Der neue britische Premierminister Andy Burnham und der ehemalige FIFA-Präsident Joseph Blatter üben heftige Kritik an den jüngsten Plänen des Fußball-Weltverbandes, einen Teil der kommerziellen Rechte an seinen Turnieren an Investoren zu verkaufen. Künftige WM-Turniere sollen dann unter dem Dach eines neuen Unternehmens organisiert werden, dessen Mehrheitseigentümer die FIFA wäre.
„Der Fußball gehört nicht den Investoren. Er gehört den Menschen, die die Tribünen füllen, die an den Seitenlinien stehen, Woche für Woche, bei Regen und bei Sonne“, sagte Großbritanniens Regierungschef Burnham in einem Instagram-Video. „Die WM ist kein Produkt, sie ist der großartigste Wettbewerb auf der Welt. Sie hat niemals jemandem gehört, damit man sie verkaufen kann. Der Fußball hat immer den Anhängern gehört, und er wird es auch immer.“
Blatter missfallen Pläne
In einem Post bei X kritisierte Blatter einmal mehr auch seinen Nachfolger Gianni Infantino und dessen Beziehung zu US-Präsident Donald Trump. „Die enge Beziehung zwischen dem FIFA-Präsidenten und dem US-Präsidenten hat eine finanzielle Dimension angenommen, die dem Fußball erheblichen Schaden zufügt. Niemand hat das Recht, unseren Sport zu verkaufen“, schrieb der 90-jährige Schweizer. Bei den Plänen seien auch Personen aus dem Umfeld der US-Regierung von Trump einbezogen worden, hatte die britische Zeitung „Times“ zuvor berichtet.