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Viel Rasse, nur bedingt Klasse. Und zwei gebrochene Serien – so fällt das Fazit des 1:1 zwischen Sturm und Salzburg aus. Die Bullen blieben damit dran, die Grazer werden unabhängig von den Sonntag-Spielen auch nach der zweiten Runde der Meistergruppe vorne bleiben, verpassten es aber, Salzburg um sieben Punkte abzuhängen.

Die Sturm-Fans legten gleich los, jene von Salzburg hätten schon für jeden Lautsprecher gebraucht, um halbwegs mithalten zu können. Nur rund 200 Fans füllten den Gästesektor, zum Vergleich: Zweitligist Austria Salzburg entsandte vor zwei Wochen 800 Anhänger nach Amstetten. Die heiße Stimmung hatte auch seine Schatten, schon nach drei Minuten musste aufgrund der Pyrotechnik unterbrochen werden. Die Spieler hätten sich Wiederbeginn auf die schlechte Sicht ausreden können, Fehlpässe, insbesondere von Sturm, prägten die Partie. Die Salzburger kamen zu Beginn auch gefährlicher vor das Tor. Baidoo hatte nach 20 Minuten die erste Topchance – drüber.

Sturm versuchte, mit schnellen Vorstößen die Stürmer in die Gefahrenzone zu bringen, dies gelang aber mit mäßigem Erfolg. Und dennoch hätten die Grazer in der 26. Minute in Führung gehen können, als Malic alleine zum Kopfball kam, aber an Schlager scheiterte.

Vertessen trifft sehenswert

Verdient war der Treffer der Salzburger in der 32. Minute: Der Belgier Yorbe Vertessen traf dabei nach Pass von Bidstrup aus spitzem Winkel ins Kreuzeck – Tormann Bignetti hatte sich überraschen lassen. Zuvor hätte auch Malic mehr Widerstand leisten können. Es war der erste Gegentreffer in diesem Jahr für Sturm im eigenen Stadion. Und Salzburg beendete eine Serie von vier torlosen Spielen.

Sturm wachte etwas auf, ein sehenswerter Freistoß von Mamageishvili zwang Schlager zu einer Parade (39.) Sonst kam von der Steirern vor der Pause wenig Brauchbares. Einzig Hödl sorgte mit großem Kampfgeist für Akzente. Salzburgs Bidstrup hatte vor der Pause noch die Chance auf den zweiten Treffer. Den erzielte aber Sturm – Jon Stankovic nahm sich nach Malic-Pass ein Herz und traf mit einem Schuss zum 1:1.

Tradition verpflichtet. Und bereitet in diesem Fall Freude: Das SturmEcho, offizielles Magazin von Meister  Sturm Graz, geht innovative Wege: Nach einem mehrjährigen Digitalisierungsprozess wurden alle bisher erschienenen 390 Ausgaben (zu den 382 fortlaufend nummerierten Ausgaben kommen noch acht Sonderausgaben) des amtierenden österreichischen Meisters unter calameo.com/sturmecho online gestellt. 

Damit sind insgesamt 13.874 SturmEcho-Seiten seit dem Jahr 1968 für alle Fans des Grazer Traditionsvereins sowie für an der Fußballgeschichte interessierte Leserinnen und Leser einsehbar. Chefredakteur ist übrigens seit 1970 Fachmann Herbert Troger. 

Das neue Gesetz, das Geldstrafen in Höhe von bis zu 1.000 Pfund (umgerechnet rund 1.160 Euro) sowie ein fünfjähriges Stadionverbot vorsieht, gilt bereits für das EFL-Cup-Finale am Sonntag zwischen Arsenal und Manchester City im Wembley-Stadion.

Die Ausschreitungen in der Londoner Arena während des EM-Finales vor bald fünf Jahren waren mit ausschlaggebend für die neuen Regeln. Zum Endspiel 2021 zwischen Gastgeber England und Italien (2:3 n.E.) hatten sich Hunderte Menschen unbefugt Zutritt verschafft, es kam zu chaotischen Szenen. 

Bislang gab es für das sogenannte „tailgating“ (in etwa: Mitdurchschlüpfen) keine exakt dafür festgeschriebenen Strafen. Das neue Gesetz macht es illegal, wissentlich mit gefälschten Tickets, Ausweisen oder Akkreditierungen ein Spiel zu besuchen oder zu versuchen, sich Zugang zu verschaffen. 

Die „Gunners“ kämpfen im Finale im Wembley-Stadion gegen Manchester City um den Gewinn des Liga-Cups. 

Sollten sich die Londoner gegen ihren härtesten Premier-League-Widersacher durchsetzen, wären sie einem einmaligen Erfolg einen Schritt näher: Bisher gelang es noch keinem englischen Klub, in einer Saison Champions League, Meisterschaft, FA Cup und Liga-Cup zu gewinnen.

Auf dem Weg dorthin sind für Arsenal noch einige Hürden zu überwinden. Im FA Cup geht es im Viertelfinale auswärts gegen Zweitligist Southampton, und in der Champions League wartet in der Runde der letzten acht Sporting Lissabon

In der Premier League beträgt der Vorsprung auf ManCity nach Verlustpunkten gerechnet sechs Zähler, und auch wenn Arsenal noch in Manchester antreten muss, spricht derzeit wenig für eine erfolgreiche Aufholjagd der Truppe von Pep Guardiola.

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