Sport-News

Das österreichische Sportministerium hat einen Förder- und Abrechnungsstopp gegen den Tischtennis-Verband verhängt. Hintergrund sind mögliche Versäumnisse im Umgang mit Vorwürfen innerhalb des Verbands. Im Raum steht unter anderem eine Verletzung von Förderverträgen, zu denen auch Maßnahmen in den Bereichen Prävention und Integrität zählen.

Der Förderstopp bleibt so lange aufrecht, bis der Verband zur umfassenden Klärung der Vorwürfe beiträgt und ein funktionierendes Präventions- und Integritätsmanagement einführt. Dieses müsse gewährleisten, dass möglichen Fällen von Fehlverhalten im gesamten Verband sowie in den Vereinen konsequent, unabhängig und professionell nachgegangen werde, teilte das Ministerium mit. Der Standard hatte vor einigen Wochen über den Vorwurf berichtet, wonach sich "ein Nachwuchstrainer zu Minderjährigen ins Bett gelegt" haben soll.

Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt bezeichnete die im Raum stehenden Vorwürfe als alarmierend. „Ich will, dass Mädchen und Frauen im österreichischen Tischtennis sicher sind. Die im Raum stehenden Vorwürfe sind erschreckend und dürften im Verband schon länger bekannt sein“, erklärte Schmidt. „Anzügliche Nachrichten oder Nachbesprechungen im Bett haben zwischen Jugendlichen und Trainer:innen keinen Platz.“

"Angstfreies Umfeld verdient"

Unter den aktuellen Umständen könne sie nicht verantworten, dass solche Zustände mit Steuergeld unterstützt würden. „Athlet:innen, insbesondere Mädchen und Frauen im österreichischen Sport haben sich ein angstfreies Umfeld verdient“, so Schmidt.

Ski-Ass Lindsey Vonn hat nach ihrer schweren Beinverletzung keine Lust mehr auf den Rollstuhl - und sich ein anderes Fortbewegungsmittel zugelegt. In einem Instagram-Video zeigte die 41-Jährige, wie sie mit einem Elektroroller durch ihr Haus fährt. „Habe ein paar neue Räder“, schrieb sie dazu. „Schneller werde ich erstmal nicht werden, aber es ist besser als der Rollstuhl.“ Zu dem Gefährt ergänzte die Amerikanerin: „Ich nenne es Speedy.“ 

In dem Clip ist zu sehen, wie Vonn mit dem Roller von der Küche am Rollstuhl vorbei in einen anderen Teil des Hauses kurvt. Das linke Knie und Bein ist dabei ebenso mit einer Schiene gestützt wie das rechte Sprunggelenk. 

Warwara Worontschichina hat als erste Sportlerin aus Russland bei den Winter-Paralympics in Italien eine Goldmedaille gewonnen. Zwei Tage nach Rang drei in der Abfahrt siegte die 23-Jährige in Cortina d'Ampezzo im Super-G in der stehenden Klasse.

Damit wurde bei der Siegerehrung erstmals seit den Paralympics 2014 in Sotschi bei einem sportlichen Großereignis nicht nur die russische Fahne gehisst, sondern auch die Hymne gespielt. Der Applaus fiel verhalten aus, Protest gab es keinen. "Es ist so speziell für mich, weil es meine ersten Paralympischen Spiele sind. Mein Traum als Kind ist wahr geworden. Wenn ich meine Flagge sehe, dann ist das sehr speziell", sagte Worontschichina nach der Medaillenverleihung vor internationalen Journalisten.

Auf die Aigner-Familie ist und bleibt Verlass. Nach Doppel-Gold am Samstag in der Abfahrt besserten die Geschwister auch am Montag im Super-G das Medaillenkonto Österreichs und ihr eigenes weiter auf.

Nach der Silber-Medaille für Veronika Aigner (mit Guide Lilly Sammer) fuhr Johannes Aigner mit Guide Nico Haberl wenig später zu seiner zweiten Goldenen bei diesen paralympischen Winterspielen, seiner vierten insgesamt.

Max Verstappen kommt sich bei der neuen Formel 1 wie in einem Videospiel vor. Das will der viermalige Weltmeister von Red Bull und leidenschaftliche Sim Racer nach dem packenden Saisonstart in Australien aber überhaupt nicht als Lob verstanden wissen. Von „Chaos hoch und runter“ sprach Verstappen nach dem Aufbruch in eine neue Zeitrechnung in der Königsklasse des Motorsports bei Viaplay

Die Notwendigkeit, die Batterie im Motor nach dem Entladen wieder aufzuladen, würde im Mittelfeld zu „seltsamen Dingen“ führen, die ihn an „Mario Kart“ erinnern. Verstappen würde am liebsten die Zeit zurückdrehen.

Der 71-malige Grand-Prix-Sieger wird mit der neuen Formel 1 nicht warm. Schon während der Testfahrten regte er sich über die Generation 2026 auf. „Es hat mit der Formel 1 eigentlich nichts zu tun“, hatte Verstappen geklagt. „Es fühlt sich eher an wie die Formel E auf Steroiden.“ 

Fahren mit Vollgas ist Geschichte

Nach der Regelreform sind die Fahrer zu permanentem Batterie-Management aufgerufen. Vollgas fahren können sie nicht mehr komplett, sonst geht ihnen mit den neuen Motoren der Saft aus. Die Aggregate beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die wieder geladen werden muss. Verstappen ist aber ein vehementer Vertreter des Vollgasfahrens: So spät wie möglich bremsen, so früh wie möglich beschleunigen.

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