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Der nordische Kombinierer Mario Seidl hat sein nahendes Karriereende angekündigt. Die Weltcup-Wettkämpfe in Seefeld (30. Jänner bis 1. Februar) werden seine letzten als professioneller Athlet sein, schrieb der 33-Jährige am Montag auf Instagram. Er verlasse "selbstbestimmt und mit erhobenem Haupt" die große Bühne des Spitzensports, so der Salzburger. Seidl hatte im November in Ruka sein Comeback im Weltcup gegeben, nachdem er davor wegen Blutdopings rückwirkend gesperrt war.

Für Seidl war es der erste Weltcup-Einsatz seit Anfang März 2024. Davor wurde er für den Zeitraum von 28. November 2019 bis 27. November 2023 gesperrt. Die auffälligen Blutwerte führt er auf eine Immunerkrankung zurück, das vom Internationalen Sportgerichtshof CAS gefällte Urteil nach jahrelangen Ermittlungen bezeichnet er als Fehlurteil.

Wenn man auf die Zahlen blickt, könnte man meinen, es würde eine unschlagbare Tennis-Macht geben. Denn die USA holten seit 1877, seit es in Wimbledon das erste Major gab, 147 Grand-Slam-Titel und führen damit die Wertung klar vor Australien (100) an.

Ganz solange muss man freilich nicht zurückblättern, um den bisher letzten Titel für Amerikas Helden zu finden, aber gemäß der Schnelllebigkeit im Tennissport sind 23 Jahre auch keine kurze Zeit. 2003 war es Andy Roddick, der damals bei den US Open die Amerikaner das bisher letzte Mal jubeln ließ. Acht Monate zuvor holte Andre Agassi den Australian-Open-Titel.

Am 6. Februar beginnen die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Am Montag Vormittag präsentierte das ÖOC seinen Kader für das Großereignis. 52 Frauen und 63 Männer werden als Teilnehmer nach Italien reisen. Das 115-köpfige Aufgebot ist das größte seit Sotschi 2014 (130). Damals war allerdings auch die Eishockey-Mannschaft der Männer dabei.

"Etwas ganz Besonderes"

"Wir waren in den letzten Wochen und Monaten sehr gespannt, wer die Qualifikation schaffen wird", sagte ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer. "Diese Olympischen Winterspiele werden etwas ganz Besonderes sein. Wir gehen mit einer super vorbereiteten Mannschaft an den Start. Wir haben ein breit diversifiziertes Team am Start, arrivierte Sportler, Newcomer, und das aufgeteilt auf alle Regionen und alle Sportarten. Mein Zielsetzung sind die Spiele in Peking, diese Anzahl an Medaillen sollte wieder erreichbar sein." 

Vor vier Jahren in Peking waren es 18 Medaillen, 7 Gold, 7 Silber und 4 Bronze.

Das gesamte Team des ÖOC rotiert seit Monaten rund um die Uhr" ergänzte ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch. "Diese sechs Cluster sind eine riesige Herausforderung. Wir sind aber sehr gut vorbereitet, wir haben alles im Griff. Ich möchte mich beim Team bedanken für den unendlichen Einsatz. Der Athlet soll bei uns immer mit Mittelpunkt stehen."

Freestyle-Snowboarderin Hanna Karrer ist die jüngste Athletin, sie wird am 6. Februar 18. Claudia Riegler (Snowboard) ist mit 52 Jahren die älteste, sie ist zum vierten Mal bei Olympia. Andreas Prommegger wird zum sechsten Mal bei Olympia sein und damit zu den österreichischen Rekord-Teilnehmern aufschließen. Sechs Mal dabei waren bisher nur Alfred Eder (Biathlon), Markus Prock (Rodeln), Mario Stecher (Nordische Kombination) und Emese Hunyady (Eisschnelllauf).

Gold-Hoffnung Julia Scheib

Eine der großen Gold-Hoffnungen ist Julia Scheib, die zum ersten Mal bei Olympia an den Start gehen wird. "Für mich war das bisher fast eine perfekte Saison", sagte Scheib, die den Riesentorlauf-Weltcup anführt. "Ich habe bei der Jugend-Olympiade schon gemerkt, dass es etwas Besonderes ist. Jetzt freue ich mich sehr auf meine ersten echten Spiele."

Titelverteidigerin Madison Keys ist bei den Australian Open bereits im Achtelfinale ausgeschieden. Die 30-Jährige aus den USA verlor in Melbourne gegen ihre Landsfrau und Freundin Jessica Pegula mit 3:6,4:6. Im vergangenen Jahr hatte Keys im Endspiel überraschend gegen Aryna Sabalenka aus Belarus gewonnen und ihren ersten Grand-Slam-Titel gefeiert. Gegen Pegula leistete sich Keys aber zu viele Fehler und fand nie ihren Rhythmus.

Pegula reichte eine solide Leistung, um beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison zum vierten Mal das Viertelfinale zu erreichen. Gegen Keys verwandelte die 31-Jährige nach 78 Minuten ihren ersten Matchball.

Musetti gegen Djokovic um das Halbfinale

Bei den Herren gewann Titelverteidiger Jannik Sinner sein Achtelfinale gegen den italienischen Landsmann Luciano Darderi 6:1, 6:3, 7:6 (2) und trifft im Viertelfinale auf Brian Shelton, der Casper Ruud 3:6, 6:3, 6:3, 6:4 besiegte. "Wir sind gute Freunde, was auf dem Platz nicht immer leicht ist", sagte Sinner, der im dritten Satz nicht ganz so zu überzeugen vermochte. "Ich bin dann sehr nervös geworden und bin froh, dass ich es in drei gewonnen habe", zeigte er sich durchaus erleichtert. Der Südtiroler ist in der Open Era erst der dritte Mann nach Pete Sampras und Novak Djokovic, der neun Major-Viertelfinali en suite erreicht hat.

Italiens Nummer zwei Lorenzo Musetti hat ihre Aufgabe bereits gelöst: Nach dem 6:2, 7:5, 6:4 gegen US-Hoffnung Taylor Fritz steht Musetti im Viertelfinale und trifft dort auf Novak Djokovic, der wegen des w.o. von Jakub Mensik kampflos aufgestiegen ist. Musetti gesteht: "Ich habe schon sehr oft gegen Novak gespielt. Es ist immer eine Lehrstunde. Aber ich lerne jedes Mal dazu und das wird mir helfen, dass ich mal gegen ihn gewinne." Im Head-to-head steht es 1:10 aus der Sicht des Italieners.

Die Veranstalter des alpinen Ski-Weltcups der Männer in Schladming können auf lange Sicht planen. Der Ski- und Snowboard-Weltverband (FIS) sieht das "Nightrace" als einen unverrückbaren Eckpunkt des Jänner-Geschehens, wie Schladmings OK-Chef Andreas Schwab der APA mitteilte. "Es ist ein langfristiger Plan der FIS bis 2030,", wusste er aus einem Gespräch mit FIS-Geschäftsführer Urs Lehmann, "dass dieses Doppelrennen mit Dienstag Riesentorlauf und Mittwoch Slalom fixiert ist."

Schladming werde demnach in der Wertigkeit wie die Events davor in Adelboden, Wengen und Kitzbühel gesehen. "Im Männer-Weltcup sind diese vier Events im Jänner die Highlights. Von diesen Veranstaltungen im Jänner möchten sie eigentlich mehr haben." In diesem Zusammenhang wird für die vier erwähnten Klassiker auch schon bis 2034 gedacht. Der Schladminger Nachtslalom wird seit 1997 und an diesem Mittwoch zum 29. Mal gefahren, der Riesentorlauf (Dienstag) ist seit 2023 im Programm.

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