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Zeugnis für die Bundesliga-Klubs: Sieg für Salzburg, Rapid ist Vierter

Salzburg zahlt pünktlich, Bregenz nicht einmal annähernd: Die Umfrage unter mehr als 500 Profis zeichnet ein Bild vom Fußball-Alltag, das mit der Tabelle der Liga wenig zu tun hat.
FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA/ 1. RUNDE: LASK LINZ - SK PUNTIGAMER STURM GRAZ

Die sportliche Tabelle kennt jeder. Wie es sich anfühlt, für einen Klub zu arbeiten, weiß meist nur, wer selbst in der Kabine sitzt. Genau das versucht die VdF-Die Spielervereinigung seit Jahren sichtbar zu machen: mit einer anonymen Befragung, die inzwischen mehr als 500 Rückmeldungen aus 27 Klubs der Bundesliga und der 2. Liga umfasst. Bewertet werden zehn Bereiche des Arbeitsalltags, von der Pünktlichkeit der Gehälter bis zur medizinischen Betreuung, jeweils auf einer Skala von 0 bis 10. In Summe ergibt das maximal 100 Punkte.

Das Ergebnis: Der FC Red Bull Salzburg verteidigt die Spitze in der Bundesliga mit 96,7 Punkten. Blau-Weiß Linz folgt mit 89,0, der LASK liegt mit 81,2 Punkten auf Platz drei, knapp vor Rapid (80,3). Die LASK-Spieler loben vor allem die Infrastruktur, die Ausrüstung und die tägliche medizinische Versorgung – Werte über 8,5. In der 2. Liga setzt sich der FC Liefering mit 97,4 Punkten an die Spitze, vor St. Pölten (85,6) und Rapid II (84,0). Damit stellt der Salzburger Farmklub den höchsten Gesamtwert der gesamten Erhebung.

Die Tabelle der anderen Art

Die Tabelle der anderen Art

Am unteren Ende wird die Skala deutlich enger. In der Bundesliga trennen Salzburg und Schlusslicht Hartberg 35,9 Punkte, der WAC belegt mit 62,6 Punkten Rang elf. Noch größer ist der Abstand in der 2. Liga: Bregenz kommt nur auf 34,6 Punkte und bleibt in acht von zehn Kategorien unter der Fünf. Klagenfurt folgt mit 53,6 Punkten. Bei der Pünktlichkeit der Gehaltszahlungen sind die Werte teils dramatisch niedrig – Klagenfurt (1,5), Bregenz (2,3) und Admira (3,6) bilden das Schlusslicht.

Schlechte Ausrüstung

Über alle 27 Klubs gemittelt, schneiden Gehaltspünktlichkeit (8,33) und Vertragsklarheit (8,14) am besten ab. Aufholbedarf sehen die Spieler bei der Ausrüstung (6,40) und der Infrastruktur (6,76). Auch der Austausch zwischen sportlicher Leitung und Mannschaft (6,92) sowie die medizinische Betreuung bei Verletzungen (6,98) bleiben ausbaufähig.

VdF-Vorsitzender Gernot Baumgartner sieht in der Erhebung mehr als eine Momentaufnahme. „Die Tabelle der anderen Art gibt den Spielern dort eine Stimme, wo ihr Arbeitsalltag sonst selten sichtbar wird. Sie ist ein Spiegel für die Klubs und zugleich ein Entwicklungsinstrument. Pünktliche Gehälter, klare Verträge und eine verlässliche medizinische Betreuung sind Mindeststandards im Profifußball. Die Spitzenwerte zeigen, was möglich ist. Wo die Bewertungen deutlich darunterliegen, braucht es konkrete Verbesserungen.“

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