Der Adler ist gelandet: Fettner flog ein letztes Mal in die Top Ten
Noch einmal gefeiert: Manuel Fettner
Ausgerechnet im letzten Bewerb der Saison hat Norwegen noch einen Tagessieg gefeiert. Marius Lindvik gewann das Skifliegen in Planica 5,6 Zähler vor Dominator Domen Prevc und 18,2 vor Landsmann Johann Andre Forfang.
Und die Österreicher? Daniel Tschofenig verpasste als Vierter das Podest um 2,9 Zähler, Stefan Kraft wurde Sechster und Manuel Fettner beendete als Neunter, unmittelbar vor Jonas Schuster, seine Karriere. Stephan Embacher war im Kampf um die kleine Kristallkugel chancenlos.
Embacher verpasst Kristallkugel
Der Tiroler musste im ersten Durchgang bei stark wechselnden Windbedingungen lange warten und landete dann mit zu diesem Zeitpunkt zu geringem Anlauf bei nur 202,5 Metern. Damit war die kleine Kristallkugel im Skiflug-Weltcup im Duell mit Prevc endgültig kein Thema mehr. "Wir sind ein Freiluftsport, ich habe meine Wut schon rausgelassen. Ich hätte mit gestern die Saison auch abschließen können, das wäre mir lieber gewesen", sagte Embacher, der am Samstag Teil des ÖSV-Siegerteams gewesen war.
Fanklub für Fettner
Manuel Fettner absolvierte die letzten Flüge seiner Karriere. Er wurde im ersten Durchgang von seiner Freundin Lisa Eder am Trainerturm abgewinkt und bekam später von ihr im Auslauf spezielle Abschiedsski überreicht. Der Team-Olympiasieger 2022, der in Peking auch Normalschanzensilber geholt hatte, hat u.a. fünf WM-Medaillen (1 - 2 - 2) bei Nordischen und Skiflug-Weltmeisterschaften geholt.
Auch Stoch hört auf
Der Tiroler hatte am 4. Jänner 2001 im Weltcup debütiert. "Ich bin Gott sei Dank mehr oder weniger verletzungsfrei durch meine Karriere gekommen, habe viele schöne Zeiten erlebt und bin zufrieden", meinte Fettner. Neben Fettner beendete auch einer der besten Skispringer aller Zeiten seine Karriere.
Kamil Stoch ist u.a. dreifacher Olympiasieger, zweifacher Weltmeister und 39-facher Weltcupsieger. Der 38-jährige Pole gewann zweimal den Gesamt-Weltcup. Nach fast sieben Jahren als Cheftrainer der Deutschen ist der Tiroler Stefan Horngacher zurückgetreten.
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