Sport-News

Die Elfenbeinküste muss am zweiten WM-Spieltag gegen Deutschland (Samstag, 22 Uhr MESZ, ORF) auf den Mittelstürmer Elye Wahi verzichten. Dem 23-Jährigen ist aufgrund eines Manipulationsverdachts bei einem Ligue-1-Spiel zwischen OGC Nizza und dem FC Metz die Einreise nach Kanada und damit zur Spielstätte in Toronto untersagt.

Die Staatsanwaltschaft Marseille soll nach Informationen von The Athletic offenbar am 29. Mai die Gegenüberstellung erzwungen haben, auch wenn sie bei der Stellungnahme keinen konkreten Namen nannte. "Ein 23 Jahre alter Profi-Fußball wurde wegen des Verdachts auf bandenmäßigen Betrug, bandenmäßige Korruption im Sport, Hehlerei und Geldwäsche festgenommen", heißt es.

Wahi, der von Eintracht Frankfurt zu OGC Nizza ausgeliehen ist, wird verdächtigt, am 17. Mai gegen Metz bewusst eine Gelbe Karte provoziert zu haben. 

Die Ligue 1 teilte mit, dass ihr mit Blick auf das Spiel untypische Vorgänge bei internationalen Sportwetten gemeldet worden seien. Ungewöhnlich viel sei auf eine Verwarnung von Wahi gesetzt worden. Daraufhin kam es zu einer Meldung bei der Justiz.

Österreichs Frauen rund um Nationaltrainer Lars Søndergaard kennen den Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Bei der Auslosung der "Women's European Qualifiers" ergab sich für die sechste Spielpaarung der ersten Play-off-Runde das Duell mit dem Kosovo

Für Virginia Kirchberger und Louise Schöffel wird das ein besonderes Aufeinandertreffen. Die beiden Spielerinnen der Wiener Austria werden ihrer Teamkollegin Modesta Uka gegenüberstehen, die ihrerseits mit dem Kosovo in die zweite Runde aufsteigen will.

Der Sieger dieser Paarung wird entweder gegen Israel oder die Schweiz spielen. Das Hin- und Rückspiel der ersten Runde findet vom 7. bis 13. Oktober statt, Runde zwei folgt vom 26. November bis 5. Dezember. Die interkontinentalen Play-offs sind für Februar 2027 terminiert.

Qualifizieren für die vom 24. Juni bis 25. Juli 2027 stattfindende Weltmeisterschaft werden sich aus dem UEFA-Verband elf Mannschaften. Einen Startplatz gibt es im interkontinentalen Play-off.

Das Grand-Prix-Wochenende auf dem Red Bull Ring am 27. und 28 Juni wird nicht nur aufgrund der modernen Formel-1-Autos zum Spektakel. Unter dem Titel "GP Icons", wie es in der Presseaussendung der steirischen Rennstrecke heißt, werden ausgewählte Fahrzeuge aus den Jahren 1975 bis 2010 bei einer Showfahrt am Sonntag über den Asphalt jagen.

Ferrari bringt den 312T aus dem Weltmeister-Jahr 1975 an den Start, der von Mathias Lauda in Ehren an Vater Niki pilotiert wird. Rubens Barrichello steigt in den F2002, der Erinnerungen an den "let Michael pass for the championship"-Skandal weckt. Jean Alesi, Christian Danner und Mark Webber pilotieren die Brabham-Boliden BT46B (1978), BT52 sowie den BT52B (beide 1983).

Die Italiener Pier Luigi Martini und Paolo Barilla sitzen in den sechsrädigen Kult-Tyrrell P34 (1976) sowie P34B (1977). Jan Lammers und Karl Wendlinger steigen in die Lotus 77 (1976) sowie 88 aus 1981. Den einzigen Red Bull wird David Coulthard bewegen. Der RB6 aus dem Jahr 2010 war der erste, mit dem Sebastian Vettel die Weltmeisterschaft gewann.

Gerade bei älteren Formel-1-Fans genießt die Showfahrt mit älteren Autos große Beliebtheit. Mit zehn Fahrzeugen aus 35 Jahren Geschichte dürfte auch heuer für jeden Genießer der "Königsklasse" etwas dabei sein.

Luis Díaz bewahrte Kolumbien vor einer kleinen Blamage gegen WM-Neuling Usbekistan. Der 29-Jährige von Bayern München bereitete beim 3:1 (1:0) in Mexiko-Stadt den ersten Treffer seiner Mannschaft durch Daniel Muñoz (40. Minute) vor, das zweite Tor erzielte er selbst in der 65. Minute. Zudem traf Jaminton Campaz in der Nachspielzeit. Die Usbeken hatten durch Abbosbek Fayzullaev ihr erstes WM-Tor erzielt (60.).

Díaz und seine Teamkollegen konnten sich über große Unterstützung freuen. Das Aztekenstadion war fest in kolumbianischer Hand.

Volles Stadion

Die Kolumbianer erarbeiteten sich vor 80.824 Zuschauern mit dem rechtzeitig fit gewordenen Kapitän James Rodriguez von Beginn an ein spielerisches Übergewicht. Ein Abschluss von Jhon Arias ging noch ins Außennetz (17.), ein Linksschuss von Diaz sprang von der Stange zurück ins Feld (32.). Topchance Nummer drei war von Erfolg gekrönt. Einen Flankenball von Diaz verwertete Munoz akrobatisch.

Die von Fabio Cannavaro gecoachten Zentralasiaten glichen aufgrund eines Tormannfehlers aber aus. Camilo Vargas patzte bei einem Shomurodov-Volley, von der Stange landete der Ball bei Fayzullaev, der aus kürzester Distanz einköpfelte. 

Die Freude war aber schnell wieder verflogen. Die Kolumbianer schalteten  schnell um und Diaz traf nach Zuspiel von Gustavo Puerta. Auch in dem Fall sah der Goalie nicht gut aus, Utkir Yusupov wehrte den Ball ins eigene Netz ab. 

Die Sehnsucht nach dem ersten WM-Titel seit 60 Jahren lässt das Mutterland des Fußballs tiefe Gräben überwinden. Inzwischen ist selbst ein Trainer aus dem Lager der Krauts, wie die Deutschen in England gerne spöttisch und abfällig genannt werden, reif für die Insel. 

Thomas Tuchel soll das erreichen, was seit der Heim-WM 1966 und dem legendären Wembley-Tor keinem englischen Teamchef mehr gelungen ist.

Tatsächlich durfte der Auftaktsieg der Engländer bei dieser WM dann durchaus das Gütesiegel Made in Germany tragen. Denn es war Harry Kane, der Goalgetter des FC Bayern, der mit seinem Doppelpack maßgeblichen Anteil am 4:2-Erfolg gegen Kroatien hatte.

Im wohl bisher besten und spannendsten Match dieser WM-Endrunde brachte der erfahrene Angreifer die Engländer schon früh vom Elfmeterpunkt verdient in Führung (12.).  

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