US-Kriegsminister Hegseth entlässt Armee-Chef

Österreich verweigert US-Militär Überflüge direkt in das Kriegsgebiet + Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
US-Kriegsminister Hegseth entlässt Armee-Chef
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Iran-Krieg

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Mitten im Iran-Krieg: US-Verteidigungsminister Hegseth entlässt Heereschef George

    Der Stabschef der Teilstreitkraft, General Randy George, trete mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück, schrieb ein Pentagon-Sprecher auf der Plattform X. Der US-Sender CBS News berichtete, Hegseth habe den General zum Rücktritt aufgefordert. Andere US-Medien berichteten, Hegseth habe George gefeuert.

    Der Führungswechsel beim Heer passiert, während die USA Krieg gegen den Iran führen. Einen Zusammenhang dazu oder einen anderen spezifischen Grund für den Schritt nannte CBS News nicht. Hegseth wolle jemanden in dem Amt haben, der die Vision umsetze, die Präsident Donald Trump und er für das Heer hätten, berichtete der Sender unter Berufung auf eine mit der Entscheidung vertraute Person. 

  • |Karl Peternel-Oberascher

    UN-Sicherheitsrat stimmt über Straße von Hormuz ab

    Der UN-Sicherheitsrat soll am Freitag über den vom Golfkooperationsrat geforderten Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz mit Waffengewalt abstimmen. Das verlautete am Donnerstag aus Diplomatenkreisen. Bahrain hat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, demzufolge "alle notwendigen Mittel" eingesetzt werden können sollen. Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegenüber dem von den USA unterstützten Vorschlag.

    "Der Einsatz von Gewalt kann keinen Frieden bringen", sagte der chinesische UN-Botschafter Fu Cong vor dem Sicherheitsrat. "Die Mitgliedstaaten zum Einsatz von Gewalt zu ermächtigen, käme einer Legitimierung des rechtswidrigen und wahllosen Einsatzes von Gewalt gleich, was unweigerlich zu einer weiteren Eskalation der Lage und zu schwerwiegenden Folgen führen würde", fügte er hinzu.

    Moskau, ein langjähriger Verbündeter Teherans, erklärte, es werde keine Maßnahmen unterstützen, die es als einseitig betrachtet. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor erklärt, ein Militäreinsatz zur Befreiung der Meerenge sei "unrealistisch".

    Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Walz, sagte indes, der Vorschlag des Golfkooperationsrates habe die Unterstützung Washingtons: "Kein Land sollte in der Lage sein, die Volkswirtschaften der Welt als Geisel zu nehmen, um in einem Konflikt einen Vorteil zu erzwingen."
     

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Trump: Brücken als nächste Ziele, dann Kraftwerke

    US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit härteren Angriffen auf die Infrastruktur des Landes gedroht. Das US-Militär habe noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was im Iran noch übrig sei, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Brücken als Nächstes, dann Kraftwerke!" Er ergänzte: "Die neue Führung des Regimes weiß, was getan werden muss." Und das müsse schnell geschehen.

    Es blieb zunächst unklar, was genau er damit meinte. Wahrscheinlich bezog er sich auf seine früheren Äußerungen, wonach sich die Führung in Teheran zur Beendigung des Kriegs auf einen Deal einlassen müsse, bevor es zu spät sei und nichts mehr vom Land übrig bleibe. Für den Fall, dass der Iran eine Übereinkunft mit den USA ablehnen sollte, hat Trump dem Teheran schon mehrfach mit Angriffen auf Kraftwerke und Strominfrastruktur gedroht.

    Zuvor hatte das Militär am Donnerstag eine wichtige Autobahnbrücke bei Teheran bombardiert. Das iranische Staatsfernsehen und die Nachrichtenagentur FARS berichteten - unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Provinz - von acht Toten und 95 Verletzten. Die amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran dauern inzwischen seit fast fünf Wochen an.
     

  • |Julia Deutsch

    Ergebnisse der Hormus-Gespräche

    Rund 40 Länder haben am Donnerstag auf britische Initiative darüber diskutiert, wie wieder eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus möglich wird. Dabei hätten die teilnehmenden Länder unter anderem über mögliche weitere Sanktionen gegen Teheran gesprochen, teilte das britische Außenministerium nach dem Online-Treffen mit. Konkrete Schritte blieben jedoch vorerst aus.

    Eine weitere Maßnahme könnte der Mitteilung zufolge die Zusammenarbeit mit der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) sein, "um sicherzustellen, dass die ersten gestrandeten Schiffe wieder in Fahrt kommen können". Die IMO gab zuletzt bekannt, bereits an Evakuierungsplänen für die zahlreichen festsitzenden Schiffe und Seefahrer zu arbeiten.

  • |Julia Deutsch

    Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen außer Betrieb

    Nach neuen Luftangriffen auf die Stahlindustrie im Iran stellte indes ein Werk bei Isfahan seinen Betrieb ein. Das Ausmaß der Schäden und die Zerstörungen an den Einrichtungen haben zum vollständigen Stillstand der Produktionslinien geführt, wie die Zeitungen Shargh und Hammihan unter Berufung auf eine Mitteilung des Stahlkonzerns Mobarakeh berichteten. Die Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, ihre Arbeit niederzulegen.

    Die Stahlindustrie zählt zu den Schlüsselbranchen im Iran und spielt eine zentrale Rolle etwa in der Automobilproduktion oder dem Rüstungsbereich. Das Werk Mobarakeh bei Isfahan ist dabei der größte Stahlproduzent des Landes und ein wichtiger Pfeiler der inländischen Versorgung. Vor dem Hintergrund internationaler Sanktionen hat Iran seine Stahlproduktion gezielt ausgebaut, um unabhängiger von Importen zu werden. In dem Werk bei Isfahan sind mehr als 10.000 Menschen beschäftigt.

  • |Julia Deutsch

    USA zerstören wichtige Brücke im Iran

    Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. „Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden - es wird noch viel mehr folgen!“, schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt. 

    Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump. Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Großstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran. 

  • |Julia Deutsch

    18 Staaten rufen Israel und Hisbollah zur Einstellung der Kämpfe auf

    18 europäische Staaten haben Israel und die Hisbollah-Miliz aufgerufen, die Kämpfe zu beenden. "Der israelische Militäreinsatz im Libanon und die Angriffe der Hisbollah müssen eingestellt werden", forderten die Außenminister von 18 Ländern, darunter Österreich, Italien, Spanien und Polen in einer gemeinsamen Erklärung. Auch die Angriffe auf die UNO-Friedenstruppe im Libanon (UNIFIL) werden verurteilt. Die Sicherheit der UNIFIL-Soldaten müsse jederzeit gewährleistet sein.

  • |Julia Deutsch

    Neue Raketenangriffe auf Israel und Iran

    Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es am Donnerstag erneut Raketenalarm, Menschen eilten in Schutzräume. Im Iran ist unterdessen eine wichtige Autobahnbrücke zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden.

    Nach ersten Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurde in Israel niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach Medienberichten in der Stadt Nahariya im Norden Israels ein Kindergarten getroffen. Dabei gab es den Angaben zufolge ebenfalls keine Verletzten.

  • |Julia Deutsch

    UNO-Generalsekretär: "Wir stehen am Rande von größerem Krieg"

    UNO-Generalsekretär António Guterres hat vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalationsdrohungen zwischen den USA und dem Iran vor einer gefährlichen Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten gewarnt. "Wir stehen am Rande eines größeren Krieges, der den Nahen Osten erfassen und weltweit dramatische Auswirkungen haben würde", sagte Guterres vor Journalisten in New York. "Die Spirale aus Tod und Zerstörung muss enden."

  • |Julia Deutsch

    Putin und saudischer Kronprinz beraten über Nahost und OPEC+

    Der russische Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman haben nach russischen Angaben vom Donnerstag in einem Telefonat den Nahost-Krieg und ihre Zusammenarbeit in der Ölförderländer-Gruppe OPEC+ erörtert. Beide Seiten äußerten sich dem Kreml zufolge besorgt über die militärische Eskalation und forderten ein Ende der Feindseligkeiten.

    Man habe auch die Bedeutung gemeinsamer Bemühungen unter Mitwirkung von Russland und Saudi-Arabien im Rahmen der OPEC+ betont, um den globalen Ölmarkt zu stabilisieren. Russland unterliegt wegen des Kriegs gegen die Ukraine internationalen Sanktionen unter anderem in Bezug auf seine Ölexporte.

  • |Julia Deutsch

    Institut Pasteur in Teheran bei Angriff beschädigt

    Das Institut Pasteur in Teheran ist bei einem Beschuss der iranischen Hauptstadt nach Behördenangaben schwer beschädigt worden. "Der Angriff gegen das Institut Pasteur des Iran, ein hundertjähriger Pfeiler der Weltgesundheit und Mitglied des internationalen Pasteur-Netzwerks, ist eine direkte Attacke gegen die internationale Gesundheitsversorgung", teilte der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, am Donnerstag über die Plattform X mit.

    Kermanpur veröffentlichte Bilder des stark beschädigten Gebäudes, von dem einige Teilen in Trümmern lagen.

  • |Amina Beganovic

    Iran: Keine Urananreicherung für Atomwaffen

    Der Iran strebt nach den Worten seines Vertreters bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) keine Urananreicherung in einem für den Bau einer Atombombe erforderlichen Ausmaß an. Die Vorwürfe, denen zufolge Teheran Uran auf den für den Bau einer Atomwaffe nötigen Grad anreichern wolle, seien eine "Lüge", sagte der iranische IAEA-Botschafter Reza Najafi der AFP.

    Er bestritt zudem, dass die Islamische Republik nach den US-israelischen Angriffen auf ihre Atomanlagen im Juni 2025 die Urananreicherung "wieder aufgenommen" habe. "Wir haben die Anreicherung nicht wieder aufgenommen, und es war eine Lüge, eine sehr große Lüge, wie die anderen Lügen auch", sagte Najafi.

    Die USA und Israel hätten den Iran beschuldigt, er wolle sein Atomwaffenprogramm wieder aufnehmen, sagte Najafi. Dabei habe es im Iran "nie ein Atomprogramm gegeben". Dies sei "wiederholt von der IAEA und sogar von den amerikanischen Geheimdiensten selbst bestätigt" worden. Nach Einschätzung der IAEA ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend.

  • |Amina Beganovic

    Bekannte iranische Anwältin Sotudeh festgenommen

    Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotudeh ist nach Angaben ihrer Tochter erneut festgenommen worden. Ihre Mutter sei am Mittwochabend festgenommen worden, als sie allein zu Hause gewesen sei, schrieb Mehraweh Khandan via Instagram. Sotudeh ist unter anderem Sacharow-Preisträgerin des Europaparlaments.

    Aktivisten werfen den Behörden der Islamischen Republik vor, im laufenden Iran-Krieg die Zivilgesellschaft verstärkt zu unterdrücken. Sotudeh wurde in den vergangenen Jahren wiederholt festgenommen und inhaftiert. Seit Jahren setzt sie sich für die Abschaffung der Todesstrafe im Iran und für die Menschenrechte ein. Sotudeh verteidigte zahlreiche politische Häftlinge als Anwältin. In mehreren Fällen verteidigte sie Frauen, die sich nicht an die strengen Verschleierungspflichten hielten.


     

  • |Amina Beganovic

    Beratungen über sichere Schifffahrt durch Straße von Hormuz

    Rund 40 Länder haben am Donnerstag auf britische Initiative darüber diskutiert, wie wieder eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormuz möglich wird. "Wir haben erlebt, wie der Iran eine internationale Schifffahrtsroute gekapert hat, um die Weltwirtschaft als Geisel zu nehmen", sagte der britische Außenministerin Yvette Cooper zu Beginn des Online-Treffens. Es bestehe eine "dringende Notwendigkeit", die freie Schifffahrt wiederherzustellen.

    "Wir konzentrieren uns auf die diplomatischen und internationalen Planungsmaßnahmen, einschließlich der gemeinsamen Mobilisierung unseres gesamten Spektrums an diplomatischen und wirtschaftlichen Instrumenten und Druckmitteln", sagte Cooper weiter. Dabei geht es aber nicht um eine von den USA ins Gespräch gebrachte gewaltsame Öffnung der Meerenge, die vom Iran kontrolliert wird. US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach erklärt, die Sicherung der Wasserstraße sei ein Problem, das andere Nationen lösen müssten.

  • |Diana Dauer

    Insider: OPEC-Länder wollen Produktion hinauffahren

    Die Öl-Allianz OPEC+ will Insidern zufolge bei einem Treffen am Sonntag eine Erhöhung ihrer Förderquoten beschließen und sich so für eine mögliche Wiedereröffnung der Straße von Hormuz wappnen. Acht Mitglieder des Kartells würden über eine solche Anhebung beraten, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters.

    Die Maßnahme hätte zunächst kaum Auswirkungen auf das Angebot, da die wichtige Straße von Hormuz durch den Iran-Krieg gesperrt ist. Sie würde aber die Bereitschaft signalisieren, die Förderung hinaufzufahren, sobald die wichtigste Ölroute der Welt wieder passierbar ist. "Wir müssen reagieren, zumindest auf dem Papier", sagte einer der Insider.

  • |Diana Dauer

    Israel tötete mehr als 40 Hisbollah-Mitglieder

    Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützen Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hieß es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.

    Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, Israels Armee dringe weiter im Südlibanon vor. Israels Armee erklärte, Bodentruppen hätten dort Dutzende Ziele der Schiitenorganisation Hisbollah zerstört, darunter Beobachtungsposten und Raketenabschussrampen. Die israelische Luftwaffe griff den Angaben zufolge ebenfalls Dutzende Stellungen wie etwa Waffenlager im Nachbarland an.

  • |Diana Dauer

    Österreich verweigerte USA Luftraum für Militärflüge

    Österreich hat den USA die Nutzung des Luftraums für Iran-Kriegseinsätze verweigert, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag bekannt gab. Grund dafür sei das heimische Neutralitätsgesetz. Zur Anzahl der Anfragen machte die Ministeriumssprecherin keine Angaben - nur dass es "einige" gewesen seien. Einzelfälle würden in Absprache mit dem österreichischen Außenministerium geprüft.

    Die SPÖ forderte indes von der Regierung, den Kurs beizubehalten. "Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP, Anm.) sollte keinen einzigen Flug des US-Militärs Richtung Golf mehr genehmigen. Auch keine Transportflüge und sonstigen logistischen Unterstützungen. Ganz so wie es auch Spanien, Frankreich, Italien und die Schweiz tun. Dieser Krieg schadet den österreichischen Wirtschaftsinteressen, Europa als Ganzem und dem Weltfrieden", sagte Niederösterreichs SPÖ-Landesparteivorsitzender Sven Hergovich.

  • |Amina Beganovic

    Mann wegen Angriffs auf Militäranlage hingerichtet

    Im Iran ist nach amtlichen Angaben ein Mann hingerichtet worden, dem vorgeworfen wurde, an einem Angriff auf eine geheime Militäreinrichtung beteiligt gewesen zu sein. Er sei für schuldig befunden worden, in die Sperranlage in Teheran eingedrungen zu sein, meldet die Justiz-Nachrichtenagentur Mizan am Donnerstag. Er habe die Einrichtung beschädigt, einen Brand gelegt und versucht, Waffen und Munition zu entwenden. Der Mann habe die Taten während eines Verhörs zugegeben.

    Sein Einspruch sei zurückgewiesen und das Urteil vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden. Ein Justizvertreter hatte im März erklärt, Fälle im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten vom Jänner seien abgeschlossen und die Urteile würden nun vollstreckt.

  • |Adisa Beganović

    Iran: Wiederaufbau des Stahlwerks Chusestan wird bis zu einem Jahr dauern

    Der Wiederaufbau des iranischen Stahlwerks Chusestan wird nach einem Luftangriff in der vergangenen Woche bis zu einem Jahr dauern. Frühestens könne die Anlage in sechs Monaten den Betrieb wieder aufnehmen, erklärt ein Vertreter der Werksführung laut einem Nachrichtenorgan der iranischen Justiz. Alle Module und Stahlöfen seien beschädigt worden. Der Wiederaufbau solle mit heimischen Mitteln erfolgen. Das Werk war nach iranischen Angaben im Zuge der israelischen und amerikanischen Luftangriffe getroffen worden. 

  • |Adisa Beganović

    Iranischer Armeechef Amir Hatami: "Feindliche Truppen dürfen nicht überleben"

    Iranische Staatsmedien verbreiten eine Nachricht von Armeechef Amir Hatami. Er fordert demnach die militärische Einsatzführung auf, Bewegungen des Feindes genau zu überwachen. Die Truppen müssten bereit sein, jede Art von Angriff abzuwehren, wird der Kommandeur zitiert. "Es dürfen keine feindlichen Truppen überleben, falls der Gegner versuchen sollte, eine Bodenoffensive zu starten." Die staatlichen Medien veröffentlichen dazu ein Video ohne Ton, das Hatami in einem Raum mit drei weiteren Armeekommandeuren zeigt. Per Video sind in dem Raum zudem etwa ein Dutzend weitere Personen hinzugeschaltet. Es lässt sich zunächst nicht überprüfen, wann die Aufnahme entstanden ist. 

  • |Diana Dauer

    Iran reagiert auf Trump: Kämpfen weiter, bis USA und Israel aufgeben

    Der Iran hat angekündigt, den Krieg im Nahen Osten so lange fortzusetzen, bis die USA und Israel aufgeben. Die Islamische Republik werde den Kampf weiterführen, bis ihre Gegner ihre „Reue und Kapitulation“ erklärten, sagt Militär-Sprecher Ebrahim Solfakari laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim

    Er droht zudem mit „einschneidenderen, umfassenderen und zerstörerischeren“ Angriffen. Damit reagierte er auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte erklärt, die Fähigkeiten des Iran seien „im Wesentlichen dezimiert“. Die USA hätten ihre Ziele bald vollständig erreicht und würden den Iran in den nächsten zwei bis drei Wochen „extrem hart“ treffen. Die Einschätzungen der USA und Israels zu den militärischen Fähigkeiten des Iran seien „unvollständig“, sagt Solfakari dazu.

  • |Diana Dauer

    Preise für Gold und Silber nach Trump-Aussagen deutlich gefallen

    Die Preise für Edelmetalle sind am Donnerstag nach einer Rede des US-Präsidenten Donald Trump deutlich gefallen. Nachdem eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) in der vergangenen Nacht zeitweise noch 4.800 Dollar (4.136 Euro) gekostet hatte, rutschte die Notierung an der Metallbörse in London in der Früh bis auf 4.586 Dollar ab.

    Der Goldpreis fiel damit um mehr als vier Prozent, nachdem Trump in einer Rede an die Nation gesagt hatte, dass die Hauptziele im Iran-Krieg nahezu erreicht seien. Am Markt wurde dies als Hinweis gedeutet, dass sich der Konflikt im Nahen Osten seinem Ende nähere. Allerdings sei in den kommenden zwei bis drei Wochen noch mit harten Militärschlägen gegen den Iran zu rechnen, sagte Trump.

  • |Diana Dauer

    Iranischer Insider: Garantierter Waffenstillstand als Bedingung für Kriegsende

    Ein ranghoher iranischer Vertreter sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der Iran fordere einen garantierten Waffenstillstand, um den Krieg dauerhaft zu beenden. Vermittler hätten am Dienstag Kontakt zum Iran aufgenommen, wobei sich die Gespräche auf die Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen konzentriert hätten. Über die Vermittler habe es keine Gespräche über einen vorübergehenden Waffenstillstand gegeben. 

  • |Diana Dauer

    Ölpreise nach Trump-Rede deutlich gestiegen

    Die Ölpreise sind am Donnerstag nach der Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation stark gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni zog im frühen Handel um mehr als sechs Prozent auf 107,48 Dollar (92,62 Euro) an. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

  • |Adisa Beganović

    Trump kündigt Endphase des Kriegs mit schweren Angriffen an

    US-Präsident Donald Trump hat ein baldiges Ende des seit fünf Wochen dauernden Kriegs gegen den Iran angekündigt. Die strategischen Ziele der USA seien fast erreicht. "Wir werden die Aufgabe beenden, und wir werden sie sehr schnell beenden. Wir kommen dem sehr nahe", erklärte der Präsident in einer Rede an die Nation im Weißen Haus. Gleichzeitig kündigte er für die kommenden zwei bis drei Wochen "extrem harte" Angriffe an.

    Der KURIER-Korrespondent Dirk Haupt liefert eine Analyse von Trumps Rede an die Nation:

  • |Adisa Beganović

    Israels Armee meldet drei Angriffswellen aus dem Iran

    Die israelische Armee hat in der Nacht zum Donnerstag drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran gemeldet. Die dritte Angriffswelle erfolgte kurz nachdem US-Präsident Donald Trump in Washington eine Ansprache an die Nation zum Iran-Krieg gehalten hatte. Israelische Medien berichteten von mehreren leicht verletzten Menschen.

    Nach dem ersten Angriff teilte die israelische Polizei mit, Einsatzkräfte seien zu "mehreren" Einschlagsorten im Zentrum Israels gerufen worden. Israelische Medien bezifferten die Zahl der Einschläge auf neun. Vier Menschen seien dabei leicht verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf Sanitäter. In Medienberichten wurden die Schäden in einem relativ weiten Gebiet auf den Einsatz von Streumunition zurückgeführt.

  • |Adisa Beganović

    US-Militär hat bereits mehr als 12.300 Ziele angegriffen

    Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele in dem Land angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.

    Washingtons Verbündeter Israel flog nach eigenen Angaben bisher mehr als 800 Angriffe im Iran, wie die Armee am Mittwoch mitgeteilt hatte.

  • |Julia Deutsch

    Iran: Tausende nehmen Abschied von getötetem Marinekommandanten

    Tausende Menschen haben in der iranischen Hauptstadt Teheran Abschied von dem bei einem israelischen Luftangriff getöteten Marinekommandeur der Revolutionsgarden genommen. Die Menschen versammelten sich am Mittwoch mit iranischen Flaggen und Porträts des getöteten Alireza Tangsiri auf dem Enghelab-Platz im Zentrum Teherans, wo der Sarg des Kommandanten langsam durch die Menschenmenge gefahren wurde, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

    Funeral of Revolutionary Guard Navy Commander Alireza Tangsiri in Tehran
  • |Julia Deutsch

    Präsident Pezeshkian an US-Bürger: Wir sind keine Bedrohung

    Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian versichert dem amerikanischen Volk in einem Brief, dass sein Land keine Feindschaft gegen einfache US-Bürger hegt. Den Iran als Bedrohung darzustellen, stimme "weder mit der historischen Realität noch mit den heute beobachtbaren Fakten überein", zitierte am Mittwoch der Sender Press TV aus dem Schreiben. Hingegen richteten sich Angriffe auf die Infrastruktur des Iran gegen das iranische Volk und hätten Folgen, die weit über die Grenzen des Landes hinausreichen würden, warnte er laut Press TV.
  • |Julia Deutsch

    Trump fordert Hormus-Koalition - sonst Ukraine-Waffenstopp

    Donald Trump forderte von den europäischen Staaten Unterstützung für eine Öffnung der Straße von Hormus. Falls diese ausbleibe, will er laut einem Bericht der Financial Times Waffenlieferungen an die Ukraine einstellen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Insider-Informationen.

  • |Julia Deutsch

    Frankreich: Keine Hinweise auf Verminung

    Die französische Marine hat nach Angaben des Admirals Nicolas Vaujour keine Hinweise darauf, dass die Straße von Hormus vermint worden ist. Auf einer Sicherheitskonferenz in Paris forderte er zudem, China müsse sich stärker für eine Wiederöffnung der Meerenge einsetzen und seine Ungeduld über die anhaltende Sperrung deutlich machen. China und der Iran gelten als befreundete Staaten.

  • |Julia Deutsch

    Bericht: Emirate wollen Straße von Hormus gewaltsam öffnen

    Die Vereinigten Arabischen Emirate bemühen sich laut "Wall Street Journal" um eine Koalition mit den USA und anderen Verbündeten, um die Straße von Hormus gewaltsam zu öffnen. Emiratische Diplomaten hätten die USA und die Militärmächte in Europa und Asien dazu dringend aufgefordert, sagte ein Vertreter des Landes der Zeitung. Die Emirate wollen demnach, dass der UNO-Sicherheitsrat dies per Resolution absegnet. Der iranische Machtapparat glaube, er kämpfe um sein Überleben und sei bereit, die Weltwirtschaft mit in den Abgrund zu reißen, indem es die Straße von Hormus abriegle, hieß es.

    Ein militärischer Einsatz ohne Zustimmung des Irans gilt als sehr komplex und gefährlich. Der Iran könnte Ziele in der Meerenge einfach vom Festland aus angreifen. Zur Abwehr von Attacken bliebe Kriegsschiffen in der engen Wasserstraße wahrscheinlich mitunter nur extrem wenig Zeit.

  • |Julia Deutsch

    Größter Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn

    Der Iran hat Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen angegriffen. Allein in Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde. Die "Times of Israel" berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den größten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Die meisten habe die Luftabwehr abgefangen.

    Einige Raketen habe man in freies Gelände einschlagen lassen. Die israelische Armee teilte mit, dass sie Angriffe auf Dutzende "Terrorziele" im Zentrum Teherans gestartet habe.

  • |Julia Deutsch

    Trump droht mit NATO-Austritt: "Papiertiger"

    US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten ernsthaft einen Austritt der USA aus der NATO. Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran, zitierte die britische Zeitung "Daily Telegraph" am Mittwoch den US-Präsidenten. Auf die Frage, ob er die US-Mitgliedschaft überdenke, sagte Trump dem Blatt: "Oh ja, ich würde sagen, das geht über eine reine Überlegung hinaus."

    Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Bündnisses. "Ich wusste schon immer, dass sie ein Papiertiger ist, und Putin weiß das übrigens auch", sagte Trump in Hinblick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

  • |Julia Deutsch

    Krisentreffen zur Blockade der Straße von Hormus

    Die britische Außenministerin Yvette Cooper beruft eine Krisensitzung zur vom Iran weitestgehend blockierten Straße von Hormus mit internationalen Partnern ein. Auch Deutschland nimmt an der Onlinekonferenz teil, wie es am Mittwoch aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß. Premierminister Keir Starmer sagte während einer Pressekonferenz, die Partner würden noch im Laufe dieser Woche zusammenkommen.

    "Dort werden wir alle tragfähigen diplomatischen und politischen Maßnahmen prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen, die Sicherheit der festgesetzten Schiffe und Seeleute zu gewährleisten und den Transport lebenswichtiger Güter wieder aufzunehmen", sagte Starmer. Das Nachrichtenportal "Politico" berichtete unter Berufung auf eine Regierungsquelle, das Treffen sei für diesen Donnerstag geplant.

    Im Anschluss an die große Konferenz sollen Militärplaner zusammenkommen, um Möglichkeiten zu prüfen, wie die Straße auch nach dem Ende der Kämpfe freigehalten werden kann, sagte der Premier.

  • |Julia Deutsch

    Teheran dementiert Bitte um Waffenruhe

    Der Iran hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump die USA um eine Waffenruhe gebeten. Die Äußerung Trumps sei falsch und unbegründet, berichtete das staatliche iranische Fernsehen unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums. 

  • |Stefan Berndl

    Trump: USA ziehen "ziemlich rasch" aus dem Iran-Konflikt ab

    Die USA würden "ziemlich schnell aus dem Iran abziehen", sagt Trump in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Man könne aber für "gezielte Schläge" zurückkehren, falls dies nötig sei. Trump kündigt zudem an, er werde in einer für den Abend (Ortszeit) geplanten Rede an die Nation erklären, dass er einen Austritt der USA aus dem Verteidigungsbündnis NATO erwäge.

  • |Stefan Berndl

    Trump: Iran hat USA um Waffenruhe gebeten

    Der Iran hat nach den Worten von US-Präsident Donald Trump die USA gerade um eine Waffenruhe gebeten. Man werde darüber nachdenken, wenn die Straße von Hormuz wieder offen, frei und sicher für den Verkehr sei, erklärte Trump am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social. "Bis dahin bomben wir den Iran in die Steinzeit."

  • |Daniela Wahl

    Khamenei will antiisraelische Kräfte weiter stützen

    Der Oberste Führer des Irans, Ayatollah Mojtaba Khamenei, will antiisraelische Kräfte im Nahen Osten weiter unterstützen. In einem Schreiben Khameneis an die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah, das im iranischen Staatsfernsehen verlesen wurde, hieß es: "Ich erkläre hiermit entschlossen, dass die konsequente Politik der Islamischen Republik Iran, die den Weg des verstorbenen Imams und Märtyrerführers fortsetzt, darauf beruht, den Widerstand gegen den zionistisch-amerikanischen Feind weiter zu unterstützen."

    Seit dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran ist Mojtaba Khamenei, Sohn und Nachfolger des am 28. Februar getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei, nicht mehr öffentlich gesehen worden.

  • |Daniela Wahl

    Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs beschert Börsen Kurssprung

    Die Hoffnungen auf ein nahendes Ende des Iran-Kriegs haben den Börsen zum Monatsbeginn einen Kurssprung beschert, die Öl- und Gaspreise kamen gleichzeitig von ihrem Höhenflug etwas zurück. Bereits in der Früh legten einige asiatische Aktienmärkte merklich zu. Der japanische Nikkei-Index stieg um 5,2 Prozent. Auch in Europa ging es in Folge stark nach oben. Der Euro-Stoxx-50 der wichtigsten Unternehmen der Eurozone stieg am Nachmittag um 2,8 Prozent auf 5.726,48 Punkte.

    Die Börsenindizes in Frankfurt, Paris und London legten zwischen 2 und 3 Prozent zu. Der österreichische Aktienindex ATX gewann zuletzt 2,69 Prozent auf 5.487,24 Punkte. Gleichwohl notieren die Börsenbarometer noch deutlich unter den Kursniveaus von vor dem Krieg.

  • |Daniela Wahl

    Hilfsorganisationen warnen vor Hungerkrise

    Die Welthungerhilfe sowie die Vereinten Nationen haben angesichts der aktuellen Lage im Iran vor einer weltweiten Hungerkrise gewarnt. "Das Risiko, dass sich die global bereits angespannte Ernährungslage verschärft und regionale Hungerkrisen entstehen, ist sehr real", erklärte die Welthungerhilfe auf Anfrage der Frankfurter Rundschau. "Die Eskalation im Nahen Osten blockiert humanitäre Lieferketten, verteuert unsere Hilfslieferungen und lässt die Kosten für Nahrungsmittel und alles, was für deren Produktion benötigt wird, massiv steigen", teilte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen dem Bericht zufolge mit.

  • |Daniela Wahl

    Israel: Haben hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet

    Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet. Es soll sich dabei um den Kommandeur der „südlichen Front“, Jusuf Ismail Haschem, gehandelt haben. Er habe eine zentrale Rolle in der Hisbollah gespielt. Die Schiitenorganisation äußerte sich zunächst nicht selbst. Libanesische Medien berichteten jedoch, die Hisbollah habe seinen Tod bestätigt. 

    Bei dem Angriff in der Nacht in einem Viertel am südlichen Stadtrand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt sieben Menschen getötet. 26 weitere Personen seien verletzt worden. Nach Angaben der Hisbollah war unter den Toten auch Mohammad Baqir Al-Nabulsi, ein bekanntes Hisbollah-Mitglied. Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht. Eine dpa-Reporterin berichtete von mindestens drei Explosionen, die über der Hauptstadt zu hören gewesen seien. 

  • |Daniela Wahl

    Iran-Krieg trifft auch Kosmetikbranche

    Der Krieg im Iran und seine Folgen für die globalen Lieferketten machen sich bis ins Badezimmer bemerkbar: Kundinnen und Kunden werden für Cremes und Kosmetika wie Mascara, Lippenstifte & Co. wohl tiefer in die Taschen greifen müssen. "Wir beobachten steigende Kosten aufgrund der Energiepreisinflation, die durch Lieferverzögerungen noch verschärft wird", sagt Simone Dominici, Chef des italienischen Kosmetikkonzerns Kiko.

    "Da so viele Container im Nahen Osten festsitzen, ist die Verfügbarkeit von Containern knapper und die Waren werden nicht effizient bewegt." Höhere Kosten für einige chemische Komponenten und Verpackungen, die oft aus Fernost stammen, würden den Druck weiter erhöhen.

  • |Patrick Resch

    IEA bringt weitere Freigabe von Ölreserven ins Spiel

    Die Internationale Energieagentur (IEA) bringt angesichts von Engpässen eine weitere Freigabe von Ölreserven ins Spiel. "Wenn wir der Meinung sind, dass ein Bedarf an Rohöl oder Produkten besteht, können wir eingreifen", sagte IEA-Chef Fatih Birol am Mittwoch in einem Podcast mit dem Chef des norwegischen Staatsfonds, Nicolai Tangen. Die IEA berät die Industriestaaten in Energiefragen.

    Ihre Mitglieder hatten wegen der Folgen des Iran-Krieges bereits am 11. März die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl beschlossen. Auch Deutschland beteiligte sich daran.

  • |Patrick Resch

    Australien: Menschen zum Spritsparen aufgerufen

    Angesichts der stark gestiegenen Ölpreise hat Australiens Ministerpräsident Anthony Albanese die Bevölkerung auf länger andauernde wirtschaftliche Folgen des Iran-Krieges eingestimmt und zum Sparen von Kraftstoff aufgerufen. In einer Ansprache an die Nation forderte er die Bürger am Mittwoch auf, angesichts der bevorstehenden Osterfeiertage nicht mehr Benzin und Diesel als nötig zu tanken und keinen Kraftstoff zu horten.

    Wer könne, solle in den kommenden Wochen für den Weg zur Arbeit auf Zug, Bus oder Straßenbahn umsteigen. "Die wirtschaftlichen Erschütterungen durch diesen Krieg werden uns monatelang begleiten", sagte Albanese. Die kommenden Monate dürften nicht einfach werden. Die Ansprache wurde zeitgleich von den großen Fernseh- und Radiosendern des Landes übertragen. Ähnliche Ansprachen an die Nation gab es zuletzt während der Corona-Pandemie und der globalen Finanzkrise 2008. 

  • |Daniela Wahl

    Knappes Kerosin: Fliegen wird wegen Iran-Kriegs immer teurer

    Der Iran-Krieg hat den internationalen Luftverkehr bereits nach einem Monat deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Verdoppelte Kerosinpreise, kaum noch nutzbare Drehkreuze am arabischen Golf und ein deutlich verringertes Flugangebot in Richtung Asien sind die unmittelbaren Folgen. 

    Wegen des gestörten Öl-Transports durch die Straße von Hormus verknappt und verteuert sich das verfügbare Kerosin, so dass sich die Passagiere auf weiter steigende Ticketpreise einstellen müssen. 

  • |Daniela Wahl

    Trump droht mit Nato-Austritt

    US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Worten ernsthaft einen Austritt der USA aus der Nato. Grund sei die mangelnde Unterstützung der Verbündeten für den US-Militäreinsatz gegen den Iran, zitierte die britische Zeitung Daily Telegraph am Mittwoch den US-Präsidenten. Auf die Frage, ob er die US-Mitgliedschaft überdenke, sagte Trump dem Blatt: „Oh ja, ich würde sagen, das geht über eine reine Überlegung hinaus.“ Er habe schon lange Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Bündnisses. „Ich wusste schon immer, dass sie ein Papiertiger ist, und Putin weiß das übrigens auch“, sagte Trump mit Blick auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

  • |Daniela Wahl

    Katar: Öltanker von Rakete getroffen

    Ein Öltanker ist in katarischen Hoheitsgewässern von einer Rakete getroffen worden. Es gebe keine Verletzten, teilte das Verteidigungsministerium von Katar auf X mit. Drei Marschflugkörper seien aus dem Iran abgefeuert worden. Zwei davon konnten abgefangen werden, hieß es in der Mitteilung weiter. 

    Das getroffene Schiff sei vom staatlichen Energiekonzern QatarEnergy gechartert gewesen. Maßnahmen, um die Crew des Schiffs zu evakuieren, seien eingeleitet. Über das Ausmaß der Schäden am Schiff oder austretendes Öl wurde zunächst nichts bekannt. 

  • |Daniela Wahl

    BIP-Prognose für Deutschland wegen Iran-Kriegs halbiert

    Deutlich weniger Wachstum, dafür mehr Inflation: Wegen der Folgen des Iran-Kriegs senken die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen für 2026 für die deutsche Konjunktur spürbar - und zwar von 1,3 auf 0,6 Prozent. 2027 soll es nur noch zu einem Plus von 0,9 Prozent reichen.

  • |Daniela Wahl

    Iran-Krieg trübt Stimmung in Chinas Industrie

    Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat sich die Stimmung in Chinas Industrie im März laut einer Umfrage leicht eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Anbieters RatingDog fiel gegenüber dem Vormonat von 52,1 Punkten auf 50,8 Zähler. Damit lag der Wert zwar weiter über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Der Kostendruck habe sich jedoch deutlich verschärft, zugleich seien die Lieferketten spürbar gestört gewesen, hieß es von RatingDog-Gründer Yao Yu.

    Als Belastungsfaktor gilt der Iran-Krieg. Er treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit für Unternehmen. China ist der größte Warenexporteur der Welt. Höhere Energiepreise belasten daher auch die chinesische Wirtschaft und besonders exportorientierte Firmen. Zugleich verweisen einige Beobachter darauf, dass China von dem Konflikt auch profitieren könnte. Das Land ist stark bei Solaranlagen, Batterien und Elektroautos. Wenn viele Staaten wegen des Krieges noch stärker auf alternative Energien setzen, könnte das die Nachfrage nach chinesischen Produkten erhöhen.

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