Sport-News

Nur zwei Spiele trennen die österreichischen Handballer von der WM 2027 in Deutschland. Am Mittwoch (18.00) empfängt das Team von Iker Romero in Graz Polen, am Sonntag folgt das Rückspiel. Während beim Gegner alle Spieler zur Verfügung stehen, sind im ÖHB-Team Lukas Hutecek und Mykola Bilyk angeschlagen. Noch ist nicht sicher, ob bzw. wie viel sie spielen können. 

Stuttgart-Legionär Jakob Nigg kam jedenfalls fit und zuversichtlich zum Team. „Polen ist sicher nicht einfach, sie haben eine sehr gute Mannschaft. Wir wollen aber unser Spiel spielen und uns für die WM qualifizieren.“

Hoher Anspruch

Den Anspruch, die Theorie in die Praxis umzusetzen, hat das ÖHB-Team mittlerweile. „Zu 100 Prozent. Wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass wir ganz oben mitspielen können.“ Bei Großereignissen ist Österreich fast schon Stammgast, die Erinnerung an die letzte WM 2025 in Porec ist bei Nigg noch frisch. 

„Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, es war richtig geil für mich, die erste WM zu spielen. In Porec waren das noch dazu Heimspiele. Jeder von uns will die WM in Deutschland spielen.“ Zumal sehr viele Teamspieler, so wie auch Nigg, in Deutschland tätig sind. „Das wäre natürlich etwas Besonderes. Die Hallen sind toll und bummvoll, das alles ist eine Extramotivation.“

600 Kilometer in 96 Stunden: Das Lauf-Experiment des deutschen Extremsportlers Arda Saatçi sorgte in den letzten Tagen für viel Aufsehen und bewegte Millionen Menschen weltweit. Schon sein Spitzname „Cyborg“ – halb Mensch, halb Maschine – prägt das Bild des 28-Jährigen. Dass dieser selbst gewählte Spitzname mehr ist als reine Symbolik, zeigt sich an der Dimension seiner Herausforderung.

Arda Saatçi: Zwischen Schlafmangel, Schmerzen und Hype

Die Strecke führte vom Badwater Basin, dem tiefsten Punkt der USA, bis nach Los Angeles. Insgesamt mussten rund 6.000 Höhenmeter überwunden werden – bei Temperaturen von bis zu 40 Grad. Eine außergewöhnliche Belastung, die den Körper an seine physischen Grenzen brachte.

Bis zu 20.000 Kalorien pro Tag verbrannte Saatçi – etwa achtmal so viel wie ein durchschnittlicher Erwachsener. Hinzu kamen Schlafmangel, Schmerzen und zunehmende Erschöpfung.

Obwohl er sein Ziel nicht erreichte und erst nach 123 Stunden in Los Angeles ankam, bleibt seine Leistung bemerkenswert. Mit einer durchschnittlichen Pace von zwölf Minuten pro Kilometer bewältigte er die Strecke.

Der nächste große Transfer eines Salzburg-Talents ist fix: Innenverteidiger Joane Gadou verlässt den FC Red Bull Salzburg mit der Saison 2026/27 und wechselt in die deutsche Bundesliga zu Borussia Dortmund. Beim deutschen Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer unterschreibt der 19-jährige Franzose einen langfristigen Vertrag. Über die Ablösesumme wurden keine Details bekanntgegeben. Kolportiert wurden zuletzt 20 Millionen Euro.

Gadou war erst im Sommer 2024 aus der U19 von Paris Saint-Germain nach Salzburg gekommen. Der 1,95 Meter große Abwehrspieler schaffte rasch den Sprung in die Kampfmannschaft der „Roten Bullen“. Nach ersten Einsätzen in der UEFA Youth League und einem Match für Kooperationsklub FC Liefering entwickelte sich der französische Nachwuchsteamspieler schnell zu einer fixen Größe im Salzburger Kader. Insgesamt absolvierte er 58 Pflichtspiele für den österreichischen Serienmeister.

Mit dem Wechsel zu Borussia Dortmund setzt Gadou nun den nächsten Karriereschritt. In Deutschland soll der talentierte Innenverteidiger künftig auf höchstem Niveau weiterentwickelt werden.

"Qualität, zu bestehen"

„Ein Wechsel zu einem der besten Klubs in Deutschland ist für alle Beteiligten positiv zu sehen – für den Spieler, aber auch für uns als Klub“, erklärte Salzburg-Sportgeschäftsführer Marcus Mann. „Wir wissen, dass Joane das Talent und die Qualität dazu hat, um dort zu bestehen und ein wichtiger Spieler zu werden.“

Pläne der mexikanischen Regierung, aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft vorzeitig schulfrei zu geben, sind gestoppt worden. Das Schuljahr werde unverändert am 15. Juli enden, gab Bildungsminister Mario Delgado am Montag (Ortszeit) bekannt. Delgado hatte zuletzt Überlegungen angestellt, das Schuljahr aufgrund der Hitze und der Entlastung für die Gastgeber-Städte schon am 5. Juni zu beenden. Elternverbände hatten dagegen heftig protestiert.

"Das ist nicht zu akzeptieren"

"Die Weltmeisterschaft als Argument zu verwenden, um den Schulkalender zu verkürzen, ist nicht zu akzeptieren. Die Bildung unserer Kinder kann nicht für ein Sportevent geopfert werden, das nur in drei von landesweit 2.500 Gemeinden stattfinden", schrieb Mexikos landesweiter Elternverband in einer Mitteilung. Hohe Temperaturen wären außerdem nichts Neues.

Mexikos Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum war nach Delgados Ankündigung in der vergangenen Woche rasch zurückgerudert. Die Pläne seien noch nicht ausgereift, sagte sie kurz darauf. Mexiko richtet die WM (11. Juni bis 19. Juli) gemeinsam mit den USA und Kanada aus, Gastgeber-Städte sind Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara.

Laut Medienberichten findet sich im vorläufigen WM-Kader des brasilianischen Fußballverbands auch der 34-jährige Stürmerstar Neymar (Santos FC). Der verletzungsanfällige Neymar hatte sich zuletzt mehrfach enttäuscht über seine Nichtnominierung für Länderspiele Brasiliens gezeigt. Neymar absolvierte sein letztes Länderspiel im Oktober 2023 gegen Uruguay. Nationaltrainer Carlo Ancelotti will seinen endgültigen Kader am 18. Mai bekanntgeben.

Im vorläufigen Aufgebot von Österreichs WM-Gegner Argentinien scheint auch Lionel Messi auf. 

Der ÖFB nannte 53 Spieler, gibt die Namen aber nicht bekannt, wie er auf Anfrage der APA mitteilte. Wie Ancelotti wird auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick am 18. Mai seinen Kader öffentlich machen.

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