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Es war alles wunderbar. Alexander Zverev holte sich bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel und gab danach mit großer Freude Interviews. Bis der Deutsche von der renommierten französischen Sporttageszeitung L'Equipe gefragt wurde, wie er mit jenen Personen umgehe, die ihm gegenüber wegen der einstigen Vorwürfe der häuslichen Gewalt gegen Ex-Partnerinnen Bedenken äußern. 

Der Zeitung zufolge habe Zverev empört reagiert ("Sie wissen doch, dass sich die Anschuldigungen als falsch herausgestellt haben?") und das Interview sofort abgebrochen. Doch nun rät auch Boris Becker, der enorm viel vom 29-Jährigen hält und ihm weitere Grand Slams zutraut, zu mehr Offenheit in diesem Thema. "Vielleicht sollte er auch da versuchen, damit etwas offener, etwas offensiver umzugehen", befand der sechsfache Major-Champ. 

"Ich bin der erste, der genau weiß, um was es geht. Du musst dich damit auseinandersetzen. Du musst sagen, 'in der Vergangenheit sind Dinge passiert, darauf bin ich nicht stolz' oder 'das ist falsch oder unwahr'", sagt der 58-Jährige. "Aber du kannst nicht so tun, als wäre das nicht passiert", sagte Becker. "Ich kenne Journalisten, die lassen da nicht los."

Mit einer genauso kurzen wie opulenten Eröffnungsfeier sorgte die WM 2026 für die erste positive Überraschung. Höhepunkt des Schauspiels war wohl nicht nur in den Gastgeberländern der Auftritt von Kolumbiens Popstar Shakira mit dem offiziellen WM-Song Dai Dai, was so viel wie „Los gehts’s“ heißen soll.

Während FIFA-Präsident Gianni Infantino mit Mexikos Schauspielstar Salma Hayek den WM-Pokal präsentierte, scharrten die Spieler im Kabinengang schon in den Startlöchern.

Im Aztekenstadion wurde zum dritten Mal nach 1970 und 1986 eine Fußball-WM eröffnet, bereits zum achten Mal bestritt die Selección das erste Spiel einer WM – auch das ist Weltrekord. Wie schon 2010 in Johannesburg ging es wieder gegen Südafrika. Doch im Gegensatz zum 1:1 vor 16 Jahren war an diesem Donnerstag Mexiko eine Klasse stärker. Was sich mit der ersten Chance von Raul Jimenez (4.) schon angedeutet hatte, wurde fünf Minuten später durch Quinones Realität: Der Saudi-Arabien-Legionär bedankte sich nach einem Ballverlust der Südafrikaner an der Strafraumgrenze mit dem 1:0 (9.). Es wurde das drittschnellste Tor in der WM-Geschichte.

Und der 29-jährige Quinones hatte auch das zweite Tor auf dem Fuß: Nach perfektem Kombinationsspiel traf er nur die Stange (42.). Das Spiel der Mannschaft Trainer von Hugo Broos kam auch in der zweiten Hälfte nicht in Mode. Vor allem das Herausspielen aus der Defensive sah nicht WM-würdig aus. Und das wollten die Mexikaner ausnutzen. Allein: Sie vergaben ihre Chancen zu leichtfertig. Erneut brachte Südafrikas Tormann Williams mit einem schlechten Abspiel sein Team in Bedrängnis, doch Fidalgo konnte den Ball nicht im Tor unterbringen (46.).

Die Rückkehr von Startrainer Jose Mourinho zum spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid ist offiziell. Nachdem sein bisheriger Club Benfica Lissabon den Wechsel bereits angekündigt hatte, folgte am Donnerstag kurz vor dem WM-Start in Nordamerika die Bestätigung seitens Real. Der mittlerweile 63-jährige Portugiese wurde demnach mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet.

Mourinho hatte die Madrilenen bereits zwischen 2010 und 2013 trainiert. Dabei gewann "The Special One" 2011 den spanischen Cup und 2012 die Meisterschaft. Für Reals Ansprüche verlief die Zeit aber eher enttäuschend und war am Ende von Machtkämpfen geprägt. Nach seinem ersten Real-Engagement saß Mourinho mit durchwachsenem Erfolg bei Chelsea, Manchester United, Tottenham, AS Roma, Fenerbahce Istanbul und Benfica auf der Trainerbank.

Mourinho folgt in Madrid auf Alvaro Arbeloa, der die Königlichen nicht zurück in die Erfolgsspur führen konnte und am Ende ohne Titel blieb. In der Königsklasse war der Hauptstadtclub im Viertelfinale am FC Bayern München gescheitert, in der Meisterschaft hatte man wieder gegen Erzrivale FC Barcelona das Nachsehen. Arbeloa hatte seinen Abgang schon im Mai verkündet. Trainingsauftakt bei Real ist am 13. Juli.

Heute fällt der Startschuss für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Im Eröffnungsspiel trifft Co-Gastgeber Mexiko auf Südafrika (21 Uhr/ live ORF). Interessant: Bereits bei der WM 2010 in Südafrika bestritten die beiden Mannschaften das Eröffnungsspiel. Das Duell damals endete 1:1.

Über 80.000 Fans werden im Azteken-Stadion von Mexiko-Stadt das erste von 104 WM-Spielen verfolgen.

Verfolgen Sie hier das Eröffnungsspiel live.

Vor dem Anpfiff am Donnerstag in Mexiko City bereitete sich das Land unter viel Aufregung auf seine Veranstalterrolle bei dieser WM vor. Gespielt wird in Mexiko City, Guadalajara und Monterrey.

Mexiko ist ein gastfreundliches Land. Es ist aber auch Herkunftsland, Transitland und manchmal auch Zielland von Migranten. Und es ist ein Land, dessen Vergangenheit und Gegenwart geprägt sind von der organisierten Kriminalität – insbesondere, was Drogen betrifft.

Fans vor Ort erwartet eine fußballverrückte Bevölkerung, eine bunte lokale Kultur, aber ein Stadtbild, das von Gewalt, Militär und Waffen geprägt ist.

100.000 Sicherheitskräfte sollen für Ruhe sorgen, nachdem die Gewalt im Februar noch einmal eskaliert ist. Damals war der lang gesuchte mächtige Drogenkartell-Boss „El Mencho“ verhaftet und dabei getötet worden, es war zu Unruhen in mehreren Bundesstaaten gekommen.

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