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Krieg in Ukraine
06/27/2022

13 Tote nach Angriff auf Einkaufszentrum + Putin will an G20-Gipfel teilnehmen

Tag 124 im Krieg. Alle Entwicklungen rund um die Lage in der Ukraine und die Auswirkungen des Krieges finden Sie hier.

von Josef Siffert, Marie North

Aktuelle Entwicklungen

  • Tag 124: Tote bei Raketenangriff auf ukrainisches Einkaufszentrum (mehr)
  • Kreml: Putin will an G20-Gipfel im Herbst teilnehmen (mehr)
  • NATO will schnelle Eingreiftruppe stark aufstocken (mehr)
  • Erster Staatsbesuch seit Kriegsbeginn: Wohin Putin reist (mehr)
  • G7: Weitere Sanktionen gegen Moskau (mehr)
  • Russland vor Zahlungsausfall? (mehr)
  • USA vor Kauf von neuem Raketensystem fĂŒr Kiew (mehr)
  • Experte rĂ€t auch Österreich zum Energiesparen (mehr)
  • Von der Leyen gegen Boykott des G20-Gipfels mit Putin (mehr)
  • G7 wollen Importverbot fĂŒr russisches Gold (mehr)
  • Ukraine meldet Raketenbeschuss - auch aus Belarus (mehr)
  • Waffe Nahrung: "Glaube, dass der Hunger wiederkommt" (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Tag 123: Raketen auf Kiew: "Das ist noch mehr von ihrer Barbarei" (mehr)
  • Tausende Delfine im Schwarzen Meer verendet (mehr)
  • Ukrainische Truppen werden aus Sjewjerodonezk abgezogen (mehr)
  • EuropĂ€ische Politiker erhielten Anruf von Fake-Klitschko (mehr)
  • Habeck: Völliger Gas-Lieferstopp zu befĂŒrchten (mehr)
  • Lawrow wirft EU und NATO Kriegsvorbereitungen vor (mehr)
  • Warnung an FlĂŒchtlinge vor rascher RĂŒckkehr (mehr)
  • Wo und wem Russland noch den Gashahn zudreht (mehr)
  • EU macht Ukraine und Moldau zu Beitrittskandidaten (mehr)
  • Deutschland hat Alarmstufe ausgerufen (mehr)
  • EU erwartet massiven Einbruch der ukrainischen Getreideexporte (mehr)
  • Wie sich europĂ€ische Staaten auf einen Gas-Lieferstopp Russlands vorbereiten (mehr)
  • Westbalkan-Staaten wollen EU-Gipfel doch nicht boykottieren (mehr)

Ukraine-Krieg: Aktuelle Entwicklungen

  • Heute, 07:03 AM

    Ukrainischer PrÀsidentenberater: Russland in einer "strategischen Sackgasse"

    Die ukrainischen StreitkrĂ€fte haben eigenen Angaben zufolge einen russischen Angriff in der sĂŒdlichen Region Cherson zurĂŒckgeschlagen. "Die russischen StreitkrĂ€fte haben seit letztem Monat nur minimale Fortschritte gemacht, und in einigen FĂ€llen sind wir vorgerĂŒckt“, sagte der ukrainische PrĂ€sidentenberater Olexij Arestowytsch in einem Video. "Was wir
    hier sehen ist eine 'strategische Sackgasse'."

  • Heute, 05:48 AM

    Fitch stuft LĂ€nderrating wieder hoch

    Fitch hat das LĂ€nderrating fĂŒr die Ukraine auf "CC" von zuvor "RD" hochgestuft. Grund sei die Restrukturierung der externen Verbindlichkeiten in der vergangenen Woche, teilt die Agentur mit. AuslĂ€ndische GlĂ€ubiger rĂ€umten der Ukraine einen zweijĂ€hrigen Aufschub fĂŒr anstehende Anleihe-Zahlungen im Wert von fast 20 Milliarden Dollar ein.

    Eine Bewertung mit "CC" bedeutet eine ungenĂŒgende BonitĂ€t. Seit Beginn des russischen Angriffs am 24. Februar steckt die Ukraine in einer schweren Wirtschaftskrise. "RD" ist bei Fitch die letzte Stufe vor einem komplettem Zahlungsausfall. Einen Ausblick vergibt Fitch bei BonitĂ€tsbewertungen von "CCC+" oder schlechter ĂŒblicherweise nicht.

  • Heute, 05:47 AM

    Estland beschrĂ€nkt Einreise fĂŒr russische StaatsbĂŒrger

    Estland hat seine Visa-Regelungen fĂŒr Menschen aus Russland verschĂ€rft und deren Einreise beschrĂ€nkt. Russische StaatsbĂŒrger dĂŒrfen von heute an nicht mehr mit einem von Estland ausgestellten Schengen-Visum in das baltische EU- und NATO-Land einreisen. Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums in Tallinn sollen daher an den drei GrenzĂŒbergĂ€ngen zu Russland in Narva, Luhamaa und Koidula zusĂ€tzliche Visakontrollen stattfinden.

    Estland hatte als eine Reaktion auf Russlands Angriffskrieg in der Ukraine die Vergabe von Visa und Aufenthaltsgenehmigungen an Russen bereits weitgehend ausgesetzt. Mit einem gĂŒltigen Visum war es aber weiterhin möglich, per Bus oder Auto ĂŒber die estnische Grenze in den Schengenraum einzureisen. Dies ist kĂŒnftig nicht mehr möglich. Bestimmte Ausnahmen gelten jedoch etwa fĂŒr Russen mit Wohnsitz, Aufenthaltsrecht oder Verwandten in Estland.

    Weiter einreisen dĂŒrfen auch russische BĂŒrger mit von anderen EU-Mitgliedern ausgestellten Visa, die fĂŒr den gesamten Schengen-Raum mit seinen 26 europĂ€ischen LĂ€ndern gilt. Zusammen mit seinen ebenfalls an Russland grenzenden NachbarlĂ€ndern Finnland und Lettland macht sich Estland daher fĂŒr einen grundsĂ€tzlichen Stopp von Touristenvisa stark. Deutschland und die EU-Kommission in BrĂŒssel lehnen dies ab.

  • Heute, 05:45 AM

    Mindestens sechs Tote bei russischem Angriff auf Charkiw

    Bei einem russischen Angriff auf die zweitgrĂ¶ĂŸte ukrainische Stadt Charkiw sind am Mittwoch mindestens sechs Menschen getötet worden. 16 weitere Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Sinegubow, im Messengerdienst Telegram mitteilte. Nach dem Angriff sei ein großes Feuer in einem WohngebĂ€ude ausgebrochen. Ukrainische StreitkrĂ€fte schlugen indes einen russischen Angriff in der sĂŒdlichen Region Cherson zurĂŒck.

  • Heute, 05:44 AM

    Guten Morgen!

    Tag 176 nach dem russischen Angriff in der Ukraine: 

    Die TĂŒrkei und die Vereinten Nationen wollen heute zu einem Treffen mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskij zusammenkommen. Dazu reisen UNO-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres, der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan und Selenskij nach Lwiw (Lemberg) in der Westukraine. Nach tĂŒrkischer AnkĂŒndigung soll dort auch die "Beendigung des Krieges zwischen der Ukraine und Russland auf diplomatischem Wege erörtert" werden.

  • 08/17/2022, 09:41 PM

    Ukraine-Geheimdienst: Moskau bringt Flugzeuge auf Krim in Sicherheit

    Die russische Luftwaffe versucht ukrainischen Geheimdienstangaben zufolge, nach mehreren Explosionen Kampfflugzeuge und Hubschrauber auf der Krim in Sicherheit zu bringen. Teils wĂŒrden die Flugzeuge ins Innere der 2014 annektierten Halbinsel ĂŒberfĂŒhrt, teils auf russisches Festland abgezogen. Das teilte der ukrainische MilitĂ€rgeheimdienst am Mittwoch auf Facebook mit. Beobachtet worden sei die Verlegung von mindestens 24 Flugzeugen und 14 Hubschraubern.

  • 07/29/2022, 09:02 AM

    Wagner-Söldner im Einsatz

    Die Söldner-Organisation Wagner hat nach Erkenntnissen des britischen Geheimdienstes wohl die Verantwortung fĂŒr bestimmte Frontabschnitte in der Ostukraine erhalten. Das sei eine maßgebliche VerĂ€nderung gegenĂŒber dem vorherigen Einsatz seit 2015, schreibt das Verteidigungsministerium in London auf Twitter und beruft sich auf das tĂ€gliche Bulletin des MilitĂ€rgeheimdienstes. Zuvor seien die Wagner-Söldner vor allem an EinsĂ€tzen beteiligt gewesen, die sich von den offenen großangelegten AktivitĂ€ten des regulĂ€ren russischen MilitĂ€rs unterschieden hĂ€tten.

    Der Grund fĂŒr die TaktikĂ€nderung könne darin liegen, dass das russische MilitĂ€r mit einem großen Mangel an Kampfinfanterie konfrontiert sei. Allerdings reichten die Wagner-KrĂ€fte höchstwahrscheinlich nicht aus, um einen signifikanten Unterschied im Verlauf der russischen Invasion der Ukraine machen, heißt es in dem Geheimdienstbericht.

  • 07/29/2022, 06:30 AM

    Ukrainische Gegenoffensive in Cherson nimmt Fahrt auf

    Die Ukraine macht nach eigenen Angaben und nach EinschĂ€tzung des britischen Geheimdienstes Fortschritte bei ihren BemĂŒhungen um die RĂŒckeroberung von Teilen der SĂŒdukraine. Im Gebiet Cherson sei es dem ukrainischen MilitĂ€r dank vom Westen gelieferter ArtilleriegeschĂŒtze gelungen, mindestens drei BrĂŒcken ĂŒber den Dnipro zu beschĂ€digen.

    Das erschwere Moskau die Versorgung der besetzten Gebiete und mache die russische 49. Armee am Westufer des Dnipro Ă€ußerst verwundbar.

  • 07/28/2022, 11:23 PM

    Syrisches Schiff mit ukrainischem Getreide im Libanon eingelaufen

    Ein mit Getreide aus der Ukraine beladenes Schiff ist nach ukrainischen Angaben im Hafen von Tripolis eingelaufen. Der ukrainische Botschafter im Libanon, Igor Ostasch, habe dies dem libanesischen PrĂ€sidenten Michel Aoun am Donnerstag mitgeteilt, heißt es auf der Facebook-Seite der Botschaft. Demnach lief das syrische Schiff am Mittwoch dort ein. Die geladene Gerste wurde den Angaben nach aus dem Hafen von Fedossija auf der von Russland annektierten Krim exportiert.

    Am Freitag hatten die Kriegsgegner Ukraine und Russland mit den Vereinten Nationen und der TĂŒrkei ein Abkommen unterzeichnet, um von drei SchwarzmeerhĂ€fen Getreideausfuhren aus der Ukraine zu ermöglichen. Von der Vorjahresernte warten ukrainischen Angaben zufolge noch ĂŒber 20 Millionen Tonnen Getreide auf die Ausfuhr. Der Hafenbetrieb war nach der russischen Invasion Ende Februar aus SicherheitsgrĂŒnden eingestellt worden - Moskau wurde eine Blockade des Getreides vorgeworfen. Die Ukraine hatte zudem ihre KĂŒste zum Schutz vor russischen LandungseinsĂ€tzen vermint. Wegen ausbleibender Getreidelieferungen befĂŒrchten die UN zunehmend Hungerkrisen auf der Welt.

  • 07/28/2022, 10:40 PM

    Lawrow deutet GesprÀch mit Blinken an

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow will ein GesprĂ€ch mit seinem US-Kollegen Antony Blinken fĂŒhren, sobald er Zeit dafĂŒr hat. Derzeit habe er einen vollen Terminkalender mit internationalen Kontakten, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag der Agentur Tass zufolge. Lawrow werde der Bitte um ein GesprĂ€ch nachkommen, "wenn es die Zeit erlaubt".

     Blinken hatte am Mittwoch mitgeteilt, bei einem Telefonat "in den kommenden Tagen" mit Lawrow solle es um die Freilassung der in Moskau inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner und ihres Landsmanns Paul Whelan gehen. Griner muss sich derzeit wegen eines Drogendelikts vor einem russischen Gericht verantworten. Whelan ist wegen Spionage im Juni 2020 zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Nach russischen Angaben konnten sich die beiden Seiten bisher nicht auf einen Gefangenenaustausch einigen.

     

  • 07/28/2022, 06:11 PM

    Russland droht mit Reaktion auf Finnlands NATO-Beitritt

    Ein Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands wird nach Ansicht des frĂŒheren Kremlchefs Dmitri Medwedew eine militĂ€rische Gegenreaktion Russlands nach sich ziehen. Sollten Nato-StĂŒtzpunkte auf dem Territorium der LĂ€nder errichtet und Waffen stationiert werden, dann werden „unsere Reaktionsschritte symmetrisch dazu erfolgen“, sagte der Vizechef des russischen Sicherheitsrats nach einem Treffen zur Sicherheitslage an der Grenze zu Finnland.

  • 07/28/2022, 05:10 PM

    TĂŒrkei: Putin-Rufe bei Fußballspiel

    Fans von Fenerbahce Istanbul haben mit ihrem Verhalten den Sieg von Dynamo Kiew im zweiten Pflichtspiel der Ukrainer seit Beginn des russischen Angriffskriegs ĂŒberschattet. Übereinstimmenden tĂŒrkischen Medienberichten zufolge skandierten zahlreiche AnhĂ€nger des tĂŒrkischen Fußball-Clubs in der zweiten Halbzeit der Partie der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde den Namen des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin.

  • 07/28/2022, 04:56 PM

    Ukrainer rĂŒcken weiter auf Cherson vor

    Die Absicht der Ukrainer dĂŒrfte sein, bis Winterbeginn das westliche Ufer des Dnepr zurĂŒckzuerobern und den Fluss zu einem natĂŒrlichen Hindernis zu machen.

  • 07/28/2022, 04:17 PM

    FĂŒnf Tote bei russischem Angriff

    Bei einem russischen Angriff auf eine Stadt im Zentrum der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben am Donnerstag mindestens fĂŒnf Menschen getötet worden. Bei dem Angriff auf Kropywnyzskyj seien zudem 25 Menschen verletzt worden, unter ihnen zwölf Soldaten, berichtete der Regionalgouverneur Andrij Raikowitsch in einem auf Telegram veröffentlichten Video.
    Die Angriffe hÀtten zwei Lagerhallen eines Flughafens getroffen. Dabei seien mehrere Flugzeuge und GebÀude zerstört worden. Die Stadt war bereits am Samstag Ziel russischer Angriffe gewesen. Dabei waren drei Menschen getötet worden, unter ihnen ein Soldat. Die Angriffe trafen die Eisenbahn und einen MilitÀrflughafen.
    Kropywnyzskyj liegt etwa 300 Kilometer sĂŒdlich von Kiew und hatte vor dem Krieg etwa 220.000 Einwohner. Nach ukrainischen Angaben gab es auch Angriffe auf einen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt bei Kiew, in der Region von Tschernihiw und auf Charkiw, die zweitgrĂ¶ĂŸte Stadt der Ukraine nahe der russischen Grenze.

  • 07/28/2022, 04:06 PM

    Kreml: Hoffen auf raschen Einbau der Gasturbine bei Nord Stream 1

    Russland hofft nach Kremlangaben angesichts der gedrosselten Gaslieferungen durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland auf eine rasche RĂŒckkehr der reparierten Gasturbine. Die in Kanada gewartete Turbine solle dann in die Gasverdichterstation Portowaja eingebaut werden, danach könnten die Arbeiten fĂŒr die Wiederinbetriebnahme laufen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag.

    Die Turbine ist nach Angaben des russischen Energiekonzerns Gazprom wichtig, um den nötigen Druck zum Durchpumpen des Gases aufzubauen. Gazprom hatte seinem Vertragspartner Siemens Energy wiederholt vorgeworfen, nicht die nötigen Dokumente und Informationen zur Reparatur der Maschine ĂŒbermittelt zu haben. Siemens Energy wies die VorwĂŒrfe von Gazprom am Mittwochabend zurĂŒck.

    Gazprom hatte am Mittwoch die Lieferungen durch Nord Stream 1 auf 20 Prozent der maximalen Auslastung gesenkt, weil nach Unternehmensangaben noch eine Turbine in die Wartung musste. Als GrĂŒnde wurden technische Sicherheitsvorschriften genannt.

  • 07/28/2022, 03:47 PM

    EU-ParlamentsprÀsidentin: Die Ukraine gehört zu uns

    EU-ParlamentsprĂ€sidentin Roberta Metsola hat der Ukraine zum Feiertag der Staatlichkeit dauerhafte UnterstĂŒtzung auf dem Weg in die EuropĂ€ische Union zugesagt. "An diesem wichtigen Tag fĂŒr die unabhĂ€ngige und souverĂ€ne Ukraine möchte ich Ihnen versichern, dass die Ukraine zu uns gehört", sagte Metsola am Donnerstag in einer Videoansprache an das Parlament in der Hauptstadt Kiew.

    Das Land gehöre zu den Nationen, "die die Werte der Freiheit, der UnabhĂ€ngigkeit, der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Achtung der Menschenrechte hochhalten". Die Maltesin erinnerte in ihrer Rede daran, dass die EuropĂ€ische Union der Ukraine im Juni den Status eines Beitrittskandidaten gewĂ€hrt hatte. Der Weg in die EU werde wohl nicht einfach werden, doch das Europaparlament werde das Land unterstĂŒtzen.

  • 07/28/2022, 02:49 PM

    Personalmangel bei Seeleuten erschwert Umsetzung von Getreideabkommen

    Der Export von ukrainischem Getreide könnte nach dem Abkommen der vergangenen Woche innerhalb von Tagen wieder anlaufen - theoretisch. Doch es fehlt an Seeleute. "Die Hauptsorge ist momentan die Sicherheit der Mannschaften", sagte der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Danica, ein auf die Bereitstellung von Schiffcrews spezialisiertes Unternehmen. Die Ukraine hat zur Verteidigung gegen die russische Invasion nahe gelegene KĂŒstengebiete vermint.

    Mehr als 1.500 Seeleute wurden seit Anfang des Krieges in Sicherheit gebracht. Ukrainische Seeleute stehen kaum zur VerfĂŒgung, da sie ihr Land verteidigen sollen. Russisches Personal lehnt die Ukraine wegen Sicherheitsbedenken ab. Daher sind internationale Mannschaften gefragt, sie aber können ihrerseits den risikoreichen Einsatz ablehnen.

  • 07/28/2022, 02:08 PM

    Moskau nennt US-Berichte zu russischen Toten in der Ukraine "Fake"

    Der Kreml in Moskau hat die in den USA genannten Zahlen zu russischen Toten und Verletzten im Angriffskrieg auf die Ukraine als "Fake" bezeichnet. "Das sind ja keine Angaben der US-Administration, sondern Veröffentlichungen in Zeitungen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag. "In unserer Zeit scheuen sich nicht einmal die solidesten Zeitungen davor, alle möglichen Fakes zu verbreiten. Das ist leider eine Praxis, die wir immer hÀufiger erleben."

    Er reagierte damit nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax auf einen Bericht der "New York Times" zur hohen Zahl von Verlusten Russlands in dem Krieg. Der US-Fernsehsender CNN berichtete unter Berufung auf Abgeordnete des US-ReprĂ€sentantenhauses am Mittwoch (Ortszeit): "Wir wurden darĂŒber informiert, dass mehr als 75.000 Russen entweder getötet oder verletzt wurden, was enorm ist", zitierte der Sender die demokratische Abgeordnete Elissa Slotkin, die zuvor an einem geheimen Briefing der US-Regierung teilgenommen hatte.

  • 07/28/2022, 01:26 PM

    Ex-Kanzler SchĂŒssel: "Es war richtig, mit Russland das GesprĂ€ch zu suchen"

    Wolfgang SchĂŒssel im Talk mit dem deutschen Ex-Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg: "Man wird auch in Zukunft mit Russland reden mĂŒssen."

  • 07/28/2022, 01:05 PM

    Ukraine bekommt neuen Antikorruptions-Staatsanwalt

    Nach knapp zwei Jahren ist in der Ukraine der Posten des Antikorruptions-Staatsanwalts wieder besetzt. Als neuer Leiter der Spezialisierten Antikorruptions-Staatsanwaltschaft wurde Olexander Klymenko eingesetzt. Das teilte am Donnerstag der Chef des PrĂ€sidentenbĂŒros, Andrij Jermak, im Nachrichtendienst Telegram mit.

    Korruption gilt als eines der grĂ¶ĂŸten Probleme des in die EU strebenden Krisenlandes. Der Westen fordert von der Ukraine einen entschlosseneren Kampf dagegen.

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