Sport-News

Österreichs Davis-Cup-Doppel Alexander Erler und Lucas Miedler kann aktuell nicht gemeinsam antreten. Erler hat sich bei den French Open eine Verletzung der rechten Ellbogensehne zugezogen und muss für vorerst unbestimmte Zeit pausieren. Der 28-jährige Tiroler, der im Doppelranking 31. ist, unterzieht sich einer Therapie. Wie lange er ausfällt, hängt vom Heilungsfortschritt ab. Miedler muss daher zumindest einmal die Rasensaison mit wechselnden Partnern bestreiten.

Der Niederösterreicher eröffnet die rund fünf Wochen auf Gras in Stuttgart mit dem US-Amerikaner Vasil Kirkov, mit dem er am Dienstag ins Viertelfinale einzog. Danach spielt er mit dem Portugiesen Francisco Cabral die Events in Halle, Mallorca und Wimbledon. Mit Cabral hatte Miedler vor der "Wiedervereinigung" mit Erler gespielt. Als Ziel für den nächsten gemeinsamen Auftritt wird vorerst einmal das Sandplatz-Heimturnier in Kitzbühel (ab 20. Juli) angepeilt.

Der erste Schritt zur Rückkehr auf den Rasen ist gemacht. ÖFB-Pechvogel Christoph Baumgartner wurde vom finnischen Star-Orthopäden Lasse Lempainen in Turku operiert. Der Arzt postete am Montagabend ein Foto mit seinem prominenten Patienten.

Der Finne hatte davor schon die Muskelverletzungen von Frankreichs Star Ousmane Dembélé oder Real Madrids Innenverteidiger Éder Militão behandelt.

Baumgartner hatte sich am Montag vor einer Woche beim Aufwärmen für die WM-Generalprobe in Wien gegen Tunesien (1:0) verletzt. Laut ÖFB-Angaben verspürte der 58-fache Internationale bei einem Schuss einen Stich im Bereich des Hüftbeugers. Dabei ist ihm die Sehne des Rectus femoris an der Oberschenkel-Vorderseite am Hüftansatz gerissen . Eine Verletzung, die eine sehr lange Pause bedeutet.

Rangnick ersetzte ihn gegen Tunesien durch Michael Gregoritsch . Weitere Kandidaten, die bei der WM Baumgartners Rolle im Offensivzentrum übernehmen könnten, sind neben Marcel Sabitzer die im Frühjahr zum ÖFB gewechselten Youngsters Carney Chukwuemeka und Paul Wanner sowie Stürmer Sasa Kalajdzic.

Die USA haben Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia die Einreise verweigert. Der Referee werde nicht bei der Fußball-WM im Einsatz sein können, teilte der Weltverband FIFA mit. Die Grenzschutzbehörde CBP hatte entschieden, dass ein Reisender aus Somalia, "ein Schiedsrichter für die FIFA-Weltmeisterschaft, aufgrund von Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung nicht einreiseberechtigt war, und ihm wurde die Einreise verweigert", hieß es in einer Stellungnahme.

Artan wurde darin nicht namentlich genannt, ist aber der einzige WM-Schiedsrichter aus Somalia. Artan wollte den Angaben zufolge von Istanbul kommend am Samstag in Miami in die USA einreisen. Dabei sei eine weitergehende Überprüfung für notwendig erachtet worden. Jede Einreiseerlaubnis sei eine Einzelfallentscheidung und Beamte der CBP seien befugt, Reisende zu befragen, zu durchsuchen und Entscheidungen im Einklang mit den Gesetzen der USA zu treffen.

FIFA gibt den USA die Schuld

Die FIFA teilte weiter mit: "Die FIFA ist nicht an den Einwanderungsverfahren des Gastgeberlandes beteiligt, einschließlich der Entscheidung über Visaanträge." Wie bei vorherigen Turnieren habe das Gastgeberland das ultimative Recht, über die Visavergabe zu entscheiden. Die WM-Unparteiischen trainieren gemeinsam in Miami und werden dort auf die Spiele vorbereitet. So ist ein Einsatz von Artan auch in den weiteren Gastgeberländern Mexiko und Kanada derzeit ausgeschlossen.

In einem am Montag veröffentlichten Beitrag von Al Jazeera sprach Artan noch über seine Vorfreude auf die WM. "Es ist für mich eine große Ehre, als erster Somali dabei zu sein", sagte er. "Ich hoffe, ich werde dort fantastisch sein."

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.