Sport-News

Dass die Reichsbrücke eingestürzt ist, erfährt Niki Lauda am Sonntagvormittag aus dem Mund des KURIER-Reporters Helmut Zwickl, der ihn im Ferrari-Wohnwagen besucht. „Unglaublich, wie kann so was passieren?“, sagt Lauda. „Ein Materialgebrechen?“

Um 14.23 Uhr, keine zehn Stunden nach dem Brückeneinsturz, wird Lauda selbst im Mittelpunkt eines Unglücks stehen: Bei einem verheerenden Unfall fängt sein Bolide Feuer, der Pilot kommt nur knapp mit dem Leben davon. Die Narben bleiben, die Kappe, mit der er seinen jetzt kahlen Kopf bedeckt, wird zu Laudas Markenzeichen.

Die Graz Giants sicherten  sich die Austrian Bowl XLI. In einem spannenden  Endspiel behielten die Grazer gegen die Danube Dragons knapp mit 16:14 die Oberhand und fixierten damit den elften Meistertitel in ihrer  Vereinsgeschichte. 

Zuletzt waren die Giants vor 18 Jahren die Nummer 1 in Österreich. Österreichischer Rekordchampion sind immer noch die Vienna Vikings mit 15 Trophäen.

Zehnmal in Folge hatte in dieser WM-Saison ein Mercedes die Poleposition geholt. Am Samstag in Budapest war es vorbei mit der Dominanz der Silberpfeile. Mc-Laren-Pilot Lando Norris war im Qualifying der Schnellste und nimmt heute den Grand-Prix von Startplatz 1 in Angriff. Norris holte seine 17. Pole, die erste seit seinem WM-Titel. 

Der Brite war an diesem Wochenende in allen drei Quali-Teilen der Schnellste. „Ich bin sehr glücklich, zurück an der Spitze zu sein“, sagte er danach. „Am Ende bin ich aber auch ein bisschen positiv überrascht.“ Einen Grand-Prix-Sieg hat er in dieser Saison trotz der zuletzt spürbaren Fortschritte noch immer nicht eingefahren.

Für Lewis Hamilton hätte es die perfekte Antwort auf sein Ungarn-Debakel vom Vorjahr werden können, als er nach Startplatz zwölf noch erklärt hatte: „Ich bin nutzlos, absolut nutzlos.“ Zwölf Tausendstel fehlten diesmal auf die zehnte Ungarn-Pole, eine Fahrleistung ohne Fehl und Tadel. Die Rennkommissare sahen das anders: Weil er am Ende von Q3 Oscar Piastri auf der Ideallinie den Weg versperrte, kassierte Hamilton drei Startplätze Strafe. Aus Platz zwei wurde Startplatz fünf. Hinter Norris rückt durch die Strafe Charles Leclerc in die erste Startreihe, WM-Leader Kimi Antonelli steht auf Startplatz drei. 

So manche der 2,25 Millionen ORF-Seher werden beim von Spanien dominierten und von Argentiniern mit Rugby verwechselten Finale eingenickt sein. In den WM-Wochen davor aber hatten selbst bei Spielen ohne Österreich-Bezug und selbst zu konsumentenfeindlichen Zeiten bis zu eine Million und bei Argentinien – Österreich via ServusTV gar 2,5 Millionen vorm Bildschirm ausgeharrt. So gesehen fiel die Rückkehr in den Fußball-Alltag ernüchternd aus:

48 Stunden nach der WM wollten das erste Klub-Pflichtspiel in ORF 1 kaum 300.000 sehen. Während sich um 100.000 mehr für Hermann Maier entschieden, der auf ORF 2 zu gleicher Zeit Naturwunder aus den Zillertaler Alpen präsentierte. Für die Grazer Sturm-Leute ist die „Niederlage“ gegen den Herminator zu verkraften, legten sie doch mit einem 4:0 über den schottischen Spitzenklub Hearts of Midlothian die Basis für einen Startplatz in Fußball-Europa. Auch Rapid und Austria sollten sich nach Pflicht-Auswärtssiegen gegen No Names für weitere internationale Aufgaben noch vorm Bundesligastart qualifizieren.

Die Generali Open in Kitzbühel haben mit Quentin Halys einen Sensationssieger.  Viel spannender hätte das Finale des ATP-250er-Turniers nicht verlaufen können.  Titelverteidiger Alexander Bublik hatte seinen französischen Überraschungsgegner von Beginn an unterschätzt und musste sich letztlich 4:6, 6:7 (6) geschlagen geben.

Der 29-jährige Halys, Nummer 95 der Welt und noch nie besser als auf Rang 46, zeigte bei eigenem Aufschlag eine Weltklasseleistung. In seinen ersten drei Games schlug Halys gegen die Nummer 11 der Welt neun Asse (!). Im gesamten Spiel waren es 17 Asse und etliche Servicewinner. In beiden Sätzen ließ er keinen einzigen Breakball zu.  Bublik beendete das Spiel mit einem Fehler bei einem Stoppball bei 6:7 im Tiebreak des zweiten Satzes. 

Halys freute sich über seinen ersten ATP-Turniersieg: „Es war ein hervorragendes Spiel gegen einen unglaublichen Gegner. Ich hoffe, es hat jeder hier das Spiel so genossen wie ich.“ 

Alle außer Bublik wahrscheinlich, der nicht mehr wusste, was er beim Aufschlag des Gegners machen sollte. Einmal stellte er sich zwei Meter vor die Grundlinie und Halys servierte unbeeindruckt das nächste Ass. 

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