Mit einer deutlichen Leistungssteigerung im dritten Spiel hat sich Belgien bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada doch noch den Gruppensieg gesichert. Die „Roten Teufel“ besiegten Neuseeland am Freitag in Vancouver Neuseeland 5:1 (1:0). Dank der um zwei Treffer besseren Tordifferenz landeten die Belgier in Pool G vor Ägypten. Leandro Trossard (28., 50.), Kevin de Bruyne (66.), Romelu Lukaku (86.) und Alexis Saelemaekers (94.) trafen für die Sieger.
Nach zwei enttäuschenden Remis standen De Bruyne und Co. unter Siegzwang, um aus eigener Kraft den Aufstieg zu schaffen. Von Beginn weg schnürten die Belgier Neuseeland in deren Hälfte ein, erspielten Chance um Chance. Trossard scheiterte zunächst am Innenpfosten (11.), einen weiteren Abschluss des Flügelstürmers blockte Finn Surmann mit der am Körper anliegenden Hand. Der zunächst gegebene Elfmeter wurde vom VAR wieder einkassiert (22.). Der erste Treffer lag in der Luft und war dem auffälligsten Akteur vorbehalten. Nach einer Ecke beförderte Trossard den Ball aus kurzer Distanz ins Netz (28.). Der Gegentreffer rüttelte die bis dato völlig harmlosen Neuseeländer ein wenig wach, große Gefahr blieb aber aus.
Lukaku als Superjoker
Nach Wiederbeginn schnürte Trossard nach idealem Zuspiel von De Bruyne seinen Doppelpack (50.). Dem belgischen Spielmacher selbst gelang der dritte Treffer. Aus rund 20 Metern versenkte De Bruyne den Ball im rechten unteren Eck (67.). Elijah Just verkürzte in der Schlussphase auf 1:3 (84.) und stieß die Belgier vorläufig wieder von der Tabellenspitze. Doch der Sekunden zuvor eingewechselte Torjäger Romelu Lukaku brachte die „Roten Teufel“ mit seinem 91. Länderspieltor, dem sechsten bei einer WM, wieder auf Kurs Gruppensieg (86.).