Sport-News

Am Samstag holte der Wiener Neil Oberleitner an der Seite des Inders Sriram Balaji im portugiesischen Oeiras noch seinen 15. Doppel-Titel, aber schon länger war klar, dass das Duo getrennte Wege geht. 

Der 26-Jährige hat aber schon einen neuen Arbeitskollegen. "Mich hat der Petr Nouza gefragt, gegen den ich letztes Jahr im Doppel-Finale in Kitzbühel verloren habe. Und ich kenne ihn auch schon länger, habe auch schon im Einzel gegen ihn gespielt", erzählt der Schützling von Alexander Peya. "Ich war überrascht, dass er sich von Patrik Rikl getrennt hat."

Linz-Viertelfinalistin Lilli Tagger hat sich trotz des Erstrunden-Ausscheidens in Rouen in der neuesten Tennis-Weltrangliste um weitere sechs Ränge verbessert. Die 18-jährige Osttirolerin liegt nun als 91. so gut wie nie zuvor im WTA-Ranking.

Tagger, die diese Woche pausiert, spielt nun kommende Woche beim WTA125-Challenger im französischen Saint-Malo und danach startet sie beim WTA-1000-Turnier in Rom in der Qualifikation. Ihr Ticket für den French-Open-Hauptbewerb hat sie ja fix.

"Wir sind keine Familie, die Kummer und Schmerz nach Außen trägt", schrieb Emily Manninger auf Facebook. "Aber ich habe keine andere Wahl, die Welle der Liebe aus aller Welt hat mich überwältigt."

Alexander Manninger war am Donnerstag bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der ehemalige Teamtormann starb mit nur 48 Jahren. Er hinterlässt seine Frau und zwei Söhne.

"Du warst nicht nur mein Ehemann, du warst auch mein bester Freund", schrieb Emily Manninger. "Wir hatten ein perfektes Leben. Die Liste der Dinge, die wir gemeinsam gemacht haben, ist endlos."

Drei Juventus-Tormänner mit "Manninger"-Trikot

Rührende Szenen gab es vor dem Serie-A-Spiel zwischen Juventus und Bologna. Alle drei Torleute von Juventus trugen beim Aufwärmen Trikots mit Manningers Rückennummer 13 und dem Namen "Manninger" auf dem Rücken.

Mit dem Ablauf der Frist in der Nacht auf Freitag ist klar, dass der professionelle Frauenfußball beim SV Neulengbach Geschichte ist. Der Verein, trainiert von Andreas Ogis, liegt in der Liga auf Rang acht.

In einer Aussendung kritisiert die Spielervereinigung VdF nun die "younion Sportgewerkschaft". Diese habe in Bezug auf die Zahlungsschwierigkeiten beim SV Neulengbach bei der Beratung hauptsächlich auf die Vorteile des Vereins geachtet. Den Spielerinnen soll die Gewerkschaft zunächst massiv davon abgeraten haben, aus den Verträgen auszutreten, da dies schlecht für den Verein sei.

Allerdings: Sobald ein Insolvenzverfahren eröffnet ist, ist es den Spielerinnen nicht mehr möglich, aus ihren Verträgen auszusteigen. Dies bringt verbandsrechtliche, arbeitsrechtliche und insolvenzrechtliche Nachteile für die Spielerinnen mit sich, schreibt die VdF. Aus diesem Grund haben einige Spielerinnen, die sich an die VdF gewandt haben, am Sonntag ihre Verträge berechtigt beendet.

Anstiftung zu falschen Angaben?

Laut Aussagen von Spielerinnen, sollen diese zudem dazu aufgefordert worden sein, im Zuge des Lizenzierungsverfahrens falsche Angaben zu machen. Sie sollten bestätigen, dass sie ausstehende Zahlungen erhalten haben und keine schriftlichen Verträge mit dem Verein gehabt haben, obwohl das zu diesem Zeitpunkt nicht der Wahrheit entsprach. Den Spielerinnen wurde immer wieder suggeriert, dass es schlecht für den Frauenfußball und die Frauenliga sei, wenn ein Verein nicht mehr weiterspielt oder keine Lizenz bekommt. Nicht nur hätten die Spielerinnen dadurch ihren Rechtsanspruch auf ihre Gelder verloren, einer mutmaßlichen Falschangabe stehen auch erhebliche Strafen gegenüber.

Die Olympia-Macher in Nordrhein-Westfalen erzielten bei den Bürgerentscheiden über eine Bewerbung für Sommerspiele eine klare Mehrheit. In 16 der 17 Städte stimmten laut CDU-Ministerpräsident Hendrik Wüst rund zwei Drittel für eine Kandidatur der Region "KölnRheinRuhr" für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044. Insgesamt beteiligten sich rund 1,4 Millionen Menschen an der Abstimmung, das ist rund ein Drittel der Teilnahmeberechtigten.

Nur in Herten wurde das erforderliche Quorum verfehlt. "Ich bin begeistert von diesen Ergebnissen", sagte Wüst schon vor dem Ende der Auszählung, die in Köln noch bis in die Nacht andauerte. NRW hat damit als zweiter nationaler Bewerber nach München die Rückendeckung der Bürger erhalten. Hamburg stimmt Ende Mai ab, Berlin verzichtet auf einen solchen Entscheid.

Ebenfalls am Sonntag verkündete Kiel, dass 63,5 Prozent der Stimmberechtigten bei einem Bürgerentscheid für die Pläne der Stadt als Segelstandort einer möglichen deutschen Bewerbung votierten. "Das ist für den Sport und für dieses Land insgesamt gut. Das ist genau diese Bewegung, die wir brauchen", sagte Otto Fricke, Vorstandschef des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), dem WDR zum Ja aus NRW und Kiel.

Beim Gesamtergebnis in NRW wurden nur die Kommunen berücksichtigt, in denen sich die erforderliche Zahl von Einwohnern an der Abstimmung beteiligten und in denen sich davon eine Mehrheit für eine Teilnahme ausgesprochen hat. Für ein gültiges Ergebnis musste in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern die Zustimmung bei zehn Prozent der Abstimmungsberechtigten in der Kommune liegen. In kleineren Kommunen lag der Wert bei bis zu 20 Prozent.

In Herten, wo zusammen mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe geplant waren, stimmten nicht genügend Menschen ab, damit fällt die Stadt komplett aus der NRW-Bewerbung aus. Allerdings sollen Ausweichkonzepte mit alternativen Sportstätten bereitstehen.

Abstimmung nur per Briefwahl

Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte konnten ihr Votum dafür ausschließlich per Briefwahl abgeben. Sie hatten die Unterlagen dafür fast überall automatisch per Post zugesandt bekommen. Abgestimmt wurde in den 17 Städten Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Herten, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal.

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