Kein Glanz, aber: Österreich feiert nächsten Sieg

Das österreichische Nationalteam mühte sich im Happel-Stadion zu einem 1:0-Sieg gegen WM-Starter Südkorea.
Österreich vs. Südkorea

Zwei von vier Testspielen sind im WM-Jahr absolviert, dem Kantersieg über Ghana folgte im Wiener Prater der Minimalerfolg mit einem 1:0 über Südkorea. Es war ein Spiel, das Geduld und Abgeklärtheit erforderte, ebenso das Quäntchen Glück, weil der Gegner bis zum Schluss auf den Ausgleich drängte.

„Unser WM-Traum wurde wahr – gemeinsam nach Amerika“, so die Koreagrafie der österreichischen Fans. Teamchef Rangnick brachte nur vier Spieler, die auch gegen Ghana in der Startelf gestanden waren mit Mwene, Friedl, Baumgartner und Sabitzer.
Österreich startete mit Schwung, wollte genau diesen vom Sieg über Ghana auch in das Spiel gegen Südkorea mitnehmen. 

Doch man kam recht früh ins Stocken, weil sich der Gegner flink und agil präsentierte, darüber hinaus diszipliniert und gut geordnet. So gestaltete sich die erste Hälfte wie schon gegen Ghana äußerst zäh, diesmal half kein Elfmeter, um den Spielverlauf auf seine Seite zu ziehen.

Kein Abschluss

Korea musste früh verletzungsbedingt tauschen, für Kim kam  Kim. Der Star der Mannschaft, Son, hatte die wohl beste Möglichkeit, als er nach einem Ballverlust der Österreicher aufs Tor zog, dieses aber verfehlte. Österreich hatte in den ersten 45 Minuten nicht einen Torabschluss, weil man die nötigen nicht fand, da sie der Gegner auch kaum anbot. 

In Österreichs Offensive tat sich meist dann etwas, wenn Baumgartner mit dem Ball am Fuß Tempo aufnehmen konnte, Zählbares konnte auch er nicht kreieren.

Südkorea strahlte da mehr Gefahr aus, beispielsweise durch Kim, Minjae von Bayern München, nach einem Eckball per Kopf, oder durch Kang-in Lee, der glücklicherweise zu lange mit einem Schuss zögerte. Die Stimmung der 35.300 Zuschauer passte sich ein wenig den kühlen Temperaturen an.

Gegen Ghana war eine fulminante zweite Hälfte gefolgt, die Hoffnung durfte man auch diesmal am Leben erhalten. Posch kam für Wimmer, Laimer rückte dadurch ins Mittelfeld vor. Und besagter Posch leitete sogleich die Führung ein, über den gut spielenden Xaver Schlager kam der Ball zu Sabitzer, der aus der Drehung zum 1:0 traf (49.). 

Sabitzer darf schon seit einiger Zeit regelmäßig als bester österreichischer Spieler bezeichnet werden. Mag er in Dortmund zwischendurch schwierige Phasen haben, so spielt er im Team  konstant groß.

Nach einer Stunde wechselte Rangnick ordentlich durch, brachte vier neue Spieler, darunter David Alaba. Zur Begrüßung gab es beinahe den Ausgleich für Südkorea, Son legte eine Hereingabe nur knapp neben das Tor.

Südkorea blieb trotz der Überlegenheit der Österreicher stets gefährlich. Abermals köpfelte Minjae Kim nach einer Ecke nur knapp am langen Eck vorbei. Und Stürmerstar Son lief nach Traumpass allein aufs Tor, Pentz rettete großartig, allerdings war bei Sons Ballmitnahme auch die Hand im Spiel. Österreich offenbarte nach Ballverlusten  in der Defensive immer wieder Lücken für den Gegner.

Im Finish brachte Rangnick gleich fünffach neue Kräfte. All seine Kraft musste abermals Tormann Pentz aufbringen, als er einen Schuss des allein auf ihn zusprintenden Oh auf zwei Raten bändigte. Österreich wurde nicht mehr gefährlich, brachte den Sieg über die Zeit. 

13 Heimspiele in Folge ist Österreich nun ungeschlagen – ein Rekord, der von den Fans bejubelt wurde.

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