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Turbulente WM-Generalprobe: Österreich war mit einem Mann weniger besser

Das ÖFB-Nationalteam besiegte Tunesien mit 1:0. Sabitzer gelang in numerischer Unterzahl der Siegestreffer.
Österreich reist mit einem Sieg im Gepäck zur WM nach Nordamerika

Die WM-Generalprobe der österreichischen Nationalmannschaft ist letztlich mit einem 1:0-Erfolg durch ein Tor von Marcel Sabitzer gegen Tunesien gelungen, zeigte dem ÖFB-Team aber auch Unwägbarkeiten auf, die bei der WM-Endrunde zukommen können. Denn lange Zeit war der Test im Wiener Prater ein echter Härtefall, den man schließlich in Unterzahl noch lösen konnte.

 

Rot für Laimer

Teamchef Ralf Rangnick hatte in Aussicht gestellt, dass die Startelf gegen Tunesien identisch mit jener beim ersten WM-Spiel gegen Jordanien sein könnte. Gut möglich somit, dass er Konrad Laimer als Linksverteidiger sieht wie beim letzten Test im Wiener Prater, weil Jordanien rechts in der Offensive besondere Stärken aufweist.

Rangnick wünschte sich einen Sieg, ein gutes Spiel und keine Verletzten. Letzteres  erfüllte sich schon vor Spielbeginn nicht, weil sich Christoph Baumgartner beim Aufwärmen verletzte (Stich im Oberschenkel), für ihn rutschte Gregoritsch in die Elf.

35.100 Fans sorgten für eine WM-würdige Stimmung bei der Verabschiedung des Teams.  Österreich startete mit viel Ballbesitz, doch Tunesien bewies recht bald, dass es nicht nur tief stehen, sondern auch flott umschalten und gefährlich werden kann. Hannibal traf bei einem Freistoß von der Seite die Latte, Chaouat wenig später die Stange.

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Konrad Laimer sah bereits in der ersten Halbzeit die Rote Karte

Schwache erste Halbzeit

Österreichs Spiel war ungenau und fehlerhaft, weshalb man auch keine Chancen kreieren konnte. Die vorgeschriebene Trinkpause nützte Rangnick für taktische Anweisungen. 

In der 36. Minute sah Laimer nach einem Handspiel und VAR-Intervention die Rote Karte, was aber laut FIFA-Passus (Artikel 10, Paragraf 2) keine Sperre nach sich ziehen wird. Ben Slimane setzte einen Freistoß an die Latte (38.), Chaouat scheiterte an Goalie Schlager. Tunesiens Führung lag mehr als nur in der Luft.

Sasa Kalajdzic brachte Schwung ins Spiel

Sasa Kalajdzic brachte Schwung ins Spiel

Warnung

Die erste Hälfte durfte man durchaus als WM-Warnung verstehen. Rangnick brachte zur zweiten Hälfte Kalajdzic, Chukwuemeka, Friedl, Mwene und Danso. 

Und siehe da, Kalajdzic hatte in der 48. Minute Österreichs erste gute Möglichkeit, verfehlte mit einem Schuss nur knapp. In Unterzahl hielt Österreich beherzt dagegen, wirkte mit Kalajdzic und Chukwuemeka viel beweglicher und ging gar in Führung. 

Einen Angriff über die rechte Seite schloss Sabitzer nach Hereingabe von Posch zum umjubelten 1:0 ab (63.). Wenig später hätte das zweite Tor folgen müssen, in einer Aktion traf Friedl die Stange, Posch im Nachschuss die Latte. 

Der Auftritt der Österreicher nach der Pause entschädigte für die Leistung davor, es wurde zielstrebiger in die Tiefe gespielt und gut kombiniert, zwischendurch gab es Sprechchöre und ein Transparent für Rangnick. Die „zweite Garnitur“ empfahl sich beim 14. Heimspiel in Folge ohne Niederlage für mehr und baut somit Druck auf die Stammkräfte auf. Eine positive Erkenntnis für die WM.

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