48 Stunden: Trump Iran ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Dabei wurden prominente Köpfe des Regimes getötet: etwa der Oberste Führer Ali Khamenei, Sicherheitschef Larijani oder der iranische Geheimdienstminister Ismail Chatib. Am Freitag wurde bekannt, dass auch der Sprecher der Revolutionsgarden getötet wurde.
- Die US-Öffentlichkeit sieht den Krieg kritisch, glaubt jedoch an eine Ausweitung der Angriffe.
- Uran im Iran: US-Spezialeinheiten stehen vor höchst gefährlicher Mission.
- Israel hat eine neue Angriffswelle gestartet. Premier Netanjahu sieht den Iran "schwächer denn je".
- Der Iran wiederum hat zahlreiche Golfstaaten angegriffen.
- US-Präsident Trump kündigte an, weitere Tausende Soldaten in den Nahen Osten zu schicken und lehnte eine Feuerpause ab.
- Ein US-Kampfjet musste nach mutmaßlich iranischem Beschuss notlanden.
- Iran dürfte noch ein Arsenal an Raketen, Minen und Booten haben.
- Energieexperte sieht "weltweit ein Riesenproblem", sollte das Gas aus Katar länger ausbleiben.
- Tausende Luxusautos für Dubai sind wegen des Krieges auf einer Insel gestrandet.
- Die USA und Israel griffen indes die iranische Urananreicherungsanlage in Natanz an.
- Anatomie einer Entscheidung: Wieso sich Trump für den Krieg im Iran entschied.
- Wie der Iran-Krieg Chinas Pläne durchkreuzt.
- Warum der Iran-Krieg zum großen Problem für die Ukraine wird.
- Werden die Kurden wieder zum Kanonenfutter der USA?
- 7 Tage Iran-Krieg: Eine Aufarbeitung
- Pulverfass Nahost: Das Erbe der Kolonialmächte und der Kampf ums Öl
- Die Geldquellen des Iran: Wie das Regime seinen Krieg finanziert
- USA greifen den Iran mit seinen eigenen Waffen an
- "Regime Change" im Iran? Die wahre Arbeit beginnt nach dem Umsturz
- Ölpreis-Sprung: Die wichtigsten Fragen und Antworten
- Iran-Krieg: Zwischen den Alliierten kracht es
- Kommt eine Flüchtlingswelle aus dem Iran auf uns zu?
- Die Straße von Hormus: Ein Minenfeld für die Weltwirtschaft
- Trump droht US-Sendern wegen "falscher Iran-Berichte" mit Lizenz-Entzug
- Warum die Hormus-Sperre eine Eskalation des Krieges wahrscheinlicher macht
- Indien bis Japan: Der Iran-Krieg stürzt Asien in die Energiekrise
- Warum Israel die neue Bodenoffensive im Libanon begonnen hat
- Wasser als Waffe: Die Golfstaaten haben einen verwundbaren Punkt
Wie ist die Lage im Nahen Osten - das erfahren Sie in unserem Lagebericht zu Tag 21.
Iran-Krieg
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Einer von zwei im Iran inhaftierten Japanern frei
Einer von zwei im Iran inhaftierten Japanern ist wieder freigelassen worden. Die seit Juni in der Islamischen Republik festgehaltene Person sei ohne gesundheitliche Probleme über Aserbaidschan nach Japan zurückgekehrt, gab der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi am Sonntag bekannt.
Man setze sich für die baldige Freilassung der anderen Person ein, sagte er laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Dabei soll es sich um einen im Juni im Rahmen der Massenproteste im Iran festgenommen Journalisten handeln.
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Über 1.500 Tote im Iran seit Kriegsbeginn
Im Iran sind seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende Februar nach offiziellen Angaben mehr als 1.500 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mehr als 200 Menschen im Alter von unter 18 Jahren, teilte der iranische Staatssender Irib unter Berufung auf das Gesundheitsministerium auf der Plattform X mit.
21.000 weitere Menschen seien verletzt. Mehr als 220 medizinische Zentren hätten evakuiert werden müssen. 21 medizinische Mitarbeiter seien tot, berichtete der iranische Sender weiter.
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Medienbericht: Großbritannien soll Atom-U-Boot verlegen
Großbritannien hat einem Zeitungsbericht zufolge ein atomgetriebenes U-Boot ins Arabische Meer verlegt. Das mit Tomahawk-Marschflugkörpern ausgestattete U-Boot ermögliche Langstreckenangriffe, sollte der Konflikt in der Region eskalieren, berichtet die Zeitung Daily Mail. Eine Stellungnahme des britischen Verteidigungsministeriums liegt zunächst nicht vor.
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Japan würde sich an Minenräumung beteiligen
Japan könnte sich nach den Worten von Außenminister Toshimitsu Motegi an einer Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung sei jedoch ein Waffenstillstand in dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, sagte Motegi. Japan importiert rund 90 Prozent seines Öls über die Meerenge, die der Iran im Zuge des Krieges weitgehend geschlossen hat. US-Präsident Donald Trump hatte die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zuvor gedrängt, sich stärker für die Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute zu engagieren.
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Raketenangriff auf Riad
Das saudische Verteidigungsministerium meldet den Beschuss der Hauptstadt Riad mit drei Raketen. Eine davon wurde abgefangen, teilt die Behörde mit. Die beiden anderen schlugen demnach in unbewohntem Gebiet ein.
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Trump setzt Ultimatum für Öffnung der Straße von Hormus
Andernfalls droht US-Präsident mit Angriff auf Energieanlagen. Der Iran droht seinerseits mit Angriffen.
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Über 100 Verletzte bei Angriffen in Israel
In Israel wurden bei iranischen Angriffen am Abend in der Wüstenstadt Arad nach Angaben des Rettungsdienstes 71 Menschen verletzt. Zehn Menschen darunter befänden sich in ernstem Zustand. Davor waren bereits in der südlichen Wüstenstadt Dimona mehr als 40 Personen bei einem iranischen Angriff verletzt worden. Arad liegt rund 50 Kilometer nördlich von Dimona.
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Katarischer Armeehubschrauber wegen technischer Probleme
Ein Hubschrauber der katarischen Armee ist nach Angaben der Regierung in Doha wegen einer "technischen Fehlfunktion" über den Hoheitsgewässern des Golfstaates abgestürzt. Die Suche nach den Besatzungsmitgliedern und Passagieren des Helikopters dauere an, erklärte das katarische Verteidigungsministerium am Sonntag im Onlinedienst X. Der Vorfall habe sich während eines "Routineeinsatzes" ereignet.
Mehrere Spezialteams seien für den Such- und Rettungseinsatz entsandt worden, teilte das katarische Innenministerium mit. Doha machte keine näheren Angaben dazu, wo der Hubschrauber unterwegs war oder wie viele Menschen an Bord waren.
Wie andere Golfstaaten ist auch Katar seit Beginn des Iran-Krieges vor knapp drei Wochen immer wieder angegriffen worden. Bisher wurde jedoch keine Verbindung zwischen dem jüngsten Vorfall und dem Krieg hergestellt.
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G7-Staaten an Teheran: "Angriffe einstellen"
Die G7-Staaten haben den Iran aufgefordert, seine Angriffe auf ihre Verbündeten im Nahen Osten zu beenden. "Wir fordern die sofortige und bedingungslose Einstellung aller Angriffe des iranischen Regimes", erklärten die Außenminister der G7-Staaten und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung.
Sie bekundeten zudem ihre "Unterstützung für unsere Partner in der Region angesichts der ungerechtfertigten Angriffe der Islamischen Republik Iran und ihrer Stellvertreter". "Wir unterstützen das Recht der Länder, die zu Unrecht vom Iran oder von Stellvertretern des Iran angegriffen werden, ihr Territorium zu verteidigen und ihre Bürger zu schützen", heißt es in der Erklärung weiter.
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Mysteriöses Schweigen um neuen Religionsführer
Seit fast zwei Wochen ist Mojtaba Khamenei neuer oberster Führer im Iran, öffentlich gezeigt hat er sich bisher nicht. Das nährt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, seinen Aufenthaltsort und seine tatsächliche Rolle im Krieg. Laut Nachrichtenportal Axios liegen den USA und Israel Geheimdienstinformationen vor, die darauf hindeuten, dass Mojtaba Khamenei noch am Leben sei. Es gebe Hinweise darauf, dass Beamte versuchten, persönliche Treffen mit ihm zu vereinbaren.
Axios zitierte einen US-Beamten mit den Worten: "Das ist mehr als seltsam. Wir glauben nicht, dass die Iraner sich all diese Mühe gemacht hätten, um einen Toten zum obersten Führer zu ernennen, aber gleichzeitig haben wir keinen Beweis dafür, dass er das Ruder übernommen hat."
Das israelische Nachrichtenportal ynet wiederum beruft sich auf einen Sicherheitsbeamten, dem zufolge Khamenei am Leben, aber womöglich verletzt sei. Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass er zwar bei Bewusstsein sei, aber nicht öffentlich auftreten könne. Die Revolutionsgarden würden Mitteilungen in seinem Namen verbreiten. "Dort geschieht etwas sehr Merkwürdiges", so der Beamte.
Unterdessen erschien auf einem Khamenei zugeschriebenen X‐Account eine neue Botschaft. Darin heißt es, er sei in einem Taxi anonym durch Teheran gefahren, um Gesprächen der Menschen zuzuhören – eine Methode, die er angeblich für aussagekräftiger halte als Umfragen. Beobachter im Iran halten dieses Szenario für wenig glaubwürdig und vermuten, die Revolutionsgarden wollten den neuen Führer bewusst volksnah inszenieren.
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Russland verurteilte Angriffe auf die Atomanlage Natanz
Die internationale Gemeinschaft müsse "sofort eine objektive und kompromisslose Bewertung dieser unverantwortlichen Handlungen" vornehmen, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, Maria Sacharowa, am Samstag im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe auf die Atomanlage im Iran stellten eine "reale Gefahr für eine Katastrophe" im gesamten Nahen Osten dar und "zielten offensichtlich darauf ab, den Frieden, die Stabilität und die Sicherheit in der Region" zu untergraben, kritisierte Sacharowa.
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Raketenangriff auf Diego Garcia?
Der Iran hat nach Angaben des Staatsfernsehens zwei ballistische Raketen auf einen von Großbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Keines der beiden Geschosse habe die Militärbasis im Indischen Ozean getroffen, berichteten das Wall Street Journal und CNN unter Berufung auf ranghohe US-Beamte. Demnach versagte eines während des Fluges und das zweite wurde abgefangen.
Diego Garcia ist das größte Atoll des Chagos-Archipels im Indischen Ozean. Das Gebiet gehört zum Britischen Territorium im Indischen Ozean und wird militärisch von Großbritannien und den USA genutzt. Es liegt fernab der großen Landmassen, mehrere Hundert Kilometer südlich der Malediven und weit westlich von Australien.
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US-israelische Angriffe auf iranische Atomanlage Natans
Die USA und Israel haben nach iranischen Angaben die Urananreicherungsanlage in Natans angegriffen. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten und für die Anwohner in der Nähe der Anlage bestehe keine Gefahr.
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Iran warnt Emirate vor Genehmigung von Angriffen auf Inseln
Der Iran warnte indes die Vereinigten Arabischen Emirate davor, Angriffe von ihrem Territorium aus auf zwei strategisch wichtige Inseln nahe der Straße von Hormus zuzulassen. Sollte es vom emiratischen Staatsgebiet aus "zu weiteren Aggressionen gegen die iranischen Inseln Abu Musa und Große Tunb im Persischen Golf kommen, werden die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte Ras al-Khaimah in den VAE mit schweren Angriffen überziehen", erklärte das zentrale Einsatzkommando der iranischen Armee, Khatam al-Anbiya, am Samstag. Die Stellungnahme wurde von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreitet. Das iranische Militär bezog sich dabei auf das Emirat Ras al-Khaimah.
Die Inseln Abu Musa und Große Tunb liegen im Persischen Golf westlich der Straße von Hormuz, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Der Iran kontrolliert die beiden Golfinseln seit 1971, sie werden aber seit Jahrzehnten auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht.
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Iran feuerte offenbar auf US-britischen Militärstützpunkt
Der Iran feuerte einem Zeitungsbericht zufolge zwei Mittelstreckenraketen auf den US-britischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean ab. Keine der Raketen habe jedoch die Basis getroffen, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf mehrere US-Regierungsvertreter. Ein Flugkörper sei während des Fluges ausgefallen, während ein US-Kriegsschiff eine Abfangrakete auf den anderen abgefeuert habe. Wie die Zeitung weiter berichtet, ist unklar, ob der Abschuss der zweiten Rakete erfolgreich war. Wann genau der Angriff stattfand, ließ die Zeitung offen. Stellungnahmen der Regierungen in Washington und London lagen zunächst nicht vor.
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Putin bekräftigt Partnerschaft mit Iran
Der russische Präsident Wladimir Putin hat der iranischen Führung zum Neujahrsfest Nourus gratuliert und dabei die Partnerschaft beider Länder bekräftigt. „Wladimir Putin wünscht dem iranischen Volk, die harten Prüfungen mit Würde zu überstehen, und betont, dass Moskau in dieser schwierigen Zeit ein treuer Freund und verlässlicher Partner Teherans bleibt“, teilte der Kreml mit.
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United Airlines kürzt Flugplan wegen hoher Spritpreise
Die US-Fluggesellschaft United Airlines kürzt nach dem drastischen Anstieg der Spritpreise durch den Iran-Krieg ihren Flugplan. Insgesamt würden rund fünf Prozent der für dieses Jahr geplanten Kapazitäten zeitweise stillgelegt, kündigte Firmenchef Scott Kirby an. United stelle sich aktuell darauf ein, dass der Erdölpreis auf 175 Dollar (151 Euro) pro Barrel steigen und nicht vor Ende 2027 unter die Marke von 100 Dollar (86 Euro) pro Barrel sinken werde. Zugleich sei möglich, dass es nicht so schlimm kommen werde, so Kirby weiter. Der Kerosin-Preis habe sich in den vergangenen Wochen mehr als verdoppelt, gab der United-Chef zu bedenken. Auf dem aktuellen Niveau würde das für die Fluggesellschaft zusätzliche Spritkosten von elf Milliarden Dollar jährlich bedeuten. Zugleich versicherte Kirby den Mitarbeitern, dass die Airline ein solides Finanzpolster habe und nicht an Investitionen in die Zukunft sparen wolle. -
Dieselpreis stieg erstmals seit Kriegsbeginn auf über 2 Euro
Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg sind die Spritpreise in Österreich weiter gestiegen. Am Freitag hoben viele Tankstellen ihre Preise für Benzin und Diesel stark an. Diesel kostete verbreitet erstmals seit Beginn der US-israelischen Bombardierungen mehr als zwei Euro. Damit gibt es in Österreich nur noch vereinzelt Tankstellen, in denen Diesel für unter zwei Euro pro Liter getankt werden kann. Diese liegen meist in Grenznähe zu Ländern, in denen Sprit günstiger ist.
Der österreichweite Median betrug 2,109 Euro, nach 1,969 Euro am Donnerstag. Der Median für Benzin stieg von 1,759 auf 1,849 Euro, teilte die E-Control am Samstag auf ihrer Webseite mit.
Seit dem Iran-Krieg sind die Spritpreise um rund 50 Cent gestiegen. In der Woche vor Beginn des Iran-Kriegs kostete Diesel im Mittel 1,57 Euro und Benzin 1,52 Euro pro Liter.
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Iran soll japanische Schiffe durch Straße von Hormus fahren lassen
Der Iran ist einem Medienbericht zufolge bereit, Schiffe mit Bezug zu Japan durch die Straße von Hormus fahren zu lassen. Die Regierung in Teheran führt bereits Gespräche mit Tokio über eine mögliche Öffnung der Meerenge, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den iranischen Außenminister Abbas Aragtschi. Der Iran hält die für die weltweite Ölversorgung wichtige Route wegen des Krieges der USA und Israels gegen das Land seit drei Wochen weitgehend geschlossen. Japan bezieht rund 95 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten. Etwa 90 Prozent der Lieferungen für das Land werden durch die Straße von Hormus transportiert.
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Angriffe Israels gegen Hisbollah-Miliz in Beirut
Israels Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz in der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Israel greife "Ziele der Terrororganisation Hisbollah" an, teilte das israelische Militär am Samstag mit. Ein Militärsprecher hatte die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut - einer Hisbollah-Hochburg - zur Evakuierung aufgerufen. Im Süden des Libanon starb libanesischen Staatsmedien zufolge ein Mensch bei einem israelischen Angriff.
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EU-Kommission will niedrigere Gasspeicherziele
Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten einem Bericht der Financial Times zufolge aufgefordert, die Zielvorgaben für die Gasspeicher zu senken und die Reserven nur schrittweise aufzufüllen. EU-Energiekommissar Dan Jorgensen weise die Länder in einem Brief an, das Speicherziel auf 80 Prozent der Kapazität und damit um zehn Prozentpunkte unter die offizielle Vorgabe zu senken. Dies solle so früh wie möglich geschehen, um den Marktteilnehmern Sicherheit zu geben.
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UN-Generalsekretär Antonio Guterres arbeitet an Trumps Friedensgremium mit
UN-Generalsekretär Antonio Guterres arbeitet nach eigenen Angaben mit dem von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensgremium für den Gazastreifen zusammen. Er begrüße das Ziel des sogenannten „Board of Peace“, einen Wiederaufbauplan für palästinensische Häuser und Infrastruktur zu finanzieren und umzusetzen, sagte Guterres in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Politico.
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US verleihen 45 Millionen Barrel Öl aus strategischer Reserve
Die US-Regierung hat zur Dämpfung der hohen Ölpreise 45,2 Millionen Barrel Rohöl aus der strategischen Reserve an Energiekonzerne verliehen. Zu den Unternehmen, die Öl bekommen, gehören unter anderem BP, Shell, Marathon Petroleum und Vitol, teilte das Energieministerium mit. Die Menge ist die erste Tranche und entspricht 52 Prozent der in der vergangenen Woche von der Regierung angekündigten Freigabe von bis zu 86 Millionen Barrel. Insgesamt planen die USA, im laufenden und im kommenden Jahr 172 Millionen Barrel zur Verfügung zu stellen. Das Öl ist Teil einer mit der Internationalen Energieagentur (IEA) vereinbarten Freigabe. Die beteiligten Unternehmen müssen das Öl später mit einem Aufschlag von bis zu 22 Prozent in Form von zusätzlichem Rohöl zurückgeben. Durch den Iran-Krieg sind die Ölpreise stark gestiegen.
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Trump: Andere Staaten sollen Straße von Hormus sichern
Trump bekräftigte indes, dass andere Staaten für den Schutz des Seewegs verantwortlich seien. Die Meerenge müsse bei Bedarf von den Ländern bewacht und gesichert werden, die sie nutzten, teilt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social mit. Die USA benötigten die Wasserstraße nicht. Auf Ersuchen werde man diesen Staaten zwar helfen, dies sollte aber nach der Beseitigung der iranischen Bedrohung nicht nötig sein. Zugleich erklärt Trump, dass die USA kurz davor stünden, ihre Kriegsziele zu erreichen, und erwögen, den Militäreinsatz zurückzufahren.
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Mehr LNG-Schiffe: Panamakanal an Kapazitätsgrenze
Wegen der gestiegenen Zahl von Flüssigerdgas-Transporten (LNG) arbeitet der Panamakanal nach Angaben seines Leiters Ricaurte Vasquez mit 36 bis 38 Durchfahrten pro Tag an seiner Kapazitätsgrenze. Der Iran-Krieg treibe die Nachfrage nach Passagen für LNG-Tankern aus den USA in die Höhe, sagt Vasquez. Die USA dienten zunehmend als alternativer Energielieferant. Der Kanal werde künftig einen Transit pro Tag speziell für LNG-Schiffe reservieren, nachdem es nur vier pro Monat gewesen seien. -
Trump lehnt Feuerpause ab
US-Präsident Donald Trump hat eine Feuerpause im Iran-Krieg abgelehnt. "Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe", sagte Trump am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor Journalisten. "Wissen Sie, man vereinbart keine Waffenruhe, wenn man die andere Seite gerade vernichtet." Eine iranische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Teheran hatte zuvor Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormuz abgelehnt, solange die Angriffe weitergehen.
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Merz über Trumps MAGA-Bewegung: "Nicht unsere Vorstellung von Demokratie"
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat grundlegende Differenzen mit US-Präsident Donald Trump eingeräumt, will sich aber dennoch weiter um gute transatlantische Beziehungen bemühen. "Die MAGA-Bewegung ist nicht unsere Bewegung", sagte Merz am Freitag in Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) mit Blick auf Trump-Anhänger. "Und das, was die machen mit Kultur und Medien, wie sie miteinander umgehen, ist nicht unsere Vorstellung von Demokratie. Wir haben eine andere Vorstellung."
Merz kündigte an, dass er am Wochenende mit Trump telefonieren und ihn im September nach Deutschland einladen werde. "Ich muss am Wochenende mit ihm sprechen", sagte Merz bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung.
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Insider: Irak erklärt "Force Majeure" für Ölfelder
Der Irak hat Insidern zufolge "Force Majeure" für alle von ausländischen Ölkonzernen erschlossenen Ölfelder erklärt und beruft sich damit auf höhere Gewalt bei Lieferausfällen. Die Militäreinsätze in der Region hätten den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unterbrochen und verhinderten den Export des Großteils des irakischen Rohöls, verlautete am Freitag aus dem Ölministerium. Eine offizielle Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
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Serbien senkt Steuern auf Rohöl um weitere 40 Prozent
Serbien hat die Verbrauchssteuern auf Rohöl um insgesamt 60 Prozent gesenkt, um den heimischen Markt zu beruhigen. Zu der bereits beschlossenen Senkung um 20 Prozent kämen weitere 40 Prozent hinzu, kündigt Präsident Aleksandar Vučić an. Die Regierung nehme dafür auch Steuerausfälle in Kauf. Vučić zufolge verfügt das Land über ausreichend Reserven an Diesel, Benzin und Erdgas, sodass keine Rationierungen an den Tankstellen drohten.
Zudem bemüht sich Serbien um eine Verlängerung des Ende März auslaufenden Erdgasliefervertrags mit dem russischen Gazprom-Konzern. Das Unternehmen deckt bis zu 90 Prozent des serbischen Verbrauchs.
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Katars Energieminister: Habe wiederholt vor Angriffen gewarnt
Katars Energieminister Saad al-Kaabi sieht sich nach dem iranischen Angriff auf Flüssiggas-Anlagen seines Landes in seinen Befürchtungen bestätigt. "Ich habe immer gewarnt, mit Öl- und Gas-Managern gesprochen, die unsere Partner sind, mit dem US-Energieminister gesprochen, um ihn vor dieser Konsequenz zu warnen, dass das für uns verheerend sein könnte", sagte der Chef von QatarEnergy der Nachrichtenagentur Reuters.
Zu den Partnern von QatarEnergy gehören große US-Energiekonzerne wie ExxonMobil und ConocoPhillips.Raketen- und Drohnenangriffe haben Tanker, Raffinerien und andere wichtige Energieinfrastruktur beschädigt. Am härtesten traf es QatarEnergys Anlage in Ras Laffan, den weltgrößten Komplex für verflüssigtes Erdgas (LNG). Die Schäden an den 26 Milliarden Dollar teuren Anlagen würden die LNG-Lieferungen nach Europa und Asien für bis zu fünf Jahre beeinträchtigen, sagte Kaabi.
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Iran fordert Angriffsende vor Verhandlungen über Hormus
Am Freitagabend hieß es, der Iran ist einem Medienbericht zufolge nicht zu Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormus bereit, solange er angegriffen wird.
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Lage am europäischen Erdgasmarkt beruhigt sich etwas
Die Lage am europäischen Erdgasmarkt hat sich am Freitag etwas beruhigt. Der Preis für europäisches Erdgas hat nach den Turbulenzen am Vortag etwas nachgegeben. An der Börse in Amsterdam sank der Preis für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Nachmittag um 3 Prozent auf 59,04 Euro je Megawattstunde (MWh).
Am Donnerstag war der Gaspreis noch zeitweise bis auf 71,45 Euro gestiegen. Allerdings hatte er im Tagesverlauf schon einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben.
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Auch Bundeswehrsoldaten aus dem Irak abgezogen
Im Zuge des NATO-Abzugs aus dem Irak wurden auch Bundeswehrsoldaten des Einsatzes "NATO Mission Iraq" (NMI) von Bagdad nach Hause geholt. Sie seien bereits am Donnerstag wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt, gab das Verteidigungsministerium in Berlin am Freitag bekannt. Verteidigungsminister Boris Pistorius zeigte sich erleichtert. "Wir haben mit mehreren A400M Personal und Material unter sehr riskanten Bedingungen aus Bagdad ausgeflogen", erklärt er unter Verweis auf Transportflugzeuge des Typs. "Darunter selbstverständlich auch das anderer Partnernationen." Im Nordirak und in Jordanien nehmen knapp 200 deutsche Soldaten weiter an den Einsätzen "Counter Daesh" und "Capacity Building Iraq" teil.
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Die militärische Eskalation im Iran ist zwar Tausende Kilometer von Österreich entfernt, der Schatten des Krieges reicht dennoch bis nach Wien. An der zweithöchsten Terrorwarnstufe seit Oktober 2023 hat sich zwar hierzulande nichts geändert. Pro-iranische Anschläge auf Einrichtungen in Europa haben aber dem Staatsschutz in Österreich vor Augen geführt, wie volatil die Situation tatsächlich ist.
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NATO zieht wegen Iran-Krieg Soldaten aus dem Irak ab
Die NATO hat wegen der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten das Personal ihrer Irak-Mission nach Europa verlegt. "Ich möchte dem Irak und allen Alliierten danken, die die sichere Verlegung unterstützt haben", teilte NATO-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich mit. Die Mission werde nun vorerst vom operativen Führungskommando des Bündnisses in Neapel aus fortgesetzt.
Zur Zahl der in Sicherheit gebrachten Personen gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Aus Bündniskreisen hieß es, es seien einige Hundert betroffen gewesen. Die Evakuierungsaktion der NATO folgt darauf, dass der von den USA und Israel angegriffene Iran zuletzt auch Ziele im Irak beschossen hatte.
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Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA
Die Schweiz bewilligt wegen des Iran-Kriegs keine Waffenexporte mehr an die USA. "Die Ausfuhr von Kriegsmaterial an die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelten Länder kann während der Dauer des Konfliktes nicht bewilligt werden", teilte die Regierung, der Bundesrat, am Freitag mit. Bestehende Bewilligungen und Ausfuhren werden aber nicht widerrufen.
Sie würden "im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit der Neutralität" aber regelmäßig überprüft, so die Regierung. An Israel ebenso wie den Iran seien schon seit Jahren keine definitiven Kriegsmaterialausfuhren mehr bewilligt worden.
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Israelische Bodeneinsätze im Libanon dauern an
Bei ihren Bodeneinsätzen im Südlibanon hat die israelische Armee nach eigenen Angaben mit Unterstützung aus der Luft mehrere Mitglieder der Schiitenmiliz Hisbollah getötet. Wie Israels Militär weiter mitteilte, wurden seit dem Beginn "gezielter Bodeneinsätze" vor rund einer Woche auch Stellungen der Miliz zerstört und Waffen sichergestellt.
Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es gebe derzeit heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und israelischen Soldaten in der Stadt Khiam. Diese hätten sich inzwischen in den Norden der Stadt verlagert, da Israels Armee immer weiter vordringe. Insgesamt sei das Militär aus dem südlichen Nachbarland bereits sieben Kilometer tief im Libanon vorgerückt. Die Hisbollah-Miliz feuerte indes erneut Raketen und Drohnen Richtung Israel.
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Hohes Mitglied der Bassij-Miliz getötet
Die israelische Armee hat die Tötung eines weiteren ranghohen Mitglieds der iranischen Bassij-Miliz bekanntgegeben: Der Geheimdienstchef der paramilitärischen Einheit, Esmail Ahmadi, sei bei einem Angriff im der Nacht zum vergangenen Dienstag "ausgeschaltet" worden, erklärte die Armee am Freitag. Ahmadi habe unter anderem eine "zentrale Rolle" bei der "Umsetzung terroristischer Aktivitäten" der Bassij-Miliz und bei der Niederschlagung der landesweiten Proteste zu Jahresbeginn gespielt.
Bei dem Angriff auf Ahmadi handelte es sich den Angaben zufolge um denselben, bei dem auch der Chef der Bassij-Miliz, Gholamreza Soleimani, getötet wurde. Dessen Tod hat der Iran bereits bestätigt.
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Khameneis Botschaft zum persischen Neujahr
Der erste öffentliche Auftritt des neuen iranischen Revolutionsführers, Mojtaba Khamenei, lässt weiter auf sich warten. Viele Menschen im Iran hatten mit Spannung erwartet, ob er zum Neujahrsfest live sprechen würde. Doch das Staatsfernsehen zeigte am Freitag lediglich ein Standbild mit seinem Porträt und einer iranischen Flagge. Dazu wurde eine Rede verlesen, die ihm zugeschrieben wurde. In der Ansprache zum persischen Neujahr (Nouruz) bedankte er sich beim Präsidenten, der Regierung, den Streitkräften und dem iranischen Volk für ihren Widerstand gegen die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels. Die Gegner hätten es nicht nur mit militärischen Mitteln wie Raketen, Drohnen und Torpedos zu tun, sagte er. Die "Frontlinie" des Irans sei größer, als es die Feinde wahrnehmen wollten. Khamenei erklärte das neue persische Jahr zum "Jahr der Widerstandsökonomie im Zeichen nationaler Einheit und Sicherheit". Alle Medien wurden aufgefordert, sich ernsthaft zu enthalten, Schwachstellen zu thematisieren. Andernfalls bestehe die Möglichkeit, dass der Feind sein Ziel erreiche. Khamenei bestritt, dass iranische Streitkräfte die Türkei oder Oman angegriffen hätten. -
Einschlag von Geschoss nahe Altstadt von Jerusalem
In unmittelbarer Nähe der Altstadt von Jerusalem ist am Freitag ein Geschoss eingeschlagen. Rauch stieg in der Nähe der Stadtmauern auf, wie das israelische Fernsehen zeigte. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hatten zuvor laute Explosionen über Jerusalem gehört, Israel hatte vor iranischen Raketen gewarnt.
Auf Bildern israelischer Medien war ein Krater in einer Straße zu sehen, die anscheinend in der Nähe des jüdischen und armenischen Viertels der Altstadt liegt. Die israelische Polizei teilte mit, sie nehme Suchaktionen vor, um die Einschlagsorte von Munition oder abgefangenen Geschossteilen im Bereich Jerusalem ausfindig zu machen.
© REUTERS/Ammar Awad -
US-Regierung überlegt Besetzung der iranischen Insel Kharg
Einem Bericht des Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf vier Insider zufolge erwägt die US-Regierung, die iranische Ölexport-Drehscheibe auf der Insel Kharg zu besetzen oder zu blockieren. US-Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag auf entsprechende Berichte angesprochen: "Wenn ich es tun würde, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen. Aber ich setze keine Truppen ein. Wir werden tun, was nötig ist." Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Donnerstag ohne weitere Erläuterungen, ein Sturz der iranischen Regierung erfordere eine "Bodenoffensive".
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USA verlegen Tausende zusätzliche Soldaten nach Nahost
Das US-Militär verlegt Insidern zufolge Tausende zusätzliche Marineinfanteristen und Seeleute in den Nahen Osten. Dies sagten drei US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Wahrung der Anonymität. Welche genaue Rolle die zusätzlichen Einheiten übernehmen sollen, ließen die Informanten offen. Das Weiße Haus und das US-Verteidigungsministerium nahmen zu den Informationen zunächst nicht Stellung.
Den Insidern zufolge umfasst die geplante Verlegung das amphibische Angriffsschiff USS Boxer, die dazugehörige Marine-Expeditionseinheit (MEU) sowie ein begleitendes Kriegsschiff. Einem der Insider zufolge verlassen die Soldaten die Westküste der USA etwa drei Wochen früher als geplant. Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund, wonach Trump die Entsendung Tausender Soldaten erwägt, um die Militäroperation im Nahen Osten zu verstärken.
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Festnahmen in Schottland an Basis mit Atom-U-Booten
In Schottland hat die Polizei zwei Verdächtige an einem Marine-Stützpunkt mit Atom-U-Booten festgenommen. Die beiden Verdächtigen hätten am Donnerstagnachmittag versucht, in das Gelände der Marinebasis Faslane-on-Clyde in der Nähe von Glasgow einzudringen, teilte die Polizei am Freitag mit. Bei einem der Festgenommenen soll es sich britischen Medien zufolge um einen Iraner handeln.
Nach Angaben der schottischen Polizei handelt es sich bei den Festgenommenen um eine 31-jährige Frau und einen 34-jährigen Mann. Weitere Einzelheiten gab die Polizei zunächst nicht bekannt. Der Marinestützpunkt beherbergt vier britische U-Boote mit Atomwaffen sowie weitere U-Boote mit nuklearem Antrieb. Vor der Basis gibt es regelmäßig Proteste von Atomwaffengegnern.
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Trump beschimpft NATO-Partner als "Feiglinge"
US-Präsident Donald Trump greift die NATO-Verbündeten wegen ihrer mangelnden Unterstützung im Krieg der USA und Israels gegen den Iran scharf an. "Ohne die USA ist die NATO ein Papiertiger!", schreibt Trump in einem Beitrag in den sozialen Medien. Er bezeichnet die langjährigen Verbündeten als "Feiglinge" und fügt hinzu: "Wir werden uns daran erinnern!"
Die NATO hat unterdessen einem Medienbericht zufolge mit einem vorläufigen Abzug von Personal aus dem Irak begonnen. Grund sei die angespannte Lage in der Region, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur des Irak unter Berufung auf Sicherheitskreise. Bei dem Einsatz der Militärallianz handle es sich um eine reine Beratungsmission, fügt der Insider demnach hinzu. Das Personal werde zurückkehren, sobald der Krieg ende und sich die Sicherheitslage im Irak stabilisiere.
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Waffen aus der neutralen Schweiz?
Die Schweiz genehmigt indes unter Berufung auf ihre Neutralität wegen der Angriffe auf den Iran bis auf weiteres keine Waffenexporte mehr in die USA. "Die Ausfuhr von Kriegsmaterial in Länder, die in den internationalen bewaffneten Konflikt mit dem Iran verwickelt sind, kann für die Dauer des Konflikts nicht genehmigt werden", teilte die Regierung in Bern mit. "Ausfuhren von Kriegsmaterial in die USA können derzeit nicht genehmigt werden."
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Deutschland erleichtert Rüstungsexporte an Golf-Staaten und Ukraine
Die deutsche Regierung vereinfacht die Ausfuhr von bestimmten Rüstungsgütern zur Luft- und Seeverteidigung an die Golf-Staaten und die Ukraine. Eine neue, auf sechs Monate befristete Allgemeingenehmigung (AGG) ermögliche die schnelle Lieferung, teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag mit. Sie gelte für Exporte nach Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar, Kuwait, Bahrain, Oman sowie in die Ukraine.
"Die wahllosen Angriffe des Irans auf die Golfstaaten haben zur Folge, dass dort Rüstungsgüter vor allem zur Luftverteidigung dringend benötigt werden", erklärte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). "Gleichzeitig besteht der Bedarf der Ukraine zur militärischen Unterstützung insbesondere der Luftverteidigung unvermittelt fort." Mit der neuen Genehmigung würden schnelle und unbürokratische Ausfuhren sichergestellt und so ein Zeichen der Solidarität gesetzt.
Die neue Regelung erlaubt Exporteuren demnach die Ausfuhr, ohne zuvor einen einzelnen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen zu müssen. Sie gilt für Güter zur Luft- und Marineverteidigung, einschließlich der Beseitigung von Seeminen. Die Genehmigung ist bis zum 15. September 2026 befristet und sieht eine Registrierungs- sowie monatliche Meldepflichten für die Unternehmen vor.
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Teile von Ölraffinerie in Kuwait nach Angriff abgeschaltet
In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtete, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) Ziel mehrerer Drohnenangriffe. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen.
Ersten Informationen zufolge gibt es keine Verletzten oder Tote infolge der Angriffe. KPC erklärte demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begannen und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden. Die Raffinerie war erst am Donnerstag getroffen worden, dabei kam es nach KPC-Angaben zu einem Brand. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.
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Spanien reagiert mit Kraftstoffsteuer auf Iran-Krieg
Die spanische Regierung von Premier Pedro Sánchez reagiert am Freitag mit einer Senkung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe von 21 auf zehn Prozent auf die gestiegenen Benzin- und Dieselpreise infolge des Krieges im Iran. Das berichteten mehrere spanische Tageszeitungen. Regierungsnahe Quellen bestätigten dies. Hierfür wird die sozialistische Zentralregierung eigens eine außerordentliche Ministerratssitzung abhalten und die Maßnahmen per königlichem Dekret verabschieden.
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Sprecher der Revolutionsgarden getötet
Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden ist nach Angaben Teherans bei Luftangriffen der USA und Israels getötet worden. Ali Mohammad Naini sei am frühen Freitagmorgen einer "feigen Terrorattacke der amerikanisch-zionistischen Seite" zum Opfer gefallen, erklärten die Revolutionsgarden auf ihrer Website Sepah News. Die Garden sind die ideologische Armee des Iran und eine wichtige Stütze des Regimes der Islamischen Republik.
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Benzinpreise in den USA knacken Vier-Dollar-Marke pro Gallone
Die Benzinpreise in den USA steigen im laufenden Monat um mehr als 30 Prozent und nähern sich der psychologisch wichtigen Marke von vier Dollar pro Gallone (etwa 0,91 Euro je Liter). Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar ist der Durchschnittspreis an den Zapfsäulen nach Angaben des Automobilclubs AAA um rund 90 Cent auf 3,88 Dollar je Gallone geklettert. Benzin werde voraussichtlich in der kommenden Woche die Marke von vier Dollar erreichen und könnte auf 4,10 Dollar und mehr steigen, schreibt der Analyst Patrick De Haan vom Portal GasBuddy auf der Plattform X. Vor den Kongresswahlen im November ist die Teuerung ein zentrales Thema in den USA.
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