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Mit einem 23-köpfigen Aufgebot, bestehend aus vier Frauen und 19 Männern, reist der Österreichische Schwimmverband zur Europameisterschaft nach Paris. Am Montag verabschiedete der Verband sein Team bei der Abschlusspressekonferenz im Vienna City Beach Club. Der erste Teil der Mannschaft fliegt bereits diese Woche nach Frankreich, die Schwimmer folgen kommende Woche.

Neu ist heuer die Öffnung der EM für Para-Schwimmer. Österreich schickt mit Janina Falk, Andreas Ernhofer und Andreas Onea drei Para-Athleten ins Rennen, alle über 50 und 100 Meter Freistil.

Nach der erfolgreichen EM in Belgrad vor zwei Jahren übte sich OSV-Präsident Arno Pajek in Zurückhaltung: Mit den russischen und belarussischen Athleten ist das internationale Feld wieder voller geworden, „die Zeiten ändern sich, es wird nicht leichter“. Zuversicht schöpft er dagegen aus dem eigenen Nachwuchs, der zuletzt bei der Junioren-EM in München aufhorchen ließ.

Es wäre jetzt wirklich langsam an der Zeit, sich einen neuen Kosenamen für Tadej Pogacar einfallen zu lassen. Kannibale wurde der Slowene dieser Tage erst wieder von der renommierten „L'Équipe“ genannt, aber diese Bezeichnung wird dem besten Radfahrer der Gegenwart nicht gerecht. 

Kannibale mit menschlichen Zügen

Wenn schon Kannibale, dann ist dieser Tadej Pogacar einer mit menschlichen Zügen, der im Gegensatz zu anderen Champions nicht nur auf dem Egotrip unterwegs ist.

Teamplayer

Diese für Seriensieger ungewöhnliche Charaktereigenschaft offenbarte der 27-Jährige auf dem Weg nach Paris zu seinem fünften Triumph bei der Tour der France. 

Tadej Pogacar hätte in den drei Wochen weit mehr als seine fünf Etappensiege einfahren können, in seiner Überform wäre es ein Leichtes für ihn gewesen, auch noch den Allzeitrekord an Etappensiegen bei einer Tour (8) zu brechen.

Aber Pogacar strampelte sich lieber für seinen UAE-Teamkollegen Isaac del Toro ab: In Barcelona überließ er dem Mexikaner den Etappensieg, in der letzten Woche wich er ihm auf den Bergen nicht zur Seite und lotste ihn auf das Podium und zu Rang 3.

Was soll daran, bitteschön, kannibalisch sein?

Zweites Pflichtspiel, zweiter Pflichtsieg für Rapid in der neuen Saison. Die Hütteldorfer nahmen am späten Sonntagabend nach zum Teil zähen ersten 45 Minuten schließlich souverän die erste Hürde im ÖFB-Cup und besiegten Ostliga-Aufsteiger SV Wienerberg mit 3:0.

Rotation war auch bei Grün-Weiß das Schlagwort. Tonni Adamsen war der einzige Spieler, der nach dem 3:1-Sieg am Donnerstag in Andorra gegen Santa Coloma in der Qualifikation zur Conference League in der Hütteldorfer Startelf geblieben war. Ansonsten gab es durchwegs neue Gesichter auf schon gewohntem Terrain. Der erst 20-jährige Jakob Schöller führte den Rekordmeister als Kapitän aufs Feld. Wie in Andorra wurde auf Kunstrasen gespielt.

Es war mehr ein Fleckerlteppich mit einigen ausgebesserten Stellen und zusätzlichen gelben Spielfeldmarkierungen für den Nachwuchs. Den Weg in den richtigen Strafraum fanden die Rapidler dennoch schnell gegen den Regionalligisten. Ein Tor von Gulliksen wurde wegen Abseits aberkannt (9.), nach einem Stanglpass von Tilio gab es beinahe ein Eigentor der Gastgeber (12.), auch beim darauffolgenden Corner wurde es heiß. Das wären Möglichkeiten gewesen, um früh für klare Verhältnisse zu sorgen.

Allerdings: Der Anfangselan ließ nach, die Chancen wurden weniger und Rapid tat sich schwerer. Bis kurz vor der Pause gab es keine nennenswerten Chancen.

Die Führung

Knapp vor dem Halbzeitpfiff war es dann aber doch so weit: Innenverteidiger Gröller eroberte zwei Mal den Ball, Louis Schaub steckte auf Adamsen durch. Der Däne schoss zunächst Wienerbergs Goalie Höfler an, traf aber im Nachsetzen zur Rapid-Führung (45.+1).

Lilli Tagger war ein kleiner Stöpsel und lernte gerade das Tennis-ABC, als die letzte Österreicherin vor ihr auf der WTA-Tour einen Turniersieg feierte. 4.753 Tage liegen zwischen dem Erfolg von Yvonne Meusburger in Bad Gastein (2013) und Taggers jüngstem Triumph in Prag.

Meusburger ist eine von insgesamt zehn Österreicherinnen, die sich auf der WTA-Tour in die Siegerliste eintragen konnten. Angeführt wird diese rot-weiß-rote Frauenriege von Barbara Schett (3 Turniersiege), die auch die topplatzierte heimische Spielerin in der Weltrangliste war (7).

Die Austria hat sich das doppelte Déjà-vu erspart und ist mit einem souveränen 5:0-Erfolg im kleinen Wiener Derby gegen den Sport-Club in die zweite Runde des ÖFB-Cups eingezogen. Im Vorjahr waren die Veilchen noch in der ersten Runde an Voitsberg gescheitert. 2022 gab es im Achtelfinale die 1:3-Blamage gegen den Regionalligisten in Dornbach. Von der Sensation war der Sport-Club diesmal weit entfernt.

Erster Schuss, erstes Tor

Die Pleiten waren der Austria Lehren, dementsprechend fokussiert startete sie in die Partie. Und ging gleich mit dem ersten Schuss in Führung. Eggestein hatte Keeper Haas, der von Rapid II zum Sport-Club kam,  überrascht. Da war das Spiel gerade erstmal 63 Sekunden alt. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Die insgesamt 5.622 Zuschauer im ausverkauften Stadion sorgten für richtige Derby-Atmosphäre.

Während Austria-Trainer Helm zwischen den Europacup-Spielen einigen Akteuren eine Pause gönnte, zog sein Gegenüber und guter Freund Seper alle Register. Der im Vergleich zur Vorsaison neu aufgestellte Ostligist hatte in der Anfangsphase jedoch nicht viel zu melden.

Doch die Austria verpasste es, nachzulegen, und der Underdog wurde mutiger. Waren es zunächst noch vereinzelte Aktionen wie gelungene Tacklings, die von den Fans lautstark gefeiert wurden, schafften es die Hausherren bald auch in den gegnerischen Strafraum. Der erste Eckball samt dem dazugehörenden Schlüsselklimpern auf der Tribüne blieb ungenutzt (19.).

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