Zwei von vier Testspielen sind im WM-Jahr absolviert, dem Kantersieg über Ghana folgte im Wiener Prater der Minimalerfolg mit einem 1:0 über Südkorea. Es war ein Spiel, das Geduld und Abgeklärtheit erforderte, ebenso das Quäntchen Glück, weil der Gegner bis zum Schluss auf den Ausgleich drängte.
„Unser WM-Traum wurde wahr – gemeinsam nach Amerika“, so die Koreagrafie der österreichischen Fans. Teamchef Rangnick brachte nur vier Spieler, die auch gegen Ghana in der Startelf gestanden waren mit Mwene, Friedl, Baumgartner und Sabitzer.
Österreich startete mit Schwung, wollte genau diesen vom Sieg über Ghana auch in das Spiel gegen Südkorea mitnehmen.
Doch man kam recht früh ins Stocken, weil sich der Gegner flink und agil präsentierte, darüber hinaus diszipliniert und gut geordnet. So gestaltete sich die erste Hälfte wie schon gegen Ghana äußerst zäh, diesmal half kein Elfmeter, um den Spielverlauf auf seine Seite zu ziehen.
Kein Abschluss
Korea musste früh verletzungsbedingt tauschen, für Kim kam Kim. Der Star der Mannschaft, Son, hatte die wohl beste Möglichkeit, als er nach einem Ballverlust der Österreicher aufs Tor zog, dieses aber verfehlte. Österreich hatte in den ersten 45 Minuten nicht einen Torabschluss, weil man die nötigen nicht fand, da sie der Gegner auch kaum anbot.
In Österreichs Offensive tat sich meist dann etwas, wenn Baumgartner mit dem Ball am Fuß Tempo aufnehmen konnte, Zählbares konnte auch er nicht kreieren.