Johannes Aigner als Österreichs Goldgarant und Rapid-Sieg als Hilfe

Der 20-Jährige sicherte sich bei den Paralympics in Cortina nach dem Sieg in der Abfahrt seine zweite Goldmedaille. Für Rapid-Fan Nico Haberl sind es perfekte Tage.
Johannes Aigner und Nico Haberl jubelten erneut über Gold.

Auf die Aigner-Familie ist und bleibt Verlass. Nach Doppel-Gold am Samstag in der Abfahrt besserten die Geschwister auch am Montag im Super-G das Medaillenkonto Österreichs und ihr eigenes weiter auf.

Nach der Silber-Medaille für Veronika Aigner (mit Guide Lilly Sammer) fuhr Johannes Aigner mit Guide Nico Haberl wenig später zu seiner zweiten Goldenen bei diesen paralympischen Winterspielen, seiner vierten insgesamt.

Hauchdünn dahinter landete der Italiener Giacomo Bertagnolli (+0,16 Sekunden), Dritter wurde der Kanadier Kalle Ericsson (+1,30 Sekunden).

Schwierige Bedingungen

Der Abstand war knapp, Aigner auch nicht ganz zufrieden: "Es war kein perfekter Lauf. Uns hat es hier und da einfach runtergedrückt. Und da war es im Ziel so ein bisschen, ob sich das ausgeht." Es sei, so Aigner "ein schwieriger Lauf, es hat schwierige Bedingungen. Und somit, glaube ich, haben wir aus einer schwierigen Situation das Beste ausgemacht."

Johannes Aigner auf der Tofana

Johannes Aigner auf der Tofana.

Auch die Sonne machte dem Niederösterreicher, der eine Sehkraft von nur 8 Prozent aufweist, zu schaffen. "Das ist ein Hammer. Das habe ich am nächsten Tag auch noch gemerkt. Deswegen wird jetzt immer die Skibrille getragen." Zur guten Stimmung der beiden trug auch der sonntägliche Sieg von Rapid in der Bundesliga bei, Guide Nico Haberl ist Fan der Wiener: "Das hat mich total gefreut für die Jungs. Und hoffentlich geht es jetzt in der Meistergruppe so weiter.

Die Rapidler können sich jedenfalls eine Scheibe von Aigner und Haberl abschneiden. Das Duo ist noch ungeschlagen, drei Bewerbe warten noch. Bereits am Dienstag geht es mit der Super-Kombination weiter. Auch da greifen die beiden nach Gold. An den Erfolg gewöhnen darf und soll man sich nicht, stellt Aigner klar: "Grundsätzlich darf man es nicht als selbstverständlich sehen."

Hinweis: Die Pressereise zu den Paralympics in Cortina erfolgte auf Einladung und Kosten des Österreichischen Paralympischen Committees.

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