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Der Unfall des Briten Oliver Bearman in seinem Haas am Sonntag beim Formel-1-Grand-Prix von Japan hat Diskussionen ausgelöst. Messungen ergaben, dass der 20-Jährige bei dem Crash extremen Beschleunigungskräften ausgesetzt war. "Das war schon beängstigend", sagte Haas-Teamchef Ayao Komatsu. "Zum Glück ist es gut gegangen", ließ Bearman selbst wissen. Er hat sich beim Zwischenfall keine Knochenbrüche, aber eine schwere Knieprellung zugezogen.

Er hatte in der 22. Runde die Kontrolle über sein Auto verloren und war mit hohem Tempo seitlich in die Streckenbegrenzung eingeschlagen. Danach verließ er humpelnd und mit schmerzverzerrtem Gesicht den Unfallort. Das Geschehen befeuerte die Debatte über das Technik-Reglement, in der die Zusatzkräfte durch den höheren Elektroanteil des Motors eine große Rolle spielen. Bearman kam mit hohem Geschwindigkeitsüberschuss an den vor ihm fahrenden Franco Colapinto im Alpine heran.

Südkoreas Nationalmannschaft  kassierte in einem Länderspiel gegen die Elfenbeinküste eine empfindliche Niederlage. 

Der kommende Gegner des ÖFB-Teams verlor in Milton Keynes (England) gegen die Afrikaner, die ebenfalls bei der WM im Sommer in Nordamerika dabei sind, mit 0:4. Austria-Wien-Profi Lee Tae-seok kam bei den am Dienstag im Wiener Happel-Stadion gastierenden Südkoreanern nicht zum Einsatz.

Größter Erfolg 2002 

Südkorea bestreitet bei der WM das Eröffnungsmatch gegen Mexiko, danach geht es noch gegen den Play-off-Sieger aus Tschechien gegen Dänemark und gegen Südafrika

Die Asiaten bestreiten bereits ihre zwölfte WM und gleichzeitig ihre elfte en suite. Mit Abstand größter Erfolg des zweifachen Asienmeisters und Weltranglisten-22. - Österreich ist im provisorischen Ranking 25. - war Rang vier bei der gemeinsam mit Japan ausgerichteten WM 2002.

Der Italiener Kimi Antonelli hat den Formel-1-Grand-Prix von Japan gewonnen und ist damit zum jüngsten WM-Führenden der WM-Geschichte aufgestiegen. Der Mercedes-Pilot legte nach seinem Premieren-Triumph zwei Wochen davor in Shanghai am Sonntag in Suzuka nach, profitierte von der Pole Position aus gestartet aber auch vom Rennverlauf. Der Australier Oscar Piastri sorgte als Zweiter für ein kräftiges McLaren-Lebenszeichen, Charles Leclerc im Ferrari landete auf Rang drei.

"Es ist ein bisschen zu früh, an die WM zu denken. Aber wir sind auf einem guten Weg", sagte Antonelli doch recht abgeklärt. "Ich bin absolut happy, auf so einer besonderen Strecke gewonnen zu haben. Das ist ein einmaliges Erlebnis." Piastri trauerte dem Sieg nicht wirklich nach, freute sich vielmehr über seinen heuer ersten Podestplatz sowie seine ersten Punkte. "Als Zweiter darf ich im Moment nicht enttäuscht sein, ein großes Danke an das Team." Leclerc sprach auf ServusTV von einem guten Rennen: "Es hat Spaß gemacht."

Antonelli machte in der WM nach drei von 22 WM-Rennen sowie einem von sechs Sprints aus einem Vier-Punkte-Defizit einen Vorsprung von neun Punkten auf den nur auf Rang vier gekommenen Teamkollegen George Russell, und hat nun schon 72 Zähler. Das Ferrari-Duo von Leclerc und Lewis Hamilton folgt 14 bzw. 22 Punkte hinter Russell. In der Konstrukteurswertung führt Mercedes 45 Punkte vor Ferrari, McLaren ist die dritte Kraft. Die WM wird nach einer durch den Iran-Krieg bedingten Pause erst am ersten Mai-Wochenende in Miami fortgesetzt.

Bearman-Unfall als Schlüsselszene

Die Schlüsselszene des Rennens war ein Unfall des Haas-Piloten Oliver Bearman in der 22. Runde. Die darauffolgende fünf Runden lange Safety-Car-Phase nutzte neben den Ex-Weltmeistern Hamilton und Max Verstappen auch Antonelli zum Reifenwechsel. Der 19-Jährige war unmittelbar vor dem Crash erstmals nach dem Start in Führung gelegen, nachdem Russell zum Reifenwechsel an die Box gefahren war - eine Runde zu früh, wie sich herausgestellt hat. Doch den Unfall Bearmans und die folgende neutrale Phase konnte niemand vorausahnen.

Aryna Sabalenka hat zum zweiten Mal in ihrer Karriere und auch in Folge das Tennis-WTA1000-Turnier in Miami gewonnen. 

Die Weltranglistenerste behielt am Samstag im Endspiel gegen die als Nummer vier gesetzte US-Amerikanerin Coco Gauff mit 6:2,4:6,6:3 die Oberhand. Es war ihr einziger Satzverlust im Turnierverlauf, 2025 hatte sie an selber Stelle keinen Satz abgeben müssen. Bei ihrer vierten Teilnahme an einem WTA-Event 2026 sicherte sich die 27-Jährige den dritten Titel.

Die 24-fache WTA-Turniersiegerin aus Belarus fixierte auch das "Sunshine Double", zumal sie Mitte März auch in Indian Wells den Siegerscheck mit nach Hause genommen hatte. Dieses Kunststück war zuvor mit Steffi Graf, Kim Clijsters, Viktoria Asarenka und Iga Swiatek nur vier anderen Spielerinnen innerhalb einer Saison gelungen. 

Satz Nummer eins war eine Machtdemonstration von Sabalenka, die dank Breaks zum 1:0 und 5:2 ungefährdet war. Danach konnte die im Ranking auf Position vier liegende Gauff deutlich mehr Gegenwehr leisten und mit ihrem ersten Satzball zum 6:4 bei Aufschlag Sabalenka auf 1:1 stellen.

Sabalenka ließ sich davon nicht beirren und nahm im Entscheidungssatz wieder das Heft in die Hand. Diesmal knöpfte sie ihrer Gegnerin zum 1:0 und 6:3 das Service ab. Nach 2:09 Stunden war der Erfolg schon nach dem ersten Matchball in der Tasche.

Graz, Szekesfehervar, Bruneck und Ljubljana – wer diese vier Städte als Teilnehmer am Semifinale der ICE Hockey League getippt hat, der ist jetzt reich. Aber es ist auch ein Zeichen, dass die Liga ausgeglichener ist, als es vermutet worden war. Zumindest haben die internationalen Teams besser gearbeitet als einige österreichische.

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