Israel meldet Tötung von iranischem Geheimdienstminister + Feuer an Bord von US-Flugzeugträger
Ismail Chatib (Mitte)
- Israel und die USA haben Ende Februar mit Militärschlägen gegen den Iran begonnen. Der Oberste Führer Ali Khamenei wurde dabei getötet - Nachfolger wird sein Sohn Mojtaba.
- Am Freitag teilte US-Verteidigungsminister Hegseth mit, dass Mojtaba Khamenei verwundet und vermutlich entstellt sei. US-Präsident Trump sagte am Montag, dass unklar sei, ob Khamenei noch am Leben ist oder nicht.
- Die USA und der Iran sollen wieder direkt miteinander kommunizieren. Irans Außenminister Abbas Araqchi dementiert die Berichte.
- Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani soll am Dienstag von Israel getötet worden sein. Am Mittwoch meldete Israel auch den iranischen Geheimdienstminister, Ismail Chatib, getötet zu haben.
- Der Iran greift weiter Ziele in Golfstaaten an. Das Land rechtfertigt die Angriffe mit US-Truppenpräsenz. In Israel wurden bei einem iranischen Angriff zwei Menschen getötet.
- Die USA haben mit bunkerbrechenden Bomben iranische Stellungen an der Straße von Hormus angegriffen.
- An Bord des US-Flugzeugträgers "Gerald R. Ford" brach ein Feuer aus. Das Schiff steuert einen Hafen auf Kreta an. 200 Menschen müssen wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden.
- Nachdem von den NATO-Partnern Widerstand gegen die Forderungen von US-Präsident Trump kam, kritisiert dieser die Länder mit drastischen Worten.
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Wie ist die Lage im Nahen Osten - das erfahren Sie in unserem Lagebericht zu Tag 19.
Iran-Krieg
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Israel meldet Tötung von iranischem Geheimdienstminister
Der iranische Geheimdienstminister ist nach israelischen Angaben bei einem Luftangriff getötet worden. Ismail Chatib sei in der Nacht bei einem gezielten Angriff ums Leben gekommen, teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Aus dem Iran gab es dazu zunächst keine Bestätigung. Katz sagte nach Angaben seines Büros, Chatib sei für Unterdrückung im eigenen Land sowie „Bedrohungen nach außen“ verantwortlich gewesen.
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Türkei: Luftabwehr wird verstärkt
Die NATO verlegt nach türkischen Angaben ein weiteres Raketenabwehrsystem vom Typ Patriot in die südtürkische Provinz Adana. Die Maßnahme diene der Sicherung des türkischen Luftraums und dem Schutz der Bevölkerung, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara am Mittwoch mit. In Adana liegt der Luftwaffenstützpunkt Incirlik, auf dem neben türkischen Truppen auch Soldaten der USA und anderer verbündeter Staaten stationiert sind.
Der Türkei zufolge befindet sich dort bereits ein Patriot-System der Spanier. Seit Beginn des Kriegs gegen den Iran wurden nach türkischen Angaben drei von der Islamischen Republik aus gestartete Raketen abgefangen.
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Araqchi: Regime besteht trotz gezielter Tötungen weiter
Irans Außenminister Abbas Araqchi hält das politische System seines Landes im Krieg weiterhin für überlebensfähig. Dabei spiele auch die gezielte Tötung von Führungspersonen keine Rolle, sagte er. "Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf die Struktur. (...) Entscheidend ist, dass das politische System im Iran eine sehr solide Struktur ist."
Das sei auch der Fall gewesen nach der Tötung des Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei durch einen israelischen Luftangriff in Teheran am 28. Februar, sagte Araqchi. "Sogar der Anführer wurde getötet. Aber das System arbeitete weiter und sorgte sofort für Ersatz. So wird es auch sein, wenn jemand anders getötet wird." Auch im Fall, dass der Außenminister getötet würde - also er selbst -, stünde jemand anderes bereit, um den Posten einzunehmen, sagte Araqchi.
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Libanon: Sechs Tote bei israelischen Luftangriffen auf Beirut
Bei neuen israelischen Luftangriffen auf Beirut sind im Zentrum der libanesischen Hauptstadt den Behörden zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. 24 weitere Menschen seien verletzt worden, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Die ersten Angriffe in der Nacht erfolgten offenbar ohne Vorwarnung. Ein Luftangriff gegen 01.30 Uhr Ortszeit im Stadtteil Zuqaq al-Blat zerstörte mehrere Stockwerke eines Wohnblocks.
Ein weiterer Angriff traf mindestens zwei Stockwerke eines Gebäudes im benachbarten Stadtteil Basta. Ein späterer Angriff gegen 05.30 Uhr habe das in der Nähe gelegene Viertel Bachoura getroffen. Diesem war jedoch eine Warnung des israelischen Militärs auf Online-Portalen vorausgegangen, in der eine Einrichtung der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah als Ziel benannt wurde. Berichte über Opfer lagen aus Bachoura zunächst nicht vor.
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Iran rechtfertigt Angriffe auf Golfstaaten mit US-Truppenpräsenz
Der Iran hat seine Drohnen- und Raketenangriffe in der Nähe von Städten in den Golfstaaten damit begründet, dass die USA ihre Soldaten in zivile Gebiete verlegt hätten. US-Streitkräfte hätten ihre Militärstützpunkte verlassen und seien in Hotels in den Städten untergekommen, sagte Außenminister Abbas Araqchi iranischen Medien zufolge dem arabischen Sender Al-Jazeera.
"Überall dort, wo sich amerikanische Streitkräfte sammelten oder ihre Einrichtungen waren, wurden sie ins Visier genommen", sagte der iranische Chefdiplomat am Dienstag. "Es ist möglich, dass einige dieser Orte in der Nähe von Städten lagen." Araqchi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert seien und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür liege jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
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Wasser als Waffe
Sowohl die USA als auch der Iran attackierten jüngst Entsalzungsanlagen. Sollte sich der Krieg aufs Wasser ausweiten, wären Millionen bedroht.
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Iran: Mann wegen Spionage für Israel hingerichtet
Der Iran hat einen mutmaßlichen Spion des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei Mittwochfrüh vollstreckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden.
Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben. Angeworben sei er ursprünglich durch einen Führungsoffizier in Schweden. Es habe auch ein Treffen in Berlin stattgefunden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig verifizieren.
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Auch Golfstaaten erneut angegriffen
In der Nacht meldeten auch die Golfstaaten Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate neue Angriffe. Eine iranische Rakete schlug in den Emiraten in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes ein. Der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai wird unter anderem von der australischen Luftwaffe genutzt. Bei dem Angriff seien keine australischen Soldaten verletzt worden, es habe lediglich geringfügige Schäden durch einen Brand gegeben, sagte Premierminister Anthony Albanese vor Journalisten.
In Saudi-Arabien fing das Militär nahe dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan eine ballistische Rakete ab. Teile des Geschosses seien in der Umgebung des auch von den US-Streitkräften genutzten Stützpunktes niedergegangen, ohne Schäden zu verursachen. Auch die kuwaitische Luftabwehr schoss nach eigenen Angaben mehrere Raketen und Drohnen ab.
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USA greifen iranische Stellungen an Straße von Hormus an
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen. "Mehrere" der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien "erfolgreich eingesetzt" worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. Israel wiederum griff in der Nacht erneut im Libanon an.
Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten "eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge" dargestellt.
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Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff sind in Israel Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. Sie wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, wie die Zeitungen "Haaretz" und "Times of Israel" berichteten. Sie beriefen sich dabei auf den Rettungsdienst Magen David Adom. In Bnei Berak und Petach Tikwa östlich von Tel Aviv seien zwei weitere Menschen leicht verletzt worden.
Das israelische Militär teilte mit, es seien an mehreren Stellen im Zentrum des Landes Einschläge gemeldet worden. Es forderte die Bevölkerung auf, sich von diesen Orten fernzuhalten. Auf einem Video waren Schäden am Bahnhof Savidor in Tel Aviv zu sehen.
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US-Flugzeugträger muss nach Brand Hafen anlaufen
Der im Krieg gegen den Iran eingesetzte US-Flugzeugträger "Gerald R. Ford" muss US-Regierungsvertretern zufolge nach einem Feuer an Bord einen Hafen anlaufen. Das Schiff befinde sich derzeit im Roten Meer und werde wohl vorübergehend die Souda-Bucht auf Kreta ansteuern, sagten zwei Insider. Demnach wurden fast 200 Seeleute wegen Rauchvergiftungen behandelt, ein Soldat sei ausgeflogen worden. Das Feuer war vergangenen Donnerstag in der Wäscherei ausgebrochen.
Der Brand stand nach Angaben des US-Militärs von vergangener Woche nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen. Das Kriegsschiff ist seit neun Monaten im Einsatz. An Bord der "Ford" befinden sich mehr als 5.000 Seeleute und über 75 Militärflugzeuge, darunter Kampfjets vom Typ F-18 Super Hornet.
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Trump wütet: NATO "schockierend" und "dumm"
Mit drastischen Worten hat Donald Trump am Dienstag gegen die NATO-Partner ausgeteilt. Er war sichtbar wütend, weil ihn zuvor die Europäer bei der Absicherung der Straße von Hormuz gegen iranische Angriffe abblitzen ließen. "Ich denke, die NATO macht einen sehr dummen Fehler", sagte Trump.
"Nein", "non" und "no" - aus den europäischen Hauptstädten war Trump unisono Widerstand entgegen geschallt. So einig hatten sich die Europäer in den 14 ersten Monaten seiner zweiten Amtszeit bisher nicht gezeigt. Dabei hatte der US-Präsident die Verbündeten mit Zöllen malträtiert und ihnen mit einem angedrohten Angriff auf Grönland zugesetzt.
Am Sonntag dann verlangte der 79-Jährige plötzlich, die Verbündeten müssten ihm helfen, Öltanker in der Straße von Hormuz zu schützen. Womöglich wollte Trump davon ablenken, dass sich der von ihm in Aussicht gestellte Geleitschutz durch die US-Marine bisher nicht bewerkstelligen lässt.
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Iran bestätigt offiziell Tod von Sicherheitschef Ali Larijani
Wie der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, kam der Generalsekretär des Sicherheitsrats bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben. Der konservative Politiker Ali Larijani war in den vergangenen Monaten zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. In iranischen Staatsmedien wurde der Tod Larijanis am Dienstagabend bestätigt.
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Berichte: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff
In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.
"Verbotene Gruppen" hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen "Terrorangriff" auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um "kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität" zu gefährden.
Der Irak grenzt an den Iran und ist im Zuge des Kriegs ebenfalls Schauplatz von Angriffen.
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Zweites Vietnam? Trump unbeirrt von Iran-Drohung
Trump schließt einen Einsatz von Bodentruppen im Iran auch nach einer Warnung aus Teheran vor einem "zweiten Vietnam" nicht aus. "Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst", sagte er bei einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin am Dienstag im Weißen Haus. Ein Reporter hatte Trump damit konfrontiert, dass der Iran gedroht habe, die USA sollten nachlesen, was in Vietnam passiert sei, sollten sie Truppen entsenden.
Trump hatte in den vergangenen Wochen seit Beginn der Offensive gegen den Iran einen solchen Einsatz nicht ausgeschlossen. Die Debatte um die sogenannten "Boots on the ground", also ob es zum Einsatz von Soldaten auf feindlichem Boden kommt, gilt in den USA als höchst heikel. Seit den langjährigen und verlustreichen Kriegen im Irak und in Afghanistan reagiert die amerikanische Öffentlichkeit besonders sensibel auf die Entsendung von Bodentruppen in den Nahen Osten.
Der US-Bodeneinsatz im Vietnam-Krieg entpuppte sich als Trauma für die Vereinigten Staaten. Trotz technischer Überlegenheit saß das Militär im südostasiatischen Dschungelterrain fest. Der Krieg forderte am Ende das Leben Zehntausende US-Soldaten und spaltete die Gesellschaft.
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Trump über Absage von NATO-Partnern verärgert
Donald Trump kritisiert die NATO-Verbündeten für ihre Weigerung, sich am Krieg gegen den Iran zu beteiligen. Die meisten Partner hätten ihm mitgeteilt, dass sie nicht in den Konflikt verwickelt werden wollten, teilte Trump am Dienstag auf der Plattform Truth Social mit. Dies überrasche ihn nicht, da er die Allianz schon immer als "Einbahnstraße" betrachtet habe.
Er betont, die USA hätten Milliarden Dollar zur Verteidigung der NATO-Verbündeten ausgegeben. Die USA benötigten ihre Hilfe jedoch nicht, da sie die iranische Marine, Luftwaffe und Führungsebene bereits ausgeschaltet hätten. Dies gelte auch für Verbündete wie Japan, Australien und Südkorea.
Am Sonntag hatte Trump die NATO-Partner noch gedrängt, die USA bei der Öffnung der Meerenge von Hormuz für Öltanker zu unterstützen. Ausbleibende Hilfe wäre "sehr schlecht" für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, drohte der Präsident. Sowohl Deutschland als auch andere NATO-Länder reagierten jedoch ablehnend auf Trumps Forderung.
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Aus Protest gegen Krieg: Chef der US-Terrorabwehr tritt zurück
Joseph Kent protestierte: "Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar". Es sei offensichtlich, dass die USA den Krieg aufgrund israelischen Drucks begonnen hätte.
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Chef der US-Terrorabwehr ist gegen Krieg - tritt aus Protest zurück
Der Leiter des US-Terrorabwehrzentrums, Joseph Kent, tritt aus Protest gegen den Krieg im Iran zurück. Der Iran habe keine unmittelbare Bedrohung für die USA dargestellt, schreibt Kent in einem auf der Plattform X veröffentlichten Brief an Präsident Donald Trump.
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Netanyahu wünscht Iranern "Jahr der Freiheit"
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat sich zum persischen Neujahrsfest an die Iraner gewandt und dem "mutigen iranischen Volk" ein "Jahr der Freiheit" und den Beginn neuer Hoffnung gewünscht. Kurz nach der Verkündung der gezielten Tötung führender iranischer Vertreter, darunter der Funktionär Ali Larijani, gratulierte der Regierungschef den Iranern und Iranerinnen per Videobotschaft zu Neujahr.
Netanyahu sagte in dem Video auf Persisch: "Frohes Nowruz, lang lebe der Iran." Das persische Neujahr beginnt am Freitag. Die Botschaft Netanyahus dürfte angesichts einer nahezu vollständigen Internetsperre im Iran kaum jemanden erreicht haben.
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Irans Sicherheitschef getötet: Wer war Ali Larijani?
Ein ideologischer Pragmatiker und Strippenzieher. Der Sicherheitschef galt seit Jahrzehnten als einer der einflussreichsten Männer im Iran.
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Chaharshanbe Suri steht bevor
Die iranischen Behörden riefen die Menschen auf, während des bevorstehenden Festes Chaharshanbe Suri (Scharlachroter Mittwoch) zu Hause zu bleiben. Der Feind könne das Fest ausnutzen, um "Unsicherheit im Land zu schaffen", sagte Polizeichef Ahmadreza Radan staatlichen Medien zufolge. Das Fest findet am Vorabend des letzten Mittwochs vor dem Neujahrs- und Frühlingsfest nach dem iranischen Kalender statt und geht auf einen alten zoroastrischen Brauch zurück. Dabei zünden die Menschen traditionell Feuerwerke und überspringen Feuer.
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Starlink-Systeme beschlagnahmt
Das Geheimdienstministerium teilte mit, es seien landesweit Hunderte Starlink-Systeme beschlagnahmt worden. Einige Iraner nutzen diese, um die Internetsperren der Regierung zu umgehen. Der Besitz solcher Technologie könne mit den höchsten Strafen geahndet werden, hieß es.
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Der weltweite Flugverkehr ist weiterhin stark beeinträchtigt, nachdem der Krieg Israels und der USA gegen den Iran die Schließung wichtiger Drehkreuze im Nahen Osten, darunter Dubai, Doha und Abu Dhabi, erzwungen hat. Zehntausende Passagiere strandeten.
Hier sind die neuesten Informationen:
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Welternährungsprogramm: Krieg treibt Millionen in den Hunger
Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt vor einer drastischen Zunahme des Hungers weltweit, sollte der Krieg im Iran bis Juni andauern. Weiteren 45 Millionen Menschen drohe wegen steigender Preise für Lebensmittel, Öl und Transport eine Hungersnot, teilte die UNO-Organisation in Genf mit. Bereits jetzt würden weltweit 319 Millionen Menschen nicht genug zu essen bekommen, wurde mitgeteilt.
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Ein Toter durch herabfallende Trümmerteile in Abu Dhabi
Durch Trümmerteile einer abgefangenen Rakete ist in Abu Dhabi ein Mensch ums Leben gekommen. Die Trümmer gingen nach Regierungsangaben am Dienstag im Stadtteil Bani Yas in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate nieder. Bei dem Todesopfer handelt es sich demnach um einen Pakistaner. Seit Beginn des Kriegs hat der Iran bereits mehr als 1.900 Raketen und Drohnen auf die Vereinigten Arabischen Emirate abgefeuert - mehr als auf jedes andere von Teheran attackierte Land.
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Polen will keine Soldaten in den Iran schicken
Polens Regierung will keine Truppen in den Iran entsenden. "Das gilt sowohl für unsere Land-, Luft- als auch für unsere Seestreitkräfte, die sich noch im Aufbau befinden", sagte Ministerpräsident Donald Tusk. Sein Land habe im Rahmen der NATO andere Aufgaben, und der Konflikt im Nahen Osten betreffe nicht unmittelbar Polens Sicherheit. "Und unsere Verbündeten, auch die Amerikaner, verstehen das."
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55 Personen im Süden Irans festgenommen
Der Geheimdienst der Revolutionsgarden hat 55 Personen im Süden Irans festgenommen, denen Zusammenarbeit mit den USA und Israel vorgeworfen wird. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.
Die Agentur berichtete auch, das Geheimdienstministerium habe in einer landesweiten Aktion Hunderte Empfangsgeräte für das US-Satellitennetzwerk Starlink beschlagnahmen lassen. Mit den Starlink-Terminals lassen sich Internet-Zensur und Internet-Abschaltungen im Iran umgehen.
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Libanesischer Soldat getötet
Nach einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Streitkräfte seinen Verletzungen erlegen. Bei dem Angriff in der Gegend um Nabatieh wurden nach Armeeangaben vier weitere Soldaten verletzt. Darunter sei noch ein Schwerverletzter.
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Kein Ende der Hormus-Blockade vor Ende des Krieges
Die Blockade der Straße von Hormus kann nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araqchi nicht unabhängig vom Krieg Israels und der USA gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Dies habe er UNO-Generalsekretär Antonio Guterres mitgeteilt, schrieb Araqchi auf Telegram. Zudem forderte er die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe auf sein Land zu verurteilen. Zuvor hatte Bagdad mitgeteilt, Teheran könnte Bagdad die Fahrt durch Hormus ermöglichen.
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"Sehr harte und ernste" Haltung in der Frage der Vergeltung
Das neue geistliche Oberhaupt des Iran, Mojtaba Khamenei, lehnte einem Insider zufolge Vorschläge zur Entspannung des Verhältnisses mit den USA ab. Diese Vorschläge seien von zwei Vermittlerstaaten dem iranischen Außenministerium übermittelt worden. In der ersten außenpolitischen Sitzung in seiner neuen Funktion habe er eine "sehr harte und ernste" Haltung in der Frage der Vergeltung eingenommen, erklärte der Vertreter der iranischen Regierung weiter.
Er ließ aber offen, ob das geistliche Oberhaupt persönlich bei der Sitzung anwesend war. Die USA und Israel müssten besiegt werden und Entschädigungen zahlen, habe Khamenei gefordert.
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Mehrere Detonationen unweit von Jerusalem
Nach einem Raketenalarm gab es am Dienstag unweit von Jerusalem mehrere Detonationen. Die Explosionen waren zu hören, nachdem im Norden Israels die Sirenen wegen eines iranischen Angriffs geheult hatten, berichteten AFP-Reporter. Die israelische Armee meldete, vom Iran aus seien Raketen Richtung Israel abgefeuert worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Geschosse abzufangen.
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Mojtaba Khamenei nicht in Russland
Der iranische Botschafter in Moskau widerspricht Berichten, das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Mojtaba Khamenei, befinde sich in Russland zur medizinischen Behandlung. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Chamenei war vergangenen Mittwoch bei Angriffen der USA und Israels leicht verletzt worden.
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Kallas: "Niemand ist bereit, seine Leute in der Straße von Hormus in Gefahr zu bringen."
Die EU setzt nach den Worten ihrer Außenbeauftragten Kaja Kallas im Konflikt um die Straße von Hormus auf Diplomatie. Es müssten diplomatische Wege gefunden werden, um die Seestraße offen zu halten, sagte Kallas der Nachrichtenagentur Reuters. "Niemand ist bereit, seine Leute in der Straße von Hormus in Gefahr zu bringen." Damit reagiert sie auf die Forderung von US-Präsident Trump, Kriegsschiffe zum Schutz der Handelsroute zu entsenden. Ein diplomatischer Ansatz sei nötig, um Krisen bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Dünger und Energie zu verhindern, fügte Kallas hinzu.
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Fünf libanesische Soldaten bei israelischem Angriff verletzt
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind nach Armeeangaben fünf Soldaten der libanesischen Streitkräfte verletzt worden. Zwei von ihnen seien schwer verletzt worden, teilte die libanesische Armee mit. Sie seien in einem Auto und auf einem Motorrad in der Gegend bei Nabatieh unterwegs gewesen. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, den Fall zu prüfen.
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Irakische Öltanker könnten Straße von Hormus passieren
Der Iran könnte irakischen Tankern nach Angaben der Regierung in Bagdad die Fahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ermöglichen. Iraks Ölminister Hayan Abdul Ghani al-Sauad erklärte der staatlichen Agentur INA zufolge: "Es besteht Kommunikation mit Iran bezüglich der Genehmigung der Passage einiger irakischer Öltanker." Dem TV-Sender al-Sharkija sagte er, seine Regierung habe bereits Signale erhalten, dass einigen Tankern die Durchfahrt erlaubt werden könnte. -
Sicherheitschef Irans soll tot sein
Israels Verteidigungsminister Israel Katz verkündete soeben, dass die Armee den iranischen Sicherheitschef Ali Larijani getötet habe. Bislang hatte es geheißen, dass unklar sei, ob Laridschani überhaupt getroffen, verletzt oder getötet wurde. Fox News spricht davon, dass auch die USA an diesem Schlag beteiligt waren.
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Wichtiger iranischer Militär-Kommandeur getötet
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, gezielt getötet. Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hieß es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich, schrieb die israelische Armee.
Die Basidsch-e Mostasafin (Mobilisierte der Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit im Iran. Gegründet nach der Islamischen Revolution 1979 und rekrutiert aus jungen Teilen der Gesellschaft, spielt die Miliz eine zentrale Rolle bei der Unterdrückung von Protesten im Land. Die Miliz ist Teil der Revolutionsgarden, ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger angehören.
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Neue Raketenangriffe aus dem Libanon auf Nordisrael
Aus dem Libanon sind erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert worden. In mehreren Orten, darunter Kiryat Shmona und Nahariya, heulten am Dienstag erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. Die israelische Armee veröffentlichte unterdessen erneut einen Aufruf für Einwohner des Südlibanon zu flüchten.
Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Die Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz seien der Grund für Einsätze der Armee im Süden des Libanon, hieß es in der Mitteilung. Man wolle Zivilisten keinen Schaden zufügen.
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Israel wollte Sicherheitsratschef Larijani töten
Israel hat nach Medienberichten versucht, den einflussreichen iranischen Funktionär Ali Larijani zu töten. Der Generalsekretär des Sicherheitsrates war nach übereinstimmenden israelischen Medienberichten in der Nacht auf Dienstag Ziel eines Luftangriffs. Es sei aber noch unklar, ob Larijani dabei getötet oder verletzt worden sei, hieß es unter Berufung auf namentlich nicht genannte israelische Repräsentanten. Eine Stellungnahme des Iran liegt bisher nicht vor.
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Iranische Ölproduktion läuft ohne Unterbrechung weiter
Die iranische Ölproduktion und die Exporte laufen nach Angaben aus dem Parlament in Teheran ohne Unterbrechung weiter. Auch auf der Insel Charg gehe der Alltag seinen gewohnten Gang, zitiert die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim einen Sprecher des Energieausschusses. Die USA hatten in der vergangenen Woche militärische Ziele auf der für die Ölausfuhr wichtigen Insel angegriffen. Der Sprecher droht zudem, jeder weitere Angriff auf Charg werde zu einer "größeren Demütigung als in der Straße von Hormus“ führen. Dort blockiert der Iran die Durchfahrt von Schiffen, die er den USA oder Israel zuordnet.
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Weitere Festnahmen wegen Spionage
Im Iran wurden indes einem Medienbericht zufolge zehn Ausländer wegen Spionage festgenommen. Der Geheimdienst der Revolutionsgarden, der Elite-Streitmacht des Iran, werfe ihnen vor, Informationen über sensible Standorte gesammelt und operative Einsätze im Nordosten des Landes vorbereitet zu haben, meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim. Zur Staatsangehörigkeit der Festgenommenen wurden zunächst keine Angaben gemacht.
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UNO-Organisation: Militärschutz für Tanker keine Dauerlösung
Militärische Eskorten zum Schutz von Tankschiffen in der Straße von Hormus sind nach Ansicht der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) keine nachhaltige Lösung. "Es verringert das Risiko, aber das Risiko besteht weiterhin", sagte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez der Financial Times. Ein militärischer Einsatz sei "keine langfristige oder nachhaltige Lösung."
Dominguez äußerte sich auch besorgt über die Schiffsbesatzungen, die im Persischen Golf feststecken. "Die Lage ist besorgniserregend, insbesondere weil Schiffe derzeit nicht in der Lage sind, sich in der Straße von Hormus oder in der Golfregion frei zu bewegen. Auch der Zugang zu Häfen ist eingeschränkt, da Hafenanlagen ins Visier genommen werden", sagte der Chef der UNO-Organisation. Irgendwann würden an Bord auch Vorräte an Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff knapp werden.
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Ölpreise ziehen erneut an
Nach dem Rückgang zum Wochenanfang haben die Ölpreise am Dienstag wieder zugelegt. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich in der Spitze jeweils um rund fünf Prozent auf 104,98 Dollar (91,46 Euro) und 98,42 Dollar je Barrel. Grund ist die Furcht vor Lieferausfällen, da die Straße von Hormuz weiterhin nicht passiert werden kann.
Verbündete der USA hatten Forderungen nach der Entsendung von Kriegsschiffen zur Unterstützung der Tanker bei der Durchfahrt durch die wichtige Wasserstraße zurückgewiesen. Die Risiken blieben groß, sagte Marktanalyst Tony Sycamore von IG. "Es genügt eine einzige iranische Miliz, die eine Rakete abfeuert oder eine Mine an einem vorbeifahrenden Tanker anbringt, um die gesamte Situation erneut eskalieren zu lassen."
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Rund 200 US-Soldaten verletzt
Die Zahl der im Krieg gegen den Iran verwundeten US-Soldaten stieg laut Militärangaben auf rund 200. Der Großteil habe leichte Verletzungen erlitten, hieß es in einer Mitteilung des US-Zentralkommandos (CENTCOM). 180 der Verwundeten hätten bereits wieder ihren Dienst aufgenommen. Den Tod von elf Soldaten hatten die USA bereits am Freitag gemeldet. Angaben zu Verlusten der israelischen Streitkräfte liegen zunächst nicht vor.
Über die Zahl der Opfer auf iranischer Seite gibt es lediglich grobe Schätzungen. In Medienberichten war zuletzt von rund 2.000 Toten die Rede gewesen, darunter Zivilisten.
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Neue iranische Angriffe auf Ziele in Golfstaaten
Der Iran griff in der Nacht auch erneut Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien an. Die Emirate schlossen wegen laufender Angriffe kurzzeitig ihren Luftraum.
Die Behörden in Dubai erklärten, dass es sich bei dem Lärm, der in verschiedenen Stadtgebieten zu hören sei, um Abfangeinsätze der Luftabwehr handle. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien teilte mit, im Osten des Landes seien mehrere Drohnen abgefangen worden.
Im Irak gab es unbestätigten Medienberichten zufolge neue Angriffe auf die US-Botschaft in Bagdad und einen US-Stützpunkt in der Nähe des Flughafens.
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Angriff auf Tanker im Golf von Oman
Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt meldete, ein Tanker sei vor der Küste des Emirats Fudschaira im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Es sei niemand verletzt worden. Das Schiff habe gut 40 Kilometer vor der Küste vor Anker gelegen, hieß es.
Das kleine Emirat Fujaira, das zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, liegt südlich der Straße von Hormus - einer strategisch bedeutsamen Meerenge, die den Zugang zum Persischen Golf bildet.
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