Österreich jubelt: Aigner holt dritte Goldene, Bronze für Stary
Veronika Aigner und Elina Stary jubelten
Neuer Guide, gewohntes Ergebnis. Veronika Aigner fuhr im Riesentorlauf der sehbeeinträchtigten Skifahrerinnen bei den Paralympics in Cortina ihre bereits vierte Medaille ein, die dritte in Gold. Der Sieg fiel deutlich aus, die Niederösterreicherin hatte am Ende 2,56 Sekunden Vorsprung auf die Italienerin Chiara Mazzel (mit Guide Fabrizio Casal).
Auf Platz drei folgte Elina Stary, die mit Guide Stefan Winter, über ihre zweite Medaille bei diesen Winterspielen jubelte. Sie hatte schon 6,67 Sekunden Rückstand. Sie sprach danach von einer soliden Fahrt, hätte aber auch Schwierigkeiten gehabt ihren Guide zu sehen: "Ich tu mir mit der Sicht hier total schwer". "Offensichtlich muss ich ein bisschen zunehmen, dann sieht sie mich besser", scherzte Winter. Stary freut sich jetzt auf den Slalom: "Das ist meine beste Disziplin."
Elina Stary beim Riesentorlauf.
Die Basis für den Sieg legte Aigner bereits im ersten Durchgang, in dem sie bereits über drei Sekunden auf ihre Konkurrentinnen herausfuhr. Diesen Vorsprung verwaltete sie in Lauf zwei geschickt. "Wir sind vorne und haben wieder Gold, ich bin Eric sehr dankbar, dass er hier mit mir fährt", freute sich Aigner danach. "Der zweite Durchgang war mehr ein Safety-Run, so laufen lassen konnten wir es nicht." Man wollte schon mit mehr Spaß reingehen, nicht zu viel riskieren: "Jetzt haben wir das Ding."
Auf Sammer folgt Digruber
Mit Aigner freute sich auch Guide Eric Digruber, der die 23-Jährige im RTL und Slalom über die Tofana führen wird. Digruber folgt auf Lilly Sammer, die mit Aigner bereits zu drei Medaillen fuhr. Beide sprangen notgedrungen für die verletzte Elisabeth Aigner als Guide ein. Die erst 16-Jährige Sammer wird die verbliebenen Technik-Bewerbe mit Michael Scharnagl bestreiten. "Ich bin sehr glücklich, dass auch alles so aufgegangen ist", so Digruber, für den es als Ex-Trainer die paralympische Premiere auf der Piste war.
Für Österreich sind es die Medaillen Nummer neun und zehn (5 Gold, 1 Silber, 4 Bronze). Damit hat das ÖPC-Team im Moment den dritten Platz im Medaillenspiegel inne. Deutlich in Führung liegt China mit bereits 26 Medaillen (10 davon in Gold).
Premiere in Cortina
Ihren ersten paralympischen Auftritt absolvierten indes Laura Streng im Stehend-Bewerb, sowie Christina Obwexer bei den sitzenden Athletinnen. Beide hatten keine Medaillen-Chance zeigten aber einen beherzten Auftritt.
"Am Anfang war ich schon sehr aufgeregt. Aber jetzt kann ich es schon mehr genießen. Und bin glücklich jetzt im Ziel zu sein", war Streng doch auch überwältigt von der Kulisse in Cortina. Sie belegte am Ende Rang 16. Obwexer wurde Achte, sie hatte auf die Siegerin Anna-Lena Forster (GER) aber bereits fast 28 Sekunden Rückstand.
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