Sport-News

Am zweiten Olympia-Sonntag besteht beim Riesenslalom die Riesenchance, dass nach Ariane Rädler/Katharina Huber (Sieg im Teambewerb) auch Julia Scheib zum Golden Girl wird. Doch halt: Laut ORF-Moderatorin Alina Zellhofer sei dieser Ausdruck inakzeptabel, wie sie ihre Redaktion anlässlich deren Nostalgie-Beitrags über die „Goldenen Girls“ Michaela Dorfmeister, Renate Götschl und Alexandra Meissnitzer öffentlich wissen ließ. 

Obwohl das Erfolgstrio, das zusammen 24 Olympia- und WM-Medaillen sammelte, das Golden-Girls-Image nicht irritiert.

Immer mehr Österreicher greifen zum Schläger, offiziell sind es rund 400.000, aber wahrscheinlich darf die Zahl sogar noch ein bisschen höher angesetzt werden. Und ja, wir sind ein tennisbegeistertes Land.  

Und das wollen wir, besser gesagt, können Sie beweisen. Deshalb heißt es wieder: Hobbyspieler vor den Vorhang.  In der kommenden Ausgabe des KURIER-Tennismagazins, das erneut in Kooperation mit dem Österreichischen Tennisverband auf den Markt geht, können Sie sich mit ihren besten Fotos und Beiträgen wiederfinden. Denn Tennis gehört nicht nur den Profis. 

Am 25. März, rechtzeitig zum Start der Freiluft-Saison, erscheint bereits die 11. Ausgabe des einzigen periodischen Tennis-Magazins in Österreich in allen KURIER-Ausgaben. Und Sie können wie in den vergangenen Jahren Teil davon werden, wenn Sie uns Ihre Beiträge bis 3. März mailen: 

An thema@kurier.at.

Als er vor gut einer Woche im italienischen Fleimstal sein Olympia-Quartier bezog, musste Johannes Hösflot Kläbo gleich einmal sein Hotelzimmer wechseln. War das Bett nicht bequem? Gab es kein Warmwasser? Funktionierte die Klospülung nicht? Nein, es war das Internet, das Probleme machte. Die Verbindung war so schlecht, dass er seine geliebten Videospiele nicht spielen konnte. „Ich bin völlig abhängig davon“, sagte der Norweger darauf angesprochen.

Mit einer spielerischen Leichtigkeit lässt der beste Langläufer der Gegenwart auch seine Gegner in der Loipe regelmäßig stehen. So auch beim 10-km-Skating-Bewerb – Kläbo holte sich bereits seine dritte Goldmedaille bei den Spielen in Norditalien, nach Skiathlon und Sprint. Insgesamt hält er damit jetzt bei acht olympischen Goldmedaillen und zog damit mit den Rekordsiegern bei Olympischen Winterspielen gleich.

Rekordjagd

„Das war eines der Rennen, über das ich am meisten nachgedacht hatte. Über 10 km Freistil habe ich noch nie gewonnen. Olympia war für diesen Sieg ein guter Zeitpunkt“, sagte Kläbo. „Das hier vor meiner Familie und speziell vor meinem Opa, mit dem ich so oft trainiere, zu schaffen, bedeutet mir so viel.“ Der 29-Jährige hat jetzt genau so viel olympisches Gold um den Hals wie seine norwegischen Landsleute Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf).

Österreich wird im Tennis zum Team-Land. Obwohl die Abordnung um Kapitän Jürgen Melzer zuletzt in Japan ohne Top-100-Spieler antrat, steht man erstmals seit 2013 in den Top Ten des Nationenrankings. 

Im Vorjahr hatte sich das "KURIER Austria Davis Cup Team" erstmals für das Final 8 in Bologna qualifiziert, nun gewann das Team dank zweier Siege von Jurij Rodionov und einem Matchgewinn von Lukas Neumayer mit 3:2 in Japan. 

Ende 2023 hatten sich die ÖTV-Herren noch an 27. Stelle gesehen. Doch seitdem legten Melzers Mannen einen steilen Aufstieg hin, der auch im Österreichischen Tennisverband höchst erfreut wahrgenommen wird: „Denn während Österreich in den meisten globalen Rankings derzeit leider mehr an Boden verliert, sind wir in einer Weltsportart wie Tennis Top Ten. Das ist schon eine bemerkenswerte Leistung, die uns auch sehr stolz auf unser KURIER Austria Davis Cup Team macht“, erklärt ÖTV-Präsident Martin Ohneberg. 

Wenige Tage nach dem Horrorsturz von Skistar Lindsey Vonn hat der Chefarzt, unter dessen Leitung die US-Amerikanerin operiert wurde, Einblick in die bisherige Behandlung gegeben. 

"Wir haben unsere Pflicht getan. Wir wussten, dass bestimmte Situationen eintreten könnten und waren darauf vorbereitet", sagte Stefano Zanarella der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". Man habe den komplizierten Fall mit einem Expertenteam betreut und sei mit dem Genesungsprozess zufrieden.

Vonn war in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo vorigen Sonntag heftig gestürzt und per Hubschrauber geborgen worden. Sie hatte sich eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen und wurde in einem Krankenhaus in Treviso seitdem dreimal am linken Bein operiert. Vor wenigen Tagen veröffentlichte die 41-Jährige ein Foto aus ihrem Krankenbett in den sozialen Medien und bedankte sich unter anderem beim medizinischen Personal. "Großartig" und "inspirierend" sei Vonns Botschaft gewesen, meinte die Chefin des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.