Aller schlechten Dinge sind drei: Italien wieder nicht bei der WM

Der vierfache Weltmeister verlor in Bosnien im Elferschießen. Gescheitert ist auch Ex-Teamchef Franco Foda mit dem Kosovo. Den Schritt zur WM schafften Tschechien, Türkei und Schweden.
Am Boden zerstört: Die Italiener müssen erneut zu Hause bleiben und verpassen zum dritten Mal in Folge die WM.

Und am Ende gab es wieder Tränen. Der vierfache Weltmeister Italien ist zum dritten Mal in Folge bei einer WM-Endrunde nur Zuschauer. Die Squadra Azzurra musste sich in Zenica Bosnien-Herzegowina im Elferschießen geschlagen geben. Sebastiano Esposito und Bryan Cristante verschossen ihre Elfer – während die Gastgeber vier verwandelten. Bei einem wäre Italiens Topgoalie Gianluigi Donnarumma noch dran gewesen, ließ aber den Ball aus.

Guter Beginn

Nach 120 Minuten war es 1:1 gestanden. Dabei hatte alles so gut für den Weltmeister der Jahre 1934, 1938, 1982 und 2006 begonnen, Moise Kean brachte sein Team schon nach einer Viertelstunde in Führung. Aber der Ex-Austrianer Haris Tabakovic schockte in der 79. Minute die Italiener, die nach einer Roten Karte von Alessandro Bastoni ab der 41. Minute mit einem Mann weniger spielen mussten, mit dem Ausgleich.

Ins Elferschießen ging auch die Partie von Tschechien gegen Dänemark, wo sich die Gastgeber am Ende durchsetzten. Pavel Sulc (3.), Ladislav Krejci (100.) beziehungsweise Joachim Andersen (72.), Kasper Högh (111.) trafen in den 120 Minuten. Im Elferschießen vergab unter anderem Ex-Sturm-Spieler Rasmus Höjlund.

Nichts wurde es aus einer WM-Teilnahme für den ehemaligen ÖFB-Teamchef und Wahl-Grazer Franco Foda. Kosovo musste sich im Heimspiel gegen die Türkei mit 0:1 geschlagen geben. Für die Türken ist es damit die dritte WM-Teilnahme und die erste seit 24 Jahren. Die Türkei dominierte zwar das Spielgeschehen, kam aber lange zu keinen Großchancen. Im Regen von Pristina fand die Foda-Elf in der ersten Hälfte sogar die gefährlichste Möglichkeit vor, einen Versuch von Fisnik Asllani lenkte Türkei-Schlussmann Ugurcan Cakir noch an die Latte (29.). In der 53. Minute drückte Aktürkoglu einen Schuss von Orkun Kökcü zur viel umjubelten Führung über die Linie.

Schweden entschied einen offenen Schlagabtausch gegen Polen mit 3:2 (2:1) für sich. Anthony Elanga brachte die Gastgeber mit einem platzierten Schuss in Führung (20.), die in der Folge dominanten Polen glichen durch Nicola Zalewski (33.) verdient aus. Kurz vor der Pause köpfelte Gustaf Lagerbielke (44.) die effektiven Schweden wieder in Front. Nach dem Seitenwechsel gelang Karol Swiderski (55.) der erneute Ausgleich. Doch Arsenal-Stürmer Viktor Gyökeres (88.) bewies kurz vor Schluss seinen Torinstinkt.

Die letzten WM-Teilnehmer wurden in der Nacht auf Mittwoch in den Partien Kongo – Jamaika und Irak – Bolivien ermittelt.

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