Sport-News

Der LASK hat sich mit einem überzeugenden 4:1-Heimsieg gegen Austria Wien im Meisterrennen der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. 12.849 Zuschauer in Linz bekamen am Ostersonntag eine verrückte Startphase mit vier Toren und einem Austria-Ausschluss in den ersten 16 Minuten geboten. Auf dem Weg zum ersten Sieg in der diesjährigen Meistergruppe erwischten die Athletiker einen Traumstart mit Treffern von Keba Cisse (4.), Kasper Jörgensen (12.) und Moses Usor (13.).

Die Wiener, die nach Rot für Tin Plavotic (11.) früh nur noch zu zehnt waren, verkürzten durch Lee Tae-seok (16.). ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic besorgte bereits nach 32 Minuten den Endstand, weil die Oberösterreicher im zweiten Abschnitt verschwenderisch mit ihren Chancen umgingen. Vor Abschluss der 3. Meistergruppen-Runde lag der LASK punktegleich mit Rapid und Salzburg (je 22) einen Punkt hinter Sturm (23). Die Austria ist Fünfter (21).

Rasanter Beginn

Im Vorfeld war viel über die Linzer Standardschwäche gesprochen worden. Nach einer kurz ausgespielten Ecke in Minute vier zeigte sich jedoch die Austria-Defensive unsortiert. Cisse köpfelte nach Flanke von Usor unbedrängt ein. Die Richtung war damit vorgegeben - und es wurde früh eindeutig. Plavotic sah nach einem ungeschickten Handspiel an der Strafraumgrenze nach VAR-Eingriff Rot. Der baumlange Innenverteidiger war erst von einer Gelb-Rot-Sperre zurückgekehrt. Jörgensen versenkte den fälligen Freistoß kunstvoll zum 2:0.

Die Gäste wankten nach dem Horrorstart und wurden nach einem Ballverlust im Mittelfeld erneut bestraft. Ein abgerissener Schuss von Rückkehrer Sascha Horvath landete vor den Füßen von Usor, der aus kurzer Distanz einschob. Drei Gegentore in der ersten Viertelstunde hatte die Austria laut Sky-Angaben in ihrer Ligahistorie zuvor noch nicht kassiert. Nur drei Minuten später schlug es auch im LASK-Tor ein. Kalajdzic klärte einen Freistoß per Kopf ins Zentrum, wo Lee Tae-seok aus 20 Metern einfach draufhielt.

Red Bull Salzburg hat sich im Titelrennen der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der Vizemeister setzte sich am Sonntag nach Rückstand bei der TSV Hartberg noch mit 2:1 (0:1) durch und beendete damit eine Negativserie von fünf Pflichtspielen ohne Sieg. Elias Havel brachte die Hartberger in Führung (30.), nach Seitenwechsel drehten Karim Konate (56.) und Sota Kitano (58.) aber die Partie. Die Salzburger stießen vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz vor.

Salzburg-Trainer Daniel Beichler setzte im offensiven Mittelfeld von Beginn an auf Kitano, Jungstar Kerim Alajbegovic wurde nach der mit Bosnien fixierten WM-Teilnahme samt folgender Feierlichkeiten erst zur Pause eingewechselt. Hartberg-Coach Manfred Schmid versteckte sich mit Lukas Fridrikas als drittem Stürmer neben Jed Drew und Havel keineswegs. Kapitän Jürgen Heil absolvierte einen Tag nach seinem 29. Geburtstag sein 200. Bundesligaspiel für die Oststeirer.

Die Salzburger waren vor 2.777 Zuschauern in der Anfangsphase die gefährlichere Mannschaft. Yorbe Vertessen kam aus spitzem Winkel relativ frei zum Abschluss, Hartberg-Goalie Tom Ritzy Hülsmann war am kurzen Eck aber auf dem Posten (10.). Einen weiteren Vertessen-Schuss aus guter Position blockte Habib Coulibaly (23.). Auf der Gegenseite prüfte Havel Salzburg-Goalie Alexander Schlager (27.).

Havel und ein Doppelschlag

Drei Minuten später war der ÖFB-Teamgoalie machtlos: Nach einem der vielen Ballverluste des von seiner Sperre zurückgekehrten Joane Gadou brachte Aleksa Terzic den Ball nicht weg. Drew bediente Havel, der mit einem überlegten Flachschuss ins rechte Eck sein elftes Ligator in dieser Saison erzielte, sein erstes in diesem Kalenderjahr. Salzburg drängte auf den Ausgleich, Konate setzte einen Stanglpass von Frans Krätzig aber knapp über das Tor (43.). Auf der Gegenseite ließ Fridrikas die Chance auf das 2:0 aus (44.).

Salzburg war in der Live-Tabelle der Meistergruppe zur Pause vorübergehend Letzter, drehte die Partie aber mit einem Doppelschlag binnen 68 Sekunden: Nach einem geblockten Schuss des eingewechselten Stefan Lainer schaltete Konate am schnellsten und knallte das Kunstleder mit links sehenswert ins rechte Kreuzeck. Etwas mehr als eine Minute später bediente Edmund Baidoo den mitgelaufenen Kitano, der den Ball ins lange Eck rollte.

Beim 2:0-Auswärtssieg von Colorado Avalanche bei den Dallas Stars schaffte Brent Burns einen historischen Meilenstein. Der Verteidiger absolvierte als erster Verteidiger - und zweiter Spieler nach Stürmer Phil Kessel - 1.000 NHL-Spiele in Serie. Seit 17. November 2013 hat der 41-Jährige in keinem Spiel gefehlt.

Detroit verliert bei den Rangers

Die Detroit Red Wings mit dem Kärntner Marco Kasper haben im Madison Square Garden die Chance verspielt, in die Play-off-Ränge der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL zurückzukehren. Die Mannschaft von Trainer Todd McLellan musste sich am Samstag auswärts den New York Rangers, dem schwächsten Team der Eastern Conference, mit 1:4 geschlagen geben. Damit liegen die Red Wings vor den letzten sechs Spielen des Grunddurchgangs weiter knapp außerhalb der acht Aufstiegsplätze.

Nach dem Führungstreffer von Jaroslav Chmelar (14.) erzielte der 20-jährige Gabe Perreault einen Hattrick (36., 48./PP, 59./EN). David Perron traf in der Schlussminute für die Gäste aus Detroit. Die Red Wings haben zuletzt im Jahr 2016 die Play-offs erreicht und sind im Osten mittendrin im engen Kampf um zwei Aufstiegstickets, in dem sechs Mannschaften nur durch zwei Punkte getrennt sind.

Rossi traf bei Niederlage von Vancouver

Die Vancouver Canucks, die die Saison als Tabellenletzter beenden werden, kassierten mit einem 4:7 im Heimspiel gegen Utah Mammoth die siebente Niederlage in den jüngsten acht Spielen. Der Vorarlberger Marco Rossi erzielte im Powerplay mit seinem zehnten Saisontreffer das Anschlusstor zum 4:5 (45.), danach trafen die Gäste aber noch zweimal.

Buffalo erstmals seit Vanek-Zeiten im Play-off

Die Buffalo Sabres unterlagen in Washington den Capitals 2:6, sind aber erstmals seit 15 Jahren wieder im Play-off dabei. In der Saison 2010/11 stürmte noch Thomas Vanek für die Sabres, damals wie heute war Lindy Ruff Cheftrainer in Buffalo.

 

Lionel Messi und Luis Suarez haben in der Nacht auf Sonntag bei der Stadioneröffnung ihres Fußball-MLS-Clubs Inter Miami getroffen. Die Ex-Barcelona-Stars erzielten beim 2:2 gegen Austin FC jeweils den Ausgleich. Im neuen Nu Stadium nahe von Miamis Flughafen finden 26.700 Fans Platz. Bisher hatte der Verein seine Heimspiele in Fort Lauderdale ausgetragen. 

Einen Torerfolg gab es auch für Hannes Wolf - der Steirer traf  beim Heim-1:1 seines Clubs New York City FC gegen St. Louis.

Seit fünf Pflichtspielen ist Salzburg schon ohne Sieg. Zwar hat man vor der Länderspielpause den Torfluch beim 1:1 gegen Sturm beenden können, will man im Titelkampf noch ein Wörtchen mitreden, muss aber schleunigst ein Sieg her. Und gegen wen soll der gelingen, wenn nicht gegen Hartberg (14.30/Sky). Gegen die Steirer hat Salzburg noch nie verloren, in 23 Duellen gab es 20 Siege und drei Remis. Und: Salzburg kann am Ostersonntag auf mehrere Akteure bauen, die mit viel Selbstvertrauen von ihren Nationalteams zurückgekommen sind.

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