Sport-News

Alexander Antonitsch ist derzeit für Servus TV für die French Open im Einsatz. Und hat eine besondere Freude. Zum einen, weil sein Neffe Neil Oberleitner am Dienstag mit dem Tschechen Petr Nouza um den Einzug ins Doppel-Halbfinale spielt, zum anderen weil zwei Viertelfinalisten im Einzel beim Generali Open in Kitzbühel (18. bis 25. Juli) aufschlagen. Dort, wo der mittlerweile 60-Jährige seit 2011 Turnierdirektor ist. 

Mit Flavio Cobolli kommt einer der spannendsten Spieler der neuen Generation nach Tirol. Der Italiener hat sich in den vergangenen beiden Jahren eindrucksvoll in der Weltspitze etabliert und qualifizierte sich am Montag mit einem Viersatz-Erfolg über US-Mann Zachary Svajda für das Viertelfinale bei den French Open. 

Gemeinsam mit Mateo Berrettini gewann Cobolli im Vorjahr in Bologna den Davis Cup. Und Landsmann Berrettini steht in Roland Garros nach einem Dreisatz-Erfolg über Sinner-Bezwinger Juan Manuel Cerundolo ebenfalls im Viertelfinale.

Nach dem Wegfall von Bad Waltersdorf und zuvor Salzburg ist Florian Leitgeb Mr. Challenger in Österreich. Der Sohn von Legende Ronnie verantwortet die letzten beiden Turniere dieser Serie in Österreich. In Mai war Mauthausen an der Reihe, von 7. bis 13. September ist es Tulln mit den NÖ Open.

„Wir haben gezeigt, dass wir immer ein sehr attraktives Spielerfeld nach Tulln bringen, auch wenn man sich dann die Weiterentwicklung dieser Spieler anschaut“, erinnerte Leitgeb zum Beispiel an Flavio Cobolli, der 2023 in Tulln bis ins Semifinale gekommen war und nun im Viertelfinale der French Open steht. Im Vorjahr gewann Neil Oberleitner mit Joel Schwärzler den Doppeltitel. Der Wiener hat mittlerweile mehr auf seiner Visitenkarte stehen. Zum Beispiel ein Viertelfinale bei den French Open, in dem er am Dienstag mit dem Tschechen Petr Nouza auf das italienische Top-Duo Bolelli/Vavassori.

Die abfällige Aussage über Schiedsrichterin Ana Carvalho bei den French Open kostet Tennisprofi Adolfo Daniel Vallejo die Hälfte seines Preisgeldes. Turnierdirektorin Amelie Mauresmo sagte bei einer Presserunde, der Paraguayer müsse 65.000 Dollar (55.822,74 Euro) zahlen. Zuvor hatte das Grand-Slam-Turnier in Paris in diesem Zusammenhang "jegliche sexistische Äußerung" aufs Schärfste verurteilt und "eine empfindliche Geldstrafe" angekündigt.

Der 22-Jährige hatte nach seiner dramatischen Fünfsatzniederlage in der zweiten Runde gegen den Franzosen Moise Kouame (17) zum Tennis-Magazin Clay gesagt: "Ein solches Match muss von einem Mann geleitet werden, für eine Frau ist das sehr schwierig."

Vallejo entschuldigte sich

In dem knapp fünfstündigen Match auf dem Court Suzanne Lenglen war die Stimmung aufgeheizt, die vielen Franzosen auf den Rängen hatten mächtig Stimmung für ihren Jungstar Kouame gemacht. Bei diesen Bedingungen brauche man "viel Kraft, um gegen die Zuschauer anzukommen", meinte Vallejo.

Der Tennisprofi hat sich für seine Aussagen bereits in den sozialen Medien entschuldigt. Er sei "sehr aufgebracht und emotional aufgewühlt" gewesen, schrieb Vallejo bei Instagram. Seine Aussagen seien aber falsch interpretiert worden: "Ich möchte außerdem klarstellen, dass ich ihr die Niederlage nicht anlaste, sie hat während des gesamten Spiels eine gute Leistung gezeigt."

Kaum ist die Saison fertig gespielt, kaum sind die violetten Frauen zum ersten Mal Meisterinnen in Österreich geworden, kehrt wieder die bekannte Unruhe in den Verein ein.

Michael Wagner, seit Herbst 2025 Sportdirektor, legt sein Amt nieder. Die Entscheidung überrascht nicht, da sich schon über die vergangenen Monate die Zusammenarbeit von Sportvorstand Tomas Zorn und der sportlichen Abteilung nicht optimal gestaltete.

Vor allem die Kommunikation sei, wie man von einer Seite zu hören bekam, ein Knackpunkt gewesen. Umgekehrt habe es auch, so die andere Seite, inhaltlich unterschiedliche Anschauungen gegeben. 

Fakt ist auch, dass sowohl Wagner als auch Zorn Zuständigkeiten laut ihren Verträgen hatten, die einander überschnitten. Und dann ist der Sportvorstand dem Sportdirektor übergeordnet.

Wagner wurde von AG-Vorstand Harald Zagiczek installiert, als die Austria nach dem Rückzug von Jürgen Werner als Sportvorstand im sportlichen Bereich ein Vakuum offenbarte. Gleichzeitig trennte man sich bekanntlich von Sportdirektor Manuel Ortlechner.

Es handelte sich dabei um einen Machtkampf, der damals zwischen Zagiczek und Werner eskalierte.

Anastasia Potapova hat ihr erstes Major-Viertelfinale und das erste für Österreich seit Tamira Paszek 2012 nach einem wahren Krimi verpasst. Die 25-jährige ÖTV-Nummer eins unterlag am Montag im Achtelfinale der French Open in Paris der Russin Anna Kalinskaja nach 2:49 Stunden 4:6,6:2,6:7(7/10). Sie hat auch ihr zweites Achtelfinale in Roland Garros nach 2024 verloren. Zweimal servierte Potapova im dritten Satz auf das Match, am Ende musste sie aber ihrer Gegnerin gratulieren.

„Ich bin schockiert und kann nicht glauben, dass das Match vorbei ist“, sagte Kalinskaja nach ihrem dritten Sieg im dritten Duell mit Potapova. „Was für ein Match, ein unglaublicher Fight von uns beiden bis zur letzten Sekunde. Ich habe schon oft gegen sie gespielt, aber das war sehr speziell. Sie hat sich sehr verbessert.“

Potapova verlor ein verrücktes Match, das schon ungewöhnlich begonnen hatte. Nach Break und Rebreak gleich zu Beginn ging die Doppelstaatsbürgerin, die wegen ihrer Familie auch den russischen Pass behalten hat, mit einem Doppelbreak 4:1 in Führung. Doch dann verlor die gegen Coco Gauff in der Runde davor noch so souveräne Potapova völlig den Faden und zusehends auch die Contenance. Das Match verlor an Niveau, die Österreicherin beging viele Fehler, Kalinskaja fing sich und machte auch mehr Druck. Potapova hingegen gelang sichtlich erzürnt kein Game mehr.

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