Der Formel-1-Grand-Prix von Kanada am Sonntag (22.00 Uhr, live ServusTV, Sky) in Montreal steht erneut unter dem Motto Mercedes gegen den Rest. Zwar kam die Konkurrenz den "Silberpfeilen" Anfang Mai in Miami schon näher, dennoch feierte Kimi Antonelli in Florida seinen dritten Sieg en suite. Damit setzte der Italiener auch seinen Teamkollegen George Russell unter Druck, der Brite hat nach seinem Erfolg beim Saisonauftakt nun bereits 20 Punkte Rückstand auf den 19-Jährigen.
Russell war als Titelfavorit in die Saison gegangen, als solcher gilt mittlerweile Antonelli. Montreal ist aber ein guter Boden für Russell, er hat den Grand Prix im Vorjahr von der Pole Position aus gewonnen. Der Kurs sollte dem 28-Jährigen auch mehr zugutekommen als jener in Miami. Antonelli ist sich dessen bewusst: "George wird in Kanada sicher wie immer super-stark sein, er wird ganz sicher auf den Sieg losgehen." Er selbst fühle sich aber auch sehr wohl in seinem Dienstwagen, gab Antonelli an. "Ich fühle, dass ich noch mehr Kontrolle über den Wagen habe."
Das mag am Upgrade liegen, das Mercedes auf die Ile Notre-Dame mitbringt. Während McLaren, Ferrari und Red Bull schon für den Miami-Trip aufgerüstet hatten, zogen die klar Führenden der Konstrukteurswertung jetzt nach. Etwa McLaren macht das aber nun ein weiteres Mal. Das Abschneiden beim US-Rennen stimmte die Truppe von Fahrer-Weltmeister Lando Norris optimistisch. Der Brite gewann vor seinem australischen Teamkollegen Oscar Piastri den Sprint, im Hauptrennen wurden die beiden hinter Antonelli und noch vor Russell Zweiter und Dritter.
Traditionsrennen früher als gewohnt
Auch das Montreal-Wochenende ist nun durch einen Sprint angereichert (Samstag, 18.00 Uhr), erstmalig. Erstmals findet das Traditionsrennen so früh in der Saison statt, bisher war die Veranstaltung rund um Mitte Juni in Szene gegangen. Das bringt freilich eine Änderung der Temperaturen mit sich. Es wird mit etwas kühlerem Wetter gerechnet. Für alle Teams ist das punkto Abstimmung eine zusätzliche Herausforderung, umso mehr wegen nur eines freien Trainings. Danach geht es ins Qualifying für den Sprint am Samstag, an dem noch das Qualifying für das Hauptrennen folgt.