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Gut zwei Wochen ist Lars Söndergaard nun Teamchef des Frauen-Nationalteams. Und in der WM-Qualifikation gilt es nun zu retten, was zu retten ist. Mit einem Punkt steht man nach vier Spielen da. Am 5. Juni folgt das wichtige Match gegen Slowenien am Sport-Club-Platz in Wien-Hernals.

"Die Besten"

Lars Söndergaard hat sich bei der Bestellung seines Teams stark an die letzten Aufgebote gehalten. „Ich habe diese Mannschaft ausgewählt, weil ich finde, dass das die Besten sind“, sagt Söndergaard. Er habe „viele, viele Gespräche“ geführt, doch „am Platz“ kenne er die Spielerinnen noch nicht.

Im Kader findet sich auch wieder der Name der routinierten Stuttgart-Stürmerin Nicole Billa. „Sie spielt in der 2. Liga oft über 90 Minuten. Sie ist eine der torgefährlichsten Spielerinnen.“ Das könne gerade gegen Slowenien und Norwegen entscheidend sein.

Julian Nagelsmann hat am Donnerstag den Kader des DFB-Teams für die WM 2026 nominiert. Mit dabei ist wie erwartet und mittlerweile angekündigt Manuel Neuer. Für den 40-jährigen Tormann des FC Bayern München wird es bereits die fünfte Weltmeisterschafts-Endrunde.

"Ich plane ihn als Nummer eins ein", sagte Nagelsmann auch zur Rolle des fünffachen-Welttorhüters. Die weiteren beiden Torhüter sind Oliver Baumann von Hoffenheim und Alexander Nübel von Stuttgart.

"Jeder weiß, welche Aura Manuel hat und was er einer Mannschaft auch gibt", sagte Nagelsmann, der die späte Enscheidung pro Neuer auch damit begründete, dass man bis vor Kurzem nicht wusste, ob Neuer nach der WM noch weiterspielen werde. Neuer hat aber mittlerweile seinen Vertrag bei den Bayern um ein Jahr verlängert.

Wie er Oliver Baumann erklärt habe, dass er nun nicht die Nummer eins sein werde bei der WM? "Ich habe ihm im März schon gesagt, dass ich ein Treffen hatte mit Manuel", erklärte der Bundestrainer. "Am Ende war es für Oli ein Schlag, das ist aber auch verständlich. Am Ende ziehe ich vor ihm den Hut, auch vor der Saison, die er gerade gespielt hat."

Die 13 hat Sinja Kraus Glück gebracht. Nach einem Dutzend vergeblicher Anläufe auf einen Grand-Slam-Hauptbewerb hat die Wienerin am Donnerstag in Paris dieses Ziel erreicht. Den Aufstieg ins Hauptfeld der Tennis-French-Open vor Augen ließ sich die 24-Jährige nicht mehr lange aufhalten. Die 32-jährige Deutsche Anna-Lena Friedsam hatte in der dritten Qualifikationsrunde in 58 Minuten mit 1:6,1:6 das Nachsehen. Die Auslosung für den Hauptbewerb ist für den Nachmittag angesetzt.

Fix dabei sind auch Anastasia Potapowa, Lilli Tagger und Julia Grabher, womit gleich vier Österreicherinnen im Frauen-Einzel aufschlagen werden. Bei den Männern vertritt Sebastian Ofner Rot-Weiß-Rot. 

Am Freitag versucht es auch der Niederösterreicher Jurij Rodionov gegen den Kroaten Borna Gojo. Der Vorarlberger Joel Schwärzler war am Mittwoch in der zweiten Qualifikationsrunde ausgeschieden.

Aston Villas argentinischer Weltmeister-Tormann Emiliano Martinez bestritt mit gebrochenem Finger das Finale der Europa League. Nach dem 3:0 gegen den SC Freiburg in Istanbul sagte der 33-Jährige ESPN, dass er sich die Verletzung beim Aufwärmen zugezogen hatte. "Aber ich habe das nicht als etwas Negatives empfunden", betonte Martinez. Bei Freiburg mit Österreichs Fußball-Teamspieler Philipp Lienhart machte sich indes Selbstkritik breit.

Er habe vorher noch nie einen Finger gebrochen gehabt, sagte Martinez. "Jedes Mal, wenn ich versuchte, den Ball zu fangen, flutschte der Finger einfach in die andere Richtung. Aber das sind eben Dinge, da muss man durch." Laut dem argentinischen Sender TycSports soll die Verletzung keinen Einfluss auf die WM-Teilnahme haben. Unter Berufung auf das Umfeld des Tormanns hieß es, dass die Beschwerden nicht schwerwiegend seien. Argentinien ist einer von Österreichs Gegnern in der Gruppenphase.

"Königliche Zustimmung" für Villa-Triumph

Aston Villa legte den Grundstein zum Sieg Ende der ersten Hälfte durch Tore von Youri Tielemans (41.) und Emiliano Buendia (45.+3), Morgan Rogers (58.) machte in Hälfte zwei alles klar. "Königliche Zustimmung! Ein überglücklicher Prinz William weint Freudentränen, nachdem er sein geliebtes Aston Villa das Europa-League-Finale in Istanbul gewinnen sah, um die 30-jährige Durststrecke ohne Titel zu beenden - den letzten Pokal gewannen sie, als er 13 Jahre alt war", schrieb die Daily Mail.

Umjubelt wurde auch Trainer Unai Emery, für den es nach den Titeln mit dem FC Sevilla (2014 bis 2016) und Villarreal (2021) Nummer fünf im zweitwichtigsten Europacup-Bewerb war. "Eines Tages wird der Fußball Emery als einen der größten Trainer Europas in Erinnerung behalten. Dieser glorreiche Sport, dieses Wunder, das auf der Straße erfunden wurde und schließlich in einem Labor landete - dem perfekten Ort, an dem Unai die Taktik zur Kunst erhoben hat", steht in der Zeitung AS.

Die Europäische Fußball-Union hat ein neues Konzept für die Nationalmannschaftsturniere der Männer nach der EM 2028 auf den Weg gebracht. Dieses soll in den kommenden Monaten verfeinert und bei der nächsten Sitzung des Exekutivkomitees im September zur endgültigen Verabschiedung vorgelegt werden, teilte die UEFA mit. Änderungen gibt es bei der Nations League, die ab der Ausgabe 2028/29 von den derzeitigen vier Ligen auf drei mit jeweils 18 Mannschaften umgestellt werden soll.

Jede Liga besteht aus drei Gruppen zu je sechs Teams, die sechs Spiele gegen fünf verschiedene Gegner bestreiten: vier Spiele (zwei zu Hause, zwei auswärts) gegen vier Nationen aus anderen Töpfen sowie je ein Heim- und Auswärtsspiel gegen einen Gegner aus dem eigenen Topf. Unverändert bleibt das Format für das Viertelfinale, das Final Four sowie die Play-offs um den Auf- und Abstieg.

Anpassungen auch bei der EM-Quali

Die EM-Qualifikation bleibt mit der Nations League verknüpft, erhält aber ebenfalls eine neue Struktur mit zwei Ligen: Liga 1 mit den 36 Teams der Nations-League-Ligen A und B, dazu zählt aktuell auch Österreich, und Liga 2 mit den verbleibenden Nations-League-Teams. In Liga 1 werden drei Gruppen mit je 12 Teams gebildet, wo die direkten Tickets vergeben werden. Die verbleibenden Plätze werden über ein Play-off-System vergeben, das laut UEFA "auch den Mannschaften der Liga 2 faire Qualifikationschancen" garantieren soll. Der EM-Gastgeber nimmt trotz eines festen Startplatzes an der Qualifikation teil, da die Platzierung mit der nächsten Ausgabe der Nations League verknüpft ist.

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