Sport-News

Bereits im April kommen sich der Weltverband (ITF) und die Vereinigung der professionellen Tennisspielerinnen (WTA) erstmals in die Quere. Das nächste Turnier des österreichischen Frauen-Nationalteams, dem Billie-Jean-King-Cup-Team, findet zeitgleich mit dem WTA-Turnier in Linz, dem größten Frauen-Turnier in Österreich (ab 5. April), statt. Dies ist bekannt. 

Das heißt, dass Kapitänin Marion Maruska auf ihre besten Spielerinnen Julia Grabher, Sinja Kraus und Lilli Tagger verzichten muss, sie werden beim Upper Austria Ladies um Preisgelder und Punkte für die Weltrangliste spielen. Das gilt auch für die eingebürgerte Anastasia Potapova, die allerdings zum gegenwärtigen Stand noch keine Spielberechtigung für Österreichs Team hat. 

Die Entscheidung ist gefallen, wer in der ersten Qualifikationsrunde zu den Davis Cup Final 8 zwischen Japan und Österreich das KURIER Austria Davis Cup Team bilden wird. Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer hat sich – entgegen der vorläufigen Nominierung vom 5. Jänner – dazu entschlossen, statt Österreichs Nummer eins Filip Misolic (ATP 84) doch Lukas Neumayer (ATP 226) in den fünfköpfigen Kader der heimischen Herrennationalmannschaft aufzunehmen.

Der Salzburger wird Rot-weiß-rot somit beim Länderkampf am 6./7. Februar im Ariake Colosseum in Tokio gemeinsam mit Sebastian Ofner (ATP 131), Jurij Rodionov (ATP 167) und den beiden Doppelspezialisten (ATP-Doppel 23) und Alexander Erler (ATP-Doppel 39) vertreten. 

„Der Davis Cup findet nun mal auf Hartplatz in der Halle statt, und das ist definitiv der schwächste Belag von Filip. Im Moment läuft er leider – schon längere Zeit eigentlich – seiner Form ein bisschen hinterher“, so Melzer zweieinhalb Wochen vorm Showdown in Japan zu seiner Nominierung und den Chancen. „Und Lukas ist für mich ein Davis-Cup-Spieler, der dort bis jetzt immer seine besten Leistungen abgerufen hat und in den ich größtes Vertrauen habe.“

Julian Halmich und Paul Pius Scharner haben mit der U17-Nationalmannschaft des ÖFB in Katar im Herbst für Aufsehen gesorgt. Die beiden Akademiespieler aus St. Pölten holten mit dem Team von Hermann Stadler haben sie es in Katar bis ins Finale geschafft und den Vizeweltmeistertitel geholt. 

Nun ist für beide der nächste Schritt gekommen. Die beiden Nachwuchsteamspieler wechseln beide zum SKN St. Pölten. Scharner vorerst leihweise bis Sommer, Halmich hingegen unterschrieb einen Jungprofi-Vertrag

Angebote auch aus der Bundesliga

SKN-Sportdirektor Christoph Freitag freut sich über die Verpflichtungen: "Julian hatte auch zwei Angebote aus der Bundesliga, aber er hat sich für uns entschieden – das zeigt, dass unser eingeschlagener Weg, auf den heimischen Nachwuchs zu setzen und diesen echte Chancen zu bieten, auch bei den Youngsters gesehen wird."

Stefan Posch wird laut Sky-Informationen zum FSV Mainz 05 wechseln. Eine Einigung mit seinem Stammverein FC Bologna und Leih-Team Como soll bereits erzielt worden sein, der Medizincheck soll am Mittwoch noch erfolgen.  Dann steht der geplanten Leihe ohne Kaufoption nichts mehr im Weg.

Auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick wird es freuen: Posch könnte in Mainz mehr Spielpraxis in Hinblick auf die WM im Juni/Juli sammeln. Bereits von 2016 bis 2023 stand der Defensivspieler bei Hoffenheim unter Vertrag - der 28-Jährige kennt also die deutsche Bundesliga. 

Der KURIER-Sport empfiehlt