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Für den SKN St. Pölten ist heute erneut Endspielstimmung angesagt. Denn wenn die Titelverteidigerinnen bei Sturm Graz (18.30/ÖFB TV) nicht gewinnen, ist der Meisterteller fix in Wien.

Tabellenführer Austria Wien empfängt dann am Samstag (14 Uhr/ÖFB TV) Red Bull Salzburg, gegen die man im Cupfinale 1:0 gewinnen konnte. Gewinnt die Austria in der Generali Arena, ist den Veilchen der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte sicher.

Ende der Qualigruppe

Anders als im Meister-Play-off markiert der 23. Spieltag in der Qualifikationsgruppe zugleich die letzte Runde. Der LASK trifft zu Hause auf Südburgenland (14 Uhr/ÖFB TV). Die Linzerinnen stehen als Dritter der Qualifikationsgruppe fest, die Südburgenländerinnen als Tabellenschlusslicht. Aufgrund der nicht erhaltenen Lizenz von Neulengbach bleibt die Spielgemeinschaft aber in der Frauen-Bundesliga.

Am Samstag (15 Uhr/ORF Sport+) trifft Blau-Weiß Linz im letzten Heimspiel der Saison auf Altach. Die Vorarlbergerinnen werden die Saison als Zweiter der Qualifikationsgruppe beenden. Die Oberösterreicherinnen sind Vorletzter. 

Gut zwei Wochen ist Lars Söndergaard nun Teamchef des Frauen-Nationalteams. Und in der WM-Qualifikation gilt es nun zu retten, was zu retten ist. Mit einem Punkt steht man nach vier Spielen da. Am 5. Juni folgt das wichtige Match gegen Slowenien am Sport-Club-Platz in Wien-Hernals.

"Die Besten"

Lars Söndergaard hat sich bei der Bestellung seines Teams stark an die letzten Aufgebote gehalten. „Ich habe diese Mannschaft ausgewählt, weil ich finde, dass das die Besten sind“, sagt Söndergaard. Er habe „viele, viele Gespräche“ geführt, doch „am Platz“ kenne er die Spielerinnen noch nicht.

Im Kader findet sich auch wieder der Name der routinierten Stuttgart-Stürmerin Nicole Billa. „Sie spielt in der 2. Liga oft über 90 Minuten. Sie ist eine der torgefährlichsten Spielerinnen.“ Das könne gerade gegen Slowenien und Norwegen entscheidend sein.

Nach dem 0:9 des österreichischen Eishockey-Teams am Mittwoch gegen die Schweiz stellte sich natürlich die Frage der Bedeutung eines solchen Ergebnisses. Gegen eine Mannschaft, die alles daran setzt, bei der Heim-WM den Titel zu gewinnen, war eine hohe Niederlage für Österreich erwartbar. Und dennoch schmerzte die Höhe ein wenig. Zum Vergleich: Deutschland, Österreichs Gegner am Samstag (20.20 Uhr, ORF 1), hat 1:6 gegen die Schweizer verloren.

Das Programm der WM in Zürich

Schweiz gewann in der Vorrunde 29 von 32 Partien

Allerdings: Die Deutschen rechneten sich Chancen auf einen Punktegewinn gegen die Eisgenossen aus. Das taten die Österreicher erst gar nicht. „Man muss schon realistisch bleiben und sehen“, sagte Teamchef Roger Bader am Rande des Spiels. Die Schweizer sind auch nicht irgendein Mitfavorit auf den Titel. Nach zuletzt zwei verlorenen Finals wollen sie es heuer unbedingt wissen – und gönnen sich selbst in keiner Phase eines Spiels eine Pause zum Durchschnaufen. Seit 2022 hat die Schweiz 29 von 32 Vorrundenspielen gewonnen. Nur Tschechien in der Verlängerung (2025), Kanada (2024) und Lettland (2023, ebenfalls in der Verlängerung) konnten die Schweizer in der Vorrunde bezwingen.

Mario Seidl hat einen verdammt langen Atem. Das liegt in der Natur der Sache, als Nordischer Kombinierer ist es der Salzburger gewohnt, dass man nicht immer auf dem direkten Weg zum Ziel kommt. 

Diese Zähigkeit erklärt, weshalb der 33-Jährige alles in Bewegung setzt, um die dunkle Wolke, die über ihm und seiner Karriere liegt, aufzulösen und sich zu rehabilitieren. „Ich kämpfe um die Wahrheit, meinen Ruf und um Gerechtigkeit.“

Vergessen Sie Taktiktafeln und komplexe Wunschgebilde. Das größte Problem eines Teamchefs ist die Zeit. Wenn Spieler mit völlig unterschiedlicher Vorbelastung und drei verschiedenen Klub-Systemen im Kopf anreisen, hilft kein schöner Plan auf dem Papier. Dann zählt bei drei Tagen Vorbereitung auf ein Länderspiel nur eines: brutale Klarheit.

Julian Nagelsmann ist ein Taktik-Besessener. Er will den Gegner durch seine Überlegungen beherrschen. Sein Spiel basiert auf geduldigem Ballbesitz, Spielkontrolle, ständigen Positionswechseln und Rotationen. Im Vereinsalltag ist das genial. Im Nationalteam kann genau das zum Problem werden.

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