Neil Oberleitner liebt es in der Heimat zu spielen. Und er spielte sich in der Heimat nach oben. Ausgerechnet in Kitzbühel feierte der Wiener im Vorjahr seine Finalpremiere bei einem ATP-Turnier.
An der Seite von Joel Schwärzler, der ehemaligen Nummer eins der Junioren-Welt, fehlte beim Generali Open nur das Happy End; im Endspiel setzte es eine hauchdünne Niederlage gegen die Tschechen Petr Nouza und Patrick Rikl, die erst im Match-Tie-Break besiegelt wurde (5:10). Den Grundstein für den Aufstieg in die Top 100 legte der 26-Jährige, der nun erfolgreich mit dem Inder Sriram Balaji spielt, auf der Challenger-Tour.
Wie war Ihr Grand Slam Debüt bei den Australian Open?
Zuerst nicht zu wissen, ob man überhaupt spielt und dann doch reinzukommen war schon toll, aber dann noch dazu gleich den ersten Sieg gegen sehr gute Gegner zu holen, war ein unglaubliches Gefühl.
Bleibt Balaji der langfristige Partner?
In der nahen Zukunft sind die Turniere mit Balaji geplant.
Wo soll die Reise hingehen?
Ich möchte mich auf der ATP Tour etablieren, die Top 30 sind das Ziel – das ist von den Punkten her ein ziemlicher Sprung. Wie viel haben Sie verdient bei Australian Open? Es war das größte Preisgeld meiner bisherigen Karriere, alles in allem bleiben von dieser Reise ungefähr 12 bis 15.000 Euro über, damit kann man gleich die Reise- und Trainerkosten der kommenden Wochen finanzieren. Aber es hängt auch davon ab, wie weit man auch bei den kleineren ATP-Turnieren kommt, dort sind die Preisgelder geringer – es gibt halt leider nicht jede Woche einen Grand Slam.