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Co-Gastgeber USA hat im letzten Gruppenspiel mit einer B-Elf einen ersten Stimmungsdämpfer bei der WM kassiert. Eine B-Elf von Trainer Mauricio Pochettino verlor in Inglewood bei Los Angeles mit 2:3 (1:2) gegen die Türkei und verspielte dabei auch eine Führung. Das späte Siegtor schoss Kaan Ayhan in der achten Minute der Nachspielzeit. 

Dabei hatten die USA mit dem 1:0 durch Austun Trusty schon in der 3. Minute einen perfekten Start erwischt. Sebastian Berhalter gelang später das 2:2 (49.). Arda Güler (10.) und Orkun Kökcü (31.) hatten die Partie vor der Pause schon mal gedreht.

Ein 1:1 der bescheideneren Sorte hat Japan und Schweden gereicht, um sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag für das Sechzehntelfinale der Fußball-WM zu qualifizieren. Daizen Maeda (56.) und Anthony Elanga (62.) erzielten in Dallas die Treffer in einer chancenarmen Partie. Japan, hinter den Niederlanden Zweiter von Gruppe F, bekommt es bereits am Montag in der K.o.-Runde nun mit Brasilien zu tun, Schweden ist als einer von acht besten Pool-Dritten weiter. 

Den 70.137 Zuschauern in Dallas bot sich in der ersten Hälfte alles andere als ein Leckerbissen. Hüben wie drüben regierte noble Zurückhaltung, ein Remis reichte schließlich beiden Teams zum Aufstieg. Der etwas größere Druck lastete auf Schweden, das einen Punkt weniger am Konto hatte. Doch auch die Skandinavier verzichteten auf die große Attacke. Die einzige nennenswerte Chance vor der Pause vergab Ex-LASK-Akteur Keito Nakamura, der an Schweden-Goalie Jacob Zetterström scheiterte. Der war nach dem 1:5 gegen die Niederlande neu für Kristoffer Nordfeldt gekommen.

Doch die Partie sollte zumindest noch etwas Fahrt aufnehmen. Maeda belohnte die stärkeren Bemühungen der Japaner mit dem 1:0 und weckte damit auch die Schweden, denen bei einer Niederlage das große Zittern bzw. das Aus gedroht hätte. Prompt gelang Elanga nur sechs Minuten später das 1:1, eine lebhafte Schlussphase war die Folge, in der Schweden weiter aufkam und in der Nachspielzeit noch an der Latte anklopfte. Am Weiterkommen änderte das nichts, ihren Gegner kennt das Tre-Kronors-Team aber noch nicht genau. In Frage kommen Deutschland, Frankreich, Norwegen und die Schweiz.

Die Elfenbeinküste steht erstmals bei einer Fußball-WM in der K.o.-Phase. Die Ivorer behaupteten dank eines 2:0 (1:0) gegen Curacao in Gruppe E den zweiten Platz hinter Deutschland. 

Nicolas Pepe traf in Philadelphia schon in der 7. Minute für die Westafrikaner und sorgte in der zweiten Halbzeit (64.) auch für die Entscheidung. Im Sechzehntelfinale trifft die Elfenbeinküste am kommenden Dienstag in Dallas auf den Zweiten der Gruppe I, der Frankreich oder Norwegen heißen wird.

Während Dick Advocaat bei Curacao auf eine unveränderte Elf setzte, rückte bei den Ivorern neben drei neuen Verteidigern auch Villarreal-Stürmer Pepe in die Startformation. Ein Schachzug, der vor 68.324 Zuschauern rasch aufgehen sollte. Zwar verzeichnete Tahith Chong für Curacao den ersten Torschuss, gejubelt wurde jedoch beim Favoriten. Yan Diomande verzettelte sich im Dribbling, profitierte aber von einem missglückten Klärungsversuch der Gegner. Pepe verlängerte die Hereingabe des 19-Jährigen ins Tor. Der beim 0:0 gegen Ecuador schier unbezwingbare Eloy Room im Tor sah dem Ball hinterher.

Ivorer kontrollierten Partie

Die Westafrikaner wollten rasch nachsetzen, Curacao stemmte sich aber dagegen. Die Karibikkicker hatten ihre Momente in der Offensive, auch wenn sie nur selten in den Strafraum vorstießen. Die Elfenbeinküste war nach einer starken Anfangsphase nur noch auf Spielkontrolle bedacht und nahm in Ballbesitz das Tempo heraus.

Am Spielgeschehen änderte sich auch nach Seitenwechsel wenig. Kapitän Franck Kessie kam dem 2:0 bei einem abgefälschten Schuss nahe, auf der Gegenseite zischte ein Schuss des aufgerückten Sherel Floranus über die Latte. 

Matchwinner Pepe

Pepe avancierte schließlich zum Matchwinner der "Elefanten". Der 31-Jährige entwischte Curacaos Abwehr und traf abgeklärt und platziert ins lange Eck. Trainer Emerse Fae schonte danach schon seine Offensivkräfte. Curacao gab sich nicht auf, lief aber vergeblich an. Das kleinste WM-Teilnehmerland der Geschichte darf nach dem umjubelten Zähler gegen Ecuador dennoch zufrieden vom Turnier abreisen.

Nach der Rückkehr aus Dallas noch am Montagabend (Ortszeit) gab es für Österreichs Team am Dienstag den gewohnten Regenerationstag. Soll heißen: Jene, die gegen Argentinien mehrheitlich gespielt haben, saßen auf dem Rad und arbeiteten mit den Physiotherapeuten. Für die Reservisten und Joker gab es ein intensives Spielersatztraining.

Freier Tag am Geburtstag

Am Mittwoch bekamen die Spieler dann zum dritten Mal während der WM einen freien Tag. Diesmal fiel er exakt auf den Geburtstag des Kapitäns: David Alaba feierte seinen 34er im Kreise seiner Familie, die seit zwei Wochen in den USA ist.

Ich bin jetzt schon eine Zeit lang als TV-Experte im Einsatz und erlebe nun bei der WM, wie anstrengend der Beruf des Journalisten auch sein kann. Als Spieler nimmt man in seiner aktiven Zeit ja überhaupt nicht wahr, welche Strapazen hinter diesem Beruf stecken.

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