Sieg im Super-Team: Die ÖSV-Springer überflügelten die Konkurrenz
Daniel Tschofenig hatte in Lahti viel Grund zum Jubeln
Die Männer, die sich Adler nennen, sind für Außenstehende nicht immer leicht zu durchschauen. Oft scheinen nicht einmal die Skispringer selbst zu wissen, warum sie in einem Moment federleicht durch die Lüfte segeln, um einen Sprung später auf dem harten Boden der Tatsachen zu landen.
Schlag nach bei Daniel Tschofenig, der gerade innerhalb kürzester Zeit mit den Launen seiner Sportart konfrontiert wurde.
Bei Olympia war der Starspringer noch ein Schatten seiner selbst gewesen und leer ausgegangen, nun schwebt der Kärntner schwuppdiwupp in anderen Sphären.
Jan Hörl gewann an der Seite von Daniel Tschofenig in Lahti
Ganz der Alte
In Lahti wirkte Tschofenig wieder wie der Springer, der im letzten Winter die Tournee und den Gesamtweltcup gewonnen hat: Locker und souverän flog er am Samstag zu seinem dritten Saisonsieg, 24 Stunden später führte der wiedererstarkte 23-Jährige das österreichische Duo mit Jan Hörl zum Sieg im Super-Team-Wettkampf.
Bereits bei den Olympischen Winterspielen hatte Österreich diesen Bewerb für sich entschieden. In Predazzo hatte Hörl noch mit Jungstar Stephan Embacher den großen Coup gelandet.
Tschofenig ließ sich nach der Nicht-Nominierung nicht hängen und meldete sich eindrucksvoll an der Spitze zurück. Bei seinem Teamkollegen Stefan Kraft nahm die Formkurve eine andere Richtung. Der dreifache Weltmeister qualifizierte sich in Lahti nicht einmal mehr für den Bewerb und gibt immer mehr Rätsel auf.
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