Messi und Ronaldo lieben es: Eine Trendsportart erobert Österreich
Mit den steigenden Temperaturen und den ersten sonnigen Frühlingstagen beginnt auch wieder die Outdoor-Sportsaison. Eine Sportart steht dabei besonders im Fokus und erlebt derzeit in Österreich einen regelrechten Boom: Padel-Tennis.
Was vor wenigen Jahren noch ein Geheimtipp war ist heute kaum mehr wegzudenken. Die aus Südamerika und Spanien stammende Trendsportart, die man als eine Mischung aus Squash und Tennis bezeichnen könnte, hat Österreich im Sturm erobert und zählt zu den am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt.
Besonders in Wien zeigt sich der Hype deutlich: Wer kurzfristig einen Platz buchen möchte, braucht entweder Glück oder gute Kontakte. Denn die Courts sind oft schon zwei Wochen im Voraus ab dem frühen Nachmittag restlos ausgebucht.
Rasantes Wachstum
Die Zahlen sprechen für sich. Mittlerweile gibt es in ganz Österreich mehr als 300 Padel-Courts an über 100 Standorten. Zum Vergleich: 2020 waren es gerade einmal rund 20 Plätze. Die Austrian Padel Union (APU) verzeichnet 11.850 registrierte Aktive; die tatsächliche Zahl der Spielerinnen und Spieler wird sogar auf rund 100.000 geschätzt – Tendenz steigend.
Ohne Bespannung im Käfig
Die Faszination des Spiels schnell erklärt. Padel gilt als leicht erlernbar; erste Erfolgserlebnisse stellen sich rasch ein. Aufgrund schneller Ballwechsel kommen Anfänger zu viel mehr Ballkontakten als bei anderen Rückschlagsportarten. Gleichzeitig steht der soziale Aspekt im Mittelpunkt: Gespielt wird fast immer im Doppel, statt einsamen Trainings dominieren Teamgeist, Kommunikation und gemeinsamer Spaß.
Gespielt wird in einer Art Käfig, der das Spiel besonders dynamisch macht. Das Feld ist deutlich kleiner als beim Tennis, die Schläger haben keine Bespannung, sondern eine feste Fläche mit kleinen Löchern.
Spiel mit den Wänden
Der Ball darf – anders als beim Tennis – auch über die Glas- und Gitterwände ins Spiel zurückkommen, was spektakuläre Ballwechsel ermöglicht. Der Aufschlag erfolgt von unterhalb der Hüfte, pure Schlagkraft allein reicht nicht aus: Gefragt sind Gefühl, Taktik, Raffinesse – und vor allem gutes Zusammenspiel.
Auch die Bälle selbst unterscheiden sich leicht vom Tennis. Sie sehen optisch zwar ähnlich aus, haben aber weniger Innendruck und springen flacher. Die Zählweise hingegen ist identisch.
Padel bei den Olympischen Spielen?
Dass Padel längst mehr als nur ein Nischensport ist, zeigt auch ein Blick auf seine Fans. Der achtfache Weltfußballer Lionel Messi bezeichnet Padel beispielsweise als sein Lieblingshobby, auch Cristiano Ronaldo, Max Verstappen, Rafael Nadal oder Zinedine Zidane haben die Sportart für sich entdeckt.
Und der nächste große Schritt könnte bereits bald folgen: Auf dem World Padel Summit 2025 in Barcelona wurde über eine Aufnahme in das olympische Programm für die Sommerspiele 2032 in Brisbane diskutiert.
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