Sport-News

Von Fabio Tartarotti 

Eine absolute Must-Win-Partie wartete am Karsamstag auf den SV Deutsch Kaltenbrunn. Seit der Winterpause durfte die 1.730 Einwohner zählende Marktgemeinde über keinen Heimsieg mehr jubeln. Über die letzten Wochen war der Verein langsam aber sicher in Richtung Abstiegskampf abgerutscht. Gegen Tabellenschlusslicht SC Kemeten mussten am durchaus gut besuchten Sportplatz drei Punkte her um den Anschluss ans Mittelfeld nicht zu verlieren.

Von Fabio Tartarotti

Den Sportplatz des SV Güssing darf man zweifelsohne zu einer der eindrucksvollsten Spielstätten der Ost-Region zählen. Hinter dem Spielfeld ragt imposant die Burg Güssing empor, die älteste noch bestehende Burganlage des Burgenlandes. Einst eine wichtige Festung zur Absicherung der Westgrenze des ehemaligen Königreiches Ungarn, ist Güssing mittlerweile schneller eingenommen als Sie „Uhudler“ sagen können (selbstverständlich an der Schank erhältlich). 

Der LASK ist erfolgreich aus der Länderspielpause gestartet. Beim 4:1 gegen die Wiener Austria am Ostersonntag war die Richtung rasch vorgegeben. "Wir wissen alle, dass wir es können. Nach 15 Minuten war die Messe gelesen", konstatierte ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic, der noch in der ersten Hälfte zum 4:1-Endstand traf. "Es war ein extrem wichtiger Sieg für uns. Hättest du heute verloren, wäre der Zug abgefahren gewesen. So bleibst du mittendrin", erklärte Dietmar Kühbauer.

Sieben Runden vor Schluss gehört der LASK (22) nun zu einem Verfolger-Trio um die punktgleichen Salzburger und Rapid. Nur Meister Sturm ist nach dem 2:0 bei Rapid leicht - um vier Punkte - vorne.

Linzer mögen es scharf

"Dass es eng wird, wissen wir alle. Es wird der Meister, der es am Schärfsten gemacht hat", sagte Kühbauer. Dazu konnte Kalajdzic nach dem ersten Sieg in der diesjährigen Meistergruppe treffend feststellen: "Unsere Schärfe war da, wir waren effizient. Mir hat gefallen, wie jeder Einzelne ans Limit gegangen ist und dann forciert man auch ein bisschen das Glück."

Letztlich, da war man sich auch im Linzer Lager sicher, lief an diesem Ostersonntag schon in der Anfangsphase "alles für uns", wie Rückkehrer Sascha Horvath zugab. "Wir machen ein Standardtor, dann Rote Karte, Freistoß, du bist dann einer mehr. Es war das erste Mal wieder heiß und wir lassen sie dann gut laufen." Das Zeug zur Initialzündung für ein erfolgreiches Saisonfinish der Athletiker sieht der Kapitän gegeben. Es sei "sowieso alles möglich", meinte Horvath. "Wir haben in der Saison Auf und Abs, es heißt jetzt einfach dranbleiben."

Austria-"Deja-vu" vor dem Derby

Die Austria verlor gegen einen direkten Konkurrenten an Boden. Dennoch ist Rang zwei nur einen Punkt entfernt. "Komplett verschlafen, überhaupt nicht da gewesen. Das reicht dann mit der Atmosphäre einfach nicht", sagte Verteidiger-Routinier Reinhold Ranftl über den Beginn seiner Mannschaft. Es gipfelte im zweiten Rückschlag in der Meistergruppe. Wie schon beim 2:5 gegen Sturm flog Tin Plavotic vom Platz. "Ich glaube nicht, dass er es wollte, aber so ist das Regelwerk", sagte Ranftl zum unglücklichen Handspiel des baumlangen Verteidigers, das zum Ausschluss führte. "Wir dürfen auch nicht so auseinanderfallen. Das hatten wir schon gegen Sturm und heute detto", sagte Ranftl.

Sturm Graz zog mit einem 2:0-Erfolg gegen Rapid in der Tabelle davon und hat auch an Selbstvertrauen dazugewonnen.  Kapitän Jon Gorenc Stankovic sagte: "In der zweiten Hälfte haben wir richtig Klasse gezeigt. Wir sind eine richtig geile Truppe. Wir haben einige Spieler dazu bekommen, jetzt werden wir immer besser."

Sein Trainer Fabio Ingolitsch begründete die starke zweite Hälfte mit Umstellungen in der Pause: "Wir haben dann einen Zehner zurückgezogen und haben dann bei Ballgewinnen besser reagieren können. Und Rapid konnte nicht mehr durch die Seitenverlagerungen in so viele 1-gegen-1-Duelle kommen."

Der slowenische Radsportdominator Tadej Pogacar hat am Sonntag auch das zweite Monument des Jahres für sich entschieden. Der 27-jährige Weltmeister gewann die Flandern-Rundfahrt eine halbe Minute vor seinem Klassiker-Dauerrivalen Mathieu van der Poel. Remco Evenepoel überzeugte bei seinem Debüt als Dritter. Für den vor zwei Wochen erstmals bei Mailand-Sanremo siegreichen UAE-Kapitän war es der dritte "Ronde"-Sieg nach 2023 und im Vorjahr.

Mit dem zwölften Triumph bei einem der fünf Monumente liegt nur noch Eddy Merckx mit 19 vor Pogacar. Seinen neuerlichen Sieg am belgischen Radnationalfeiertag mit 278 km von Antwerpen nach Oudenaarde fixierte er im Duell mit dem niederländischen Alpecin-Profi Van der Poel wie vor einem Jahr mit einer Attacke am Kwaremont-Anstieg. Den 18 km vor dem Ziel herausgefahrenen Vorsprung hielt der Slowene am Paterberg und baute ihn auf den letzten flachen Kilometern noch etwas aus. Mit dem dritten Triumph schloss Pogacar zu den Flandern-Rekordhaltern mit Van der Poel, Tom Boonen und Fabian Cancellara auf.

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