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Ferrari hat seine Ambitionen beim Formel-1-Grand-Prix von Ungarn unterstrichen. Rekordweltmeister Lewis Hamilton fuhr am Freitagnachmittag im freien Training in Mogyorod bei Budapest vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc Bestzeit. Der Ungarn-Spezialist, mit acht Siegen am Hungaroring Rekordhalter, erhöhte damit auch den Druck auf WM-Leader Kimi Antonelli. 45 Punkte fehlen dem ersten Verfolger auf den Mercedes-Jungstar, der im Training nicht über Platz 13 hinauskam.

Allzu aussagekräftig sind die Zeiten wegen unterschiedlicher Benzinmengen zwar noch nicht. Ferrari darf sich im letzten Rennen vor der vierwöchigen Sommerpause aber Hoffnungen auf den dritten Saisonsieg machen. Die Streckencharakteristik mit ihren langsamen Kurven dürfte der „Scuderia“ entgegenkommen. Hamilton hat seinen bisher einzigen Ferrari-Sieg im Juni in Katalonien geholt, Leclerc gewann vor drei Wochen in Silverstone.

Mercedes mit Problemen

Auf dem Hungaroring verlor Leclerc 0,148 Sekunden auf seinen Teamkollegen und die Trainingsbestzeit. Dritter wurde Vorjahressieger und WM-Titelverteidiger Lando Norris im McLaren (+0,499). In der Auftakteinheit am Vormittag hatte noch der Monegasse Leclerc vor Red-Bull-Star Max Verstappen (+0,484 Sek.) und Hamilton (+0,543) die schnellste Runde gedreht. Antonelli hatte ausgesetzt, um dem dänischen Nachwuchsmann Frederik Vesti auf Position sieben obligatorische Fahrpraxis zu ermöglichen. Am Nachmittag lag er 1,964 Sekunden zurück.

Mark van Bommel ist Belgiens neuer Nationaltrainer. Der 49-jährige Niederländer unterschrieb bei den „Roten Teufeln“ einen Vertrag bis zur EM 2028. Van Bommel beerbt bei den Belgiern den Franzosen Rudi Garcia, dessen Vertrag nach dem Aus im WM-Viertelfinale nicht mehr verlängert wurde.

Van Bommel bestritt für die Niederlande 79 Länderspiele, auf Clubebene war er für den FC Barcelona, Bayern München, Milan und die PSV Eindhoven im Einsatz. Als Cheftrainer arbeitete der frühere Mittelfeldspieler für Eindhoven, den VfL Wolfsburg sowie Royal Antwerpen. Seit Sommer 2024 war Van Bommel vereinslos.

Mit traumhaftem Sandplatz-Tennis überzeugte Alexander Bublik auch am Freitag. Der kasachische Titelverteidiger ließ dem Argentinier Tomas Etcheverry, der im Achtelfinale Jurij Rodionov besiegt hatte, keine Chance und siegte ohne Bauchweh 6:3 und 6:4. Mit einem Traum-Ball verwertete der Ranglisten-Elfte den ersten Matchball. 

Im Finale wartet ein Überraschungsmann: Der Franzose Quentin Halys schlug im Halbfinal-Duell zweier in Tirol ungesetzter Spieler gegen den deutschen Kitzbühel-Spezialisten Yannick Hanfmann 6:4,7:6(2) durch. Halys hat bisher noch keinen Titel auf der Tour gewonnen, stand nur einmal in einem ATP-Endspiel. 2024 unterlag der 29-Jährige in Gstaad dem Italiener Matteo Berrettini. Das Finale in Kitzbühel ist am Samstag (13.00 Uhr, live Servus TV) angesetzt.

Vier Tage nach dem gewonnenen WM-Finale gegen Argentinien hat Spaniens Teamchef Luis de la Fuente das Verhalten der Südamerikaner scharf kritisiert. „Das ist auf jeden Fall unerträglich und inakzeptabel, so etwas darf nicht passieren“, sagte der Coach am Donnerstag dem spanischen TV-Sender TVE. „Was meiner Meinung nach hervorgehoben werden muss, ist unser Verhalten, vor allem angesichts solcher Aggressionen und Provokationen“, erklärte der 65-Jährige weiter.

De la Fuente selbst habe die Rudelbildung laut eigener Aussage nach dem Abpfiff gar nicht mitbekommen, da er währenddessen mit den Teammitgliedern gefeiert habe. Der Argentinier Leandro Paredes hatte sich nach dem Abpfiff der Verlängerung zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen.

Der Profi griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Zuvor hatte er Eric Garcia geschubst. Der Weltverband FIFA hat wegen der Vorfälle nach dem Abpfiff eine Untersuchung gegen Argentinien eingeleitet. 

Eben erst hatte Roberto Ayala die Situation heruntergespielt. „Es war eher ein Schubser, kein Faustschlag, wie man behauptet“, sagte Argentiniens Teamchef  in der Sendung Esports Migdia des Radiosenders Valencia Capital Radio

Marina Piller hat drei Mal an Olympischen Winterspielen teilgenommen. Über die schwerste Erfahrung ihres Lebens hat die frühere italienische Skilangläuferin bislang geschwiegen. Im Corriere della Sera hat sie nun erstmals ausführlich davon erzählt: vom Tod ihrer Tochter Viola, die am 10. Juli 2019 zur Welt kam und wenige Augenblicke später starb, verursacht durch einen ärztlichen Fehler bei der Entbindung.

Nach Pillers Schilderung verlief die Geburt selbst unauffällig. Was danach geschah, prägt sie bis heute. Die Ärzte nahmen das Neugeborene mit in einen anderen Raum, ohne den Eltern zu sagen, warum.

„Ohne weitere Erklärung aus dem Raum gegangen“

„Wenig später kamen die Ärzte zurück und sagten, meine Tochter sei gestorben. Dann sind sie ohne weitere Erklärung aus dem Raum gegangen“, schilderte Piller. Bis heute, sieben Jahre später, hat sich niemand aus dem medizinischen Personal bei der Familie entschuldigt. Der Gazzetta dello Sport zufolge fasste Piller den Moment so zusammen: Man habe ihr das Kind weggenommen, dann sei die Todesnachricht gekommen und das Personal sei „ohne ein Wort des Trostes im Nichts verschwunden“.

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