch als 168. der Welt abgeschlossen.

Esteban Andrada darf an den kommenden Wochenenden keinen Finger rühren. Der impulsive Goalie des spanischen Zweitligisten Real Saragossa wurde für seinen Ausraster lange aus dem Verkehr gezogen und muss eine 13-Spiele-Sperre absitzen.

Faustschlag

Mit Andrada waren am Wochenende im Zweitliga-Abstiegsduell gegen Huesca die Nerven durchgegangen. Nach einer VAR-Entscheidung in der Nachspielzeit attackierte der Argentinier den Huesca-Kapitän Jorge Pulido und rammte ihm die Faust ins Gesicht. 

Es folgten minutenlange Tumulte auf dem Spielfeld, sogar die Polizei musste eingreifen. 

Andrada erhielt für seine Tätlichkeit eine Sperre von insgesamt 13 Partien. Mittlerweile hat sich der Torhüter für seinen Ausraster entschuldigt.

Ein Doppel der  Generationen gab es beim Challenger in Mauthausen zu bestaunen. Der 20-jährige Joel Schwärzler kombinierte sich mit dem 42-jährigen Philipp Kohlschreiber, der mittlerweile auch zum Trainerteam um Markus Hipfl gehört. 

Und  das Duo pushte sich gegenseitig zum 4:7-7:6-10:8-Erfolg über die US-israelische Partnerschaft Hildebrand/Cukierman. 

Ob Kohlschreiber nun wie Thomas Muster mit 42 ein Comeback startet? „Nein, es war einfach nur schön, wieder auf dem Platz stehen“, sagt der Deutsche, der lieber neben dem Platz steht, wenn er mit Schwärzler auf Reisen geht. Und heuer  klappt es gut bei Schwärzler, auch wenn er in Mauthausen im Einzel früh scheiterte.   In der Qualifikation für die French Open in zweieinhalb Wochen ist er dabei.

Anastasia Potapowa ist derzeit schwer zu schlagen. Nach ihrem Sieg im Achtelfinale von Madrid gegen Jelena Rybakina schlug die Neo-Österreicherin am Mittwoch im Viertelfinale auch die Tschechin Karolina Pliskova in drei Sätzen und steht zum ersten Mal in einem WTA-1000-Semifinale.

Eine "Explosion der Emotionen"

"Ich bin einfach super glücklich", sagte Potapowa in einer ersten Reaktion noch auf dem Platz. "Es könnte in meinem Leben derzeit nicht besser laufen. Ich fühle gerade eine Explosion der Emotionen in mir. Das hier ist für mich das Turnier der zweiten Chancen - und ich nütze diese zweiten Chancen. Ich war im dritten Satz mental schon am Boden."

Die 25-Jährige Potapowa entschied den ersten Satz sensationell klar mit 6:1 für sich. Auch im zweiten Satz schaffte die Österreicherin ein Break mehr und sah schon wie die Siegerin aus.

Vier Matchbälle im zweiten Satz vergeben

Pliskova, die ehemalige Nummer 1 der Weltrangliste konnte die ersten beiden Matchbälle abwehren, mit einem Doppelfehler kassierte Potapowa das Rebreak zum 5:5. Doch Potapowa gewann das nächste Game als Rückschlägerin zu Null. Zwei weitere Matchbälle waren die Folge, doch auch diese konnte die routinierte Pliskova abwehren. Wieder ein Break - 6:6. Es ging ins Tie-Break, mit einem Doppelfehler verlor Potapowa den Satz 6:7.

Gleich zu Beginn von Satz drei kassierte Potapowa ein Break - es lief vorerst gar nicht gut. Doch die 25-Jährige schlug wieder zurück und holte sich mit dem vierten Matchball mit einem Ass das Match: 6:1, 7:6, 6:4.

Im Semifinale wartet nun die Ukrainerin Marta Kostjuk, die Nummer 23 der Welt.

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